HiLSA – Hitzekompetenz gefährdeter Gruppen im Land Sachsen-Anhalt

Hintergrund
Immer heißere Sommer stellen uns alle vor neue Herausforderungen – besonders ältere Menschen oder Personen mit gesundheitlichen Einschränkungen. Hier setzt das Forschungsprojekt HiLSA an. Ziel des Projekts ist es, Menschen in Sachsen-Anhalt besser auf Hitzewellen vorzubereiten und ihre Gesundheit zu schützen.
HiLSA ist ein gemeinsames Forschungsprojekt der Hochschule Magdeburg-Stendal (Koordination) und der Hochschule Harz. Es wird durch den Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EFRE) und das Land Sachsen-Anhalt gefördert.
Das Projekt untersucht, wie sich Hitzewellen und UV-Strahlung auf die Gesundheit auswirken und was in der Versorgung verbessert werden kann. Ziel ist es, Wissen und praktische Fähigkeiten zu fördern, damit Menschen gesund durch extreme Hitzephasen kommen.
Gemeinsam mit Betroffenen, Fachkräften und Kommunen entwickelt HiLSA praxisnahe Empfehlungen und Materialien – zum Beispiel eine „Toolbox“ mit Informationen und Schulungsmaterial für Akteure in der Versorgung.
So trägt HiLSA dazu bei, Sachsen-Anhalt widerstandsfähiger gegen Hitze zu machen – und liefert Ideen, wie wir uns insgesamt besser an den Klimawandel anpassen können.
Das Team





Greta Sievert
Tel.: (0391) 886 45 13
E-Mail: greta.sievert@h2.de

Ena Peters
Tel.: (0391) 886 45 15
E-Mail: ena.peters@h2.de

Claudia Beck
Tel.: (0391) 886 45 41
E-Mail: claudia.beck@h2.de

Anna Luise Tempelhoff
Tel.: (0391) 886 46 12
E-Mail: anna.tempelhoff@h2.de

Justin Kring
Tel.: (0391) 886 45 89
E-Mail: justin.kring@h2.de
Aktuelles
Bis September 2026: Netzwerkanalyse
Im Rahmen einer Netzwerkanalyse werden die sozialen Unterstützungsstrukturen älterer und chronisch erkrankter Menschen untersucht. Ziel ist es, formelle und informelle Netzwerke sowie deren Bedeutung für den Umgang mit langanhaltender Hitze zu analysieren und mögliche Schutzpotenziale für die Gesundheit zu identifizieren.
Hierfür sind problemzentrierte Interviews in den Städten Magdeburg und Möser, sowie im Landkreis Wittenberg vorgesehen. Im Mittelpunkt stehen die individuellen sozialen Netzwerke der Befragten sowie die dort erlebten Austausch- und Unterstützungsleistungen im Kontext von Hitzebelastungen. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen dazu beitragen, bestehende Strukturen besser zu verstehen und gezielte Maßnahmen zur Stärkung der Hitzekompetenz zu entwickeln
Bis September 2026: Strukturierte Stadtteilbegehungen und Bevölkerungsbefragung
In Magdeburg und im Landkreis Anhalt-Bitterfeld finden aktuell in verschiedenen Gebieten Stadtteilbegehungen mit einem eigens dafür im Projekt entwickelten Beobachtungsbogen statt. Im Rahmen dieser Begehungen werden auch Befragungen von Einwohnerinnen und Einwohnern mittels StadtRaumMonitor durchgeführt. . Ziel ist die Bewertung des direkten Lebensumfeldes der Teilnehmenden.
Vergangene Aktivitäten:
Bis August 2026: Bevölkerungsbefragung
Seit Ende Juni 2026 wurde gemeinsam mit der AOK Sachsen-Anhalt eine wissenschaftliche Befragung durchgeführt. Ziel war es, Wissen, Verhalten und Erfahrungen im Umgang mit Hitzebelastungen zu erfassen. Auf dieser Grundlage sollen Förder- und Unterstützungsbedarfe identifiziert sowie praxisnahe Handlungsempfehlungen und Informationsangebote entwickelt werden.
Die Befragung richtete sich an ältere und chronisch kranke Versicherte in fünf Untersuchungsregionen: Dessau-Roßlau, Landkreis Anhalt-Bitterfeld, Landkreis Mansfeld-Südharz, Burgenlandkreis sowie Landkreis Jerichower Land. Die Stichprobe wurde durch die AOK Sachsen-Anhalt nach durch die Hochschule Magdeburg-Stendal festgelegten Kriterien gezogen und umfasst pro Region jeweils 1.000 Personen.
24.06.2026: World-Café
Diskussionsformat mit Akteuren im gesundheitlichen Hitzeschutz in Sachsen-Anhalt. Ziel war es, zu verstehen, mit welchen Maßnahmen relevante Akteure ihre Zielgruppen erreichen, mit welchen Institutionen sie zusammenarbeiten (wollen), vor welchen Herausforderungen sie bei der Maßnahmenumsetzung stehen und welche Potentiale sie sehen. Eine Zusammenfassung der Ergebnisse finden Sie hier.
Projektstudium 2025/2026
Im Wintersemester 2025 und Sommersemester 2026 haben Studierende im Rahmen ihres Projektstudiums verschiedene Projektideen zum Thema „Hitze und Gesundheit“ entwickelt. Das Projektstudium ist ein praxisorientiertes Lehrmodul im Bachelorstudiengang Gesundheitsförderung und -management an der Hochschule Magdeburg-Stendal. Es richtet sich an Studierende im 3. und 4. Fachsemester und verbindet theoretisches Wissen mit konkreter Projektarbeit.
Hitze und Schwangere - Mutterpasshülle inklusive integrierter Informationskarte
Heattention - eine Hitzeschutz-Toolbox für Dialysepatientinnen und -patienten
Hitzeheld - ein niedrigschwelliges Hitzeschutz-Set für obdachlose Menschen
HeatCare for dementia – ein Informationsflyer für Angehörige von Menschen mit Demenz
Publikationen
Eine aktuelle Übersicht zu projektbezogenen Publikationen finden Sie im Forschungsportal Sachsen-Anhalt.
Gefördert durch:

Laufzeit: 01.01.2024 – 31.12.2027
Förderkennzeichen: ZS/2023/12/182328
Finanzierung: Dieses Projekt wird vom Land Sachsen-Anhalt und dem Europäischen Fonds für regionale Entwicklung (EU-EFRE) gefördert.

