ego.-Inkubatoren

Unternehmerisches Denken in Hochschulen ausbauen, neue Lösungsansätze erforschen, akademische Unternehmensgründungen fördern. Studierende, wissenschaftliche Mitarbeiterinnen und Mitarbeiter sowie Absolventen aus Hochschulen können ihre innovativen Geschäftsideen am besten in einem praxisnahen Umfeld entwickeln und erproben. Die ego.-Inkubatoren an der Hochschule Magdeburg-Stendal schaffen dafür die Voraussetzungen:

  • Betreuung durch wissenschaftliches Personal und Professoren
  • Infrastruktur mit modernster Gerätetechnik
  • Konzepterarbeitung im Team und Unterstützung in allen Fragen und Belangen rundum die eigenen Business-Ideen
  • Zusammenarbeit mit weiteren Existenzgründungsoffensiven und weiterführende Maßnahmen für akademische Unternehmensgründungen

Übersicht ego.-Inkubatoren

Makerspace (05/2025-12/2027)

Der ego.-Inkubator Makerspace ist ein freier Experimentierraum, in dem Studierende und wissenschaftliche Mitarbeiter:innen mit digitalen Technologien wie 3D-Druck, 3D-Scan, Lasercut, Physical Computing, Textiltechnologien, subtraktiver Fertigung und Virtual Reality arbeiten können. Dabei setzen sie sich praxisnah und interdisziplinär mit Fragestellungen rund um das Thema Ausgründung auseinander. Ziel ist es, unternehmerische Kompetenzen zu entwickeln und innovative Gründungsideen experimentell an und mit den Technologien und Betreuer:innen zu erproben. 

Die inhaltliche Ausrichtung orientiert sich am EntreComp-Rahmenmodell (Entrepreneurship Competence Framework) der Europäischen Kommission. Dieses Kompetenzmodell definiert Unternehmertum nicht ausschließlich als betriebswirtschaftliche Disziplin, sondern als ganzheitliche Schlüsselkompetenz, die in unterschiedlichen Kontexten – wirtschaftlich, sozial oder technologisch – angewendet werden kann. In diesem Zusammenhang werden die im Makerspace erworbenen fertigungstechnischen Kompetenzen durch die Zusammenarbeit mit „Gründen im Grünen“ der Gründer- und Transferförderung um betriebswirtschaftliche Kompetenzen ergänzt. So entsteht ein umfassendes Qualifizierungsangebot, das technisches Know-how mit unternehmerischem Denken verbindet und Interessierte bestmöglich auf eine Ausgründung vorbereitet. 

Du hast eine Idee oder möchtest dich gern näher mit dem Thema Ausgründung auseinandersetzen?

Dann sprich uns gern an! 

Ansprechpersonen:
Jasper Ohainski

Nils Suhr

Reibschweißen Next Generation (04/2025-12/2027)

Moderne Fügeverfahren für innovative Prozessketten

3D-Darstellung einer automatisierten Roboterzelle mit einem orangefarbenen Industrieroboterarm in einer umzäunten Sicherheitskabine. Der Roboter steht auf einem Sockel und ist von Schutzgittern mit Zugangstür umgeben; rechts außerhalb der Zelle befinden sich ein Schaltschrank und eine Steuerungseinheit.
FSW-Zelle (Planungsbeispiel)
Bildquelle: Fa. KUKA Deutschland GmbH
Nahaufnahme einer CNC-Fräsmaschine, die ein metallisches Werkstück auf einem Spannvorrichtungs-Tisch bearbeitet; gut sichtbar sind Frässpindel, Spannklauen und die präzise ausgerichtete Werkstückaufnahme.
Beispiel FSW-Schweißung
Bildquelle: Fa. KUKA Deutschland GmbH
Orangefarbener Industrieroboter von KUKA, der mit einem Fräskopf über einem eingespannten Metallwerkstück arbeitet; gut erkennbar sind Roboterarm, Werkzeugaufnahme und der Bearbeitungstisch in einer industriellen Umgebung.
Beispiel FSW-Roboter
Bildquelle: Fa. KUKA Deutschland GmbH

Der ego.-INKUBATOR „Reibschweißen Next Generation“ verfolgt das Ziel, eine hochmoderne, automatisierte Roboterzelle für das Rührreibschweißen (engl. FSW – Friction Stir Welding) aufzubauen. Die Anlage ermöglicht neben dem eigentlichen Fügeverfahren auch die Umsetzung vielfältiger Automatisierungsprozesse sowie ausgewählter Zerspanungsaufgaben.

Die Integration des Industrieroboters erfolgt in einer umzäunten Roboterzelle mit zwei flexibel nutzbaren Arbeitsstationen. Dadurch kann eine große Bandbreite an Anwendungen realisiert und praxisnah erprobt werden – von der Prototypenfertigung bis hin zu industrienahen Prozessketten.

Im Rahmen des Projektes werden den Teilnehmenden anhand konkreter, praxisorientierter Aufgabenstellungen die technologischen Möglichkeiten des Rührreibschweißens vermittelt. Daraus ergeben sich vielfältige Gründungspotenziale. Denkbar sind unter anderem:

  • die Entwicklung und Herstellung innovativer Produkte,
  • die Weiterentwicklung und Optimierung von FSW-Werkzeugen,
  • der Einsatz alternativer Werkstoff- und Mischkombinationen bei bestehenden Produkten,
  • die Projektierung und Umsetzung automatisierter Fertigungslösungen für industrielle Anwendungen,
  • die Nutzung von Industrierobotern für Zerspanungsprozesse zur Herstellung von Präzisions- und Großbauteilen,
  • der Einsatz von Methoden der künstlichen Intelligenz im Bereich der Robotik und Prozessüberwachung.

Das Land Sachsen-Anhalt und die Europäische Union unterstützen die Hochschule bei der Finanzierung gründungsbezogener Infrastruktur und moderner Geräteausstattung. Durch bereits bereitgestellte Fördermittel im Bereich des Reibschweißens konnte ein exzellentes technisches Umfeld unter dem Schwerpunkt „Fügen von Präzisionsbauteilen und deren Beurteilung“ geschaffen werden. Hierzu zählen unter anderem die Anschaffung einer hochmodernen Rotationsreibschweißmaschine sowie eines automatisierten Härteprüfgeräts. Die neue Rührreibschweiß-Roboterzelle ergänzt diese bestehende Infrastruktur optimal und leistet einen wesentlichen Beitrag zum weiteren Ausbau der Reibschweiß-Expertise am Forschungsstandort Magdeburg.

Das Projekt wird mit einem Gesamtbudget von 790.719,54 € im Förderzeitraum von April 2025 bis Dezember 2027 unterstützt.

Du bist wissenschaftliche:r Mitarbeiter:in oder Student:in an einer Hochschule oder einer anderen wissenschaftlichen Einrichtung in Sachsen-Anhalt und hast Interesse an innovativen Fertigungstechnologien – oder sogar bereits eine konkrete Gründungsidee? Dann freuen wir uns auf deine Kontaktaufnahme!

Medizintechnik (2017-2020)

Mit dem ego.-Inkubator Medizintechnik von der Idee zum fertigen Produkt

Das verschleißfreie künstliche Gelenk steht im Vordergrund dieses Pilotvorhabens. Dabei spielt die Endbearbeitung der Implantat-Oberflächen sowie die versuchstechnische Simulation und Beurteilung erzeugter Funktionsflächen eine wesentliche Rolle. Die Nutzer des Inkubators können an konkreten Anwendungsfällen die generierten Ideen im praxisnahen Umfeld umsetzen.

Um eine optimale Prozesskette medizinischer Produkte zu erzielen, unterstützt das Land Sachsen-Anhalt die Hochschule bei der Finanzierung von gründungsbezogener Infrastruktur und Geräteausstattung. Im Mittelpunkt des ego.-Inkubators Medizintechnik steht ein 5-Achsen-Schleif-Zentrum der Firma HAAS an dem Sie neue Maßstäbe in der Bearbeitung medizintechnischer Produkte setzen.

Das Umfeld ist vorhanden:

  • Sie erhalten Einweisungen und Schulungen im Umgang mit der derzeit besten Gerätetechnik.
  • An konkreten Anwendungsfällen können Sie Ihre Ideen im praxisnahen Umfeld umsetzen.
  • Mit unseren Mitarbeitern erarbeiten Sie Ihre Ideen vom Entwurf bis zum fertigen Produkt.
  • Sie arbeiten mit der modernsten Technologie im Bereich der innovativen Fertigungstechnik.
Graue vertikale CNC-Bearbeitungsmaschine mit geöffnetem Arbeitsraum und Bedienpanel, daneben freigestellte Darstellung kugelgelenkartiger Präzisionsteile, die die hergestellten Bauteile der Maschine illustrieren.

Competence in Quality (2017-2020)

Mit dem ego.-Inkubator Competence in Quality neue Maßstäbe setzen

Im ego.-Inkubator Competence in Quality soll Studierenden und Absolventen die Möglichkeit gegeben werden, sich mit modernster optischer Messtechnik dahingehend zu spezialisieren, industrielle Nischendienstleistungen anzubieten.

Mit neuen Ideen und der Technik von morgen sollen Sie in Zukunft flexibel und vielseitig auf die Wünsche und Anforderungen deiner Kunden reagieren können. Der ego.-Inkubator bietet Ihnen dafür die idealen Startbedingungen. Durch den hohen Grad der Vernetzung mit industriellen Partnern und durch eigene Forschungsarbeiten kann die Hochschule Magdeburg-Stendal ein breites Portfolio an aktuellen Anwendungsfällen anbieten.

Das Umfeld ist vorhanden:

  • Die im Rahmen des Inkubators angeschafften Mess- und Diagnosesysteme ergänzen das hochwertige Spektrum der bereits vorhandenen Messtechnik. So haben Sie die Möglichkeit für jeden Anwendungsfall die richtige Strategie zu wählen.
  • In Ihrer Inkubator-Laufzeit werden Sie erkennen, welche Anforderungen an die Qualitätssicherung gestellt werden und hieraus das Alleinstellungsmerkmal für Ihr Start-up erarbeiten.
Weißlichtinterferometer auf einem hohen Gestell links im Bild, daneben rechts eine freigestellte schwarz glänzende Hochgeschwindigkeitskamera mit großem Objektiv vor weißem Hintergrund.

Werkstoffoberflächen (2017-2020)

Bereitstellung von Ressourcen spezieller Oberflächentechnik und –diagnostik

Werkstoff- und Bauteiloberflächen haben neben technischen oft auch optische und haptische Funktionen. Oberflächen bilden den Übergang zwischen einem Material und dessen Umgebung. In diesen Schichten spielen sich die wesentlichen Vorgänge beim Kontakt eines Körpers mit dessen Umgebung ab. Die Kenntnis über die Beschaffenheit der Oberflächenstruktur und der Oberflächenreaktivität bestimmt dabei maßgeblich den möglichen Einsatz eines Materials in einem Produkt oder klärt, warum es in einem bestehendem System versagt hat. Verschleiß, Korrosion und Werkstoffübertrag sind dabei häufig auftretende, zum Teil unerwünschte, Begleiterscheinungen deren Ursachen zu prüfen ist.

Neben Oberflächeneigenschaften in klassischen Anwendungen (z.B. geringste Rauheit bei Maschinenelementen) besteht der Schwerpunkt im Inkubator in der Erzeugung und Charakterisierung solcher Werkstoffoberflächen, die den Komfort von Produkten verbessern können. Hierzu zählen beispielsweise „warme“, griffsympathische und verschmutzungsarme Oberflächen (anti-fingerprint), die jeweils durch verschiedene physikalisch-chemische und technologische Eigenschaften hervorgerufen werden.

Darüber hinaus sind neue Produkte, besonders in den Bereichen Gesundheit und Sicherheit möglich, die auf folgenden Oberflächeneffekten beruhen:

  • Absorption elektromagnetischer Strahlung ( z.B. Elektrosmog im Wohn- und Arbeitsbereich)
  • Antimikrobielle Wirkung
  • Reflektion von Laserlicht (Arbeitssicherheit, Verhinderung des Missbrauchs von Laserpointer)
  • Schutz vor NFC- und RFID-Funkwellen (Schutz vor Datendiebstahl bei Bankkarten und elektronisch lesbaren Personaldokumenten

Auf der Basis solcher hier beispielhaftet aufgezeigten Produkte werden wir Gründungen unterstützen bzw. initiieren. Wir bieten mit unseren Aktivitäten auch langfristige Perspektiven für die Implementierung innovativer Oberflächentechnologien bei kleinen und mittelständischen Unternehmen verschiedener Branchen.

Laborgerät mit einem Metallarm und einer feinen Sonde, die auf ein kleines, dunkles Werkstück in einer Kammer gerichtet ist; an der Berührungsstelle entsteht ein violett leuchtender Funken bzw. Plasmaeffekt.
Logo der Förderer

Reibschweißen Industrie 4.0 (2017-2020)

Innovative Fertigungsverfahren für moderne Prozessketten

Große, geschlossene Reibschweißmaschine von KUKA in weiß-grauer Verkleidung mit Sichtfenster und Bedienpanel, freigestellt vor weißem Hintergrund.

Kern des ego.-INKUBATORs „Reibschweißen Industrie 4.0“ stellt ein hochmodernes Reibschweißzentrum dar, mit dem Kompetenzen in Hinblick auf „Industrie 4.0-gerechte Integration von betrieblichen Daten in ganzheitliche Prozessketten“ entwickelt werden.

Nutzer des ego.-INKUBATORs „Reibschweißen Industrie 4.0“ können an verschiedenen konkreten, praxisorientierten Projekten die technischen Möglichkeiten des Fügeverfahrens Reibschweißen kennenlernen. Mit der Entwicklung neuartiger Materialpaarungen werden neue technische Lösungsmöglichkeiten erschlossen. Das Wissen über diese technologischen Potentiale ermöglicht Einsparungen in vielen betrieblichen Problemstellungen.

Um eine optimale Prozesskette technischer Produkte zu erzielen, unterstützt das Land Sachsen-Anhalt die Hochschule bei der Finanzierung von gründungsbezogener Infrastruktur und Geräteausstattung. Die bisher bereitgestellten Mittel wurden für die Anschaffung einer hochmodernen Reibschweißmaschine verwendet, die die Grundlage zum Reibschweißen von Präzisionsteilen darstellt. Im Zuge einer Anschlussförderung wird der ego.-INKUBATOR um die Technologiepakete „Prozessvisualisierung“, „Härteprüftechnik“ sowie „Prozess- und Fertigungsmesstechnik“ ergänzt.

Mitarbeiter

Portrait der Mitarbeiter:in

Leiter ego.-Inkubator Reibschweißen Industrie 4.0/ Next Generation

Prof. Dr.-Ing. Frank Trommer

Tel.: (0391) 886 47 73
E-Mail: frank.trommer@h2.de

Ort: Campus Magdeburg, Haus 10, Raum 2.10

Portrait der Mitarbeiter:in

Leiter ego.-Inkubator Medizintechnik und Competence in Quality

Sen. Prof. Dr.-Ing. Harald Goldau

Tel.: (0391) 886 44 10
E-Mail: harald.goldau@h2.de

Ort: Campus Magdeburg, Haus 10, Raum 2.08

Kontakt

Portrait der Mitarbeiter:in

Prorektorin für Forschung, Entwicklung und Transfer

Prof. Dr. Kerstin Baumgarten

Tel.: 0391 886 41 05
E-Mail: pro_forschung@h2.de

Ort: Campus Magdeburg, Haus 3, Raum 1.06

Gefördert durch:

Logo der Förderer

Die Hochschule Magdeburg-Stendal erhält vom Land Sachsen-Anhalt, kofinanziert vom Europäischen Fond für regionale Entwicklung (EFRE) aus dem Programm ego.-INKUBATOR eine infrastrukturelle Förderung.

Hintergrund Bild