Frequently Asked Questions (FAQs)

Promovieren - Was bedeutet das?

Eine Promotion kennzeichnet sich durch

"die eigene, selbständige und originäre Forschungsleistung, die zum Erkenntnisfortschritt im jeweiligen Fach beiträgt. [...] Gegenstand der Promotionsphase ist das Vertiefen selbständigen wissenschaftlichen Arbeitens. Die gute Praxis wissenschaftlichen Arbeitens zu erlernen, ist hingegen Teil des Studiums [...]".

(Wissenschaftsrat 2011: Anforderungen an die Qualitätssicherung der Promotion - Positionspapier des Wissenschaftsrates, S. 8)

Die Promotion setzt sich zusammen aus einer schriftlichen Leistung und einer mündlichen Leistung: der Dissertation und der Disputation.

Dissertation: An den Promotionszentren promovieren Sie entweder monographisch oder kumulativ. Eine Monografie ist eine zusammenhängende, ‚große‘ wissenschaftliche Arbeit. Eine kumulative Dissertation besteht aus mehreren in engem Zusammenhang stehenden Veröffentlichungen in international anerkannten Fachzeitschriften und einem Manteltext, der die Veröffentlichungen miteinander verbindet.

Disputation: In der mündlichen Prüfung wird die Dissertation einem breiten Publikum vorgestellt und vor einer Promotionskommission verteidigt. An manchen Universitäten wird ein Rigorosum durchgeführt. Das ist eine Prüfung, die über die Doktorarbeit hinausgeht und auch Inhalte des Studiums prüft. An den Promotionszentren gibt es kein Rigorosum.

Direkt im Anschluss an die Disputation erhalten Geprüfte ihre Gesamtnote, die sich gewichtet aus der Note für die Dissertation und der Note der Disputation zusammensetzt. Das Promotionsverfahren ist damit abgeschlossen. Um den Doktortitel jedoch tragen zu dürfen, muss die Dissertation erst veröffentlicht werden.

Promovieren - Warum?

Bevor Sie mit dem Promotionsvorhaben beginnen, sollten Sie sich fragen, was Ihre Beweggründe für eine Promotion sind und welche Motivation sich dahinter verbirgt. Suchen Sie das Gespräch mit Ihrer Betreuungsperson, mit Ihrer Familie und Freunden und erötern Sie gemeinsam diese Fragen.

Folgende Gründe könnten Sie zur Promotion bewegen:

  • Für bessere Karriereaussichten und ein besseres Gehalt
  • Um den Titel zu haben
  • Um Zeit nach dem Studium zu gewinnen, weil man noch nicht weiß, wo es eigentlich hingehen soll
  • Zum Lernen und Forschen
  • Zum Wissen schaffen und um die Welt zu ändern

(entnommen aus: Noeske, Rott, Hille 2023: Survival Guide Wissenschaft. (Über-)Lebenstipps für akademische Karrieren. Berlin: Springer.)

Manche dieser Gründe sind stärker als andere. Wenn man nur promovieren möchte, um einen Doktortitel auf der Visitenkarte zu haben, wird der Weg sehr lang und schwierig. Man sollte auf jeden Fall Spaß am Forschen haben.

Ob sich die Karriereaussichten und das Gehalt mit der Promotion tatsächlich steigern, unterscheidet sich je nach Fachrichtung und Karrierevorstellungen.

Promovieren - Wie?

An der Hochschule Magdeburg-Stendal können Sie nur einen individuellen Promotionspfad einschlagen. Das bedeutet, dass Sie individuell mit Ihrer Betreuungsperson ihre Promotion planen und durchführen. Es gibt derzeit keine strukturierten Promotionsprogramme, d.h. Promotionsstudiengänge, an der Hochschule.

Promovieren können Sie an der Hochschule Magdeburg-Stendal auf zwei Arten:

  • An einem Promotionszentrum: Seit Mai 2021 können die Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Sachsen-Anhalt Nachwuchswissenschaftler*innen selbstständig zum Doktorgrad führen. Dafür wurden fünf Promotionszentren (PZ) gegründet. In diesen PZ sind diejenigen Professor*innen der Hochschule Mitglied, die Promotionen eigenständig betreuen dürfen. An der Hochschule Magdeburg-Stendal gibt es das PZ Umwelt & Technik und das hochschulübergreifende PZ Sozial-, Gesundheits- und Wirtschaftswissenschaften im Verbund mit den Hochschulen Anhalt, Harz und Merseburg. Professor*innen, die nicht in einem PZ Mitglied sind, können Promovierende nur über eine kooperative Promotion mit einer Universität betreuen.
  • Kooperativ mit einer Universität: Das bedeutet, dass die erstbetreuende Person, d.h. ein*e Professor*in, an einer Universität oder an einer anderen Hochschule mit Promotionsrecht sitzt. An der Hochschule Magdeburg-Stendal arbeitet die zweitbetreuende Person. Diese Promovierenden sind an die Promotionsordnung der Universität gebunden und unterstehen den Entscheidungen des dortigen Promotionsausschusses. Sie können sich an unserer Hochschule aber trotzdem immatrikulieren und kostenfrei an Angeboten für Promovierende teilnehmen.

Immatrikulation an der Hochschule Magdeburg-Stendal

Promovierende der Promotionszentren, deren Erstbetreuer*in an der Hochschule Magdeburg-Stendal arbeitet, und kooperativ Promovierende, deren Zweitbetreuer*in an der Hochschule Magdeburg-Stendal arbeitet, können sich an der Hochschule Magdeburg-Stendal immatrikulieren.

Dazu können Sie den Immatrikulationsantrag ausfüllen und digital unterschrieben per Mail mit den erforderlichen Unterlagen an Mandy Mattke (Immatrikulationsamt) schicken.

Immatrikulationsantrag Promotion (PDF)

Informationen zur Immatrikulation von Promovierenden (PDF)

Lila grafisches Logo mit mehreren übereinander gestapelten quadratischen Blättern auf der linken Seite; rechts daneben der Schriftzug „Promovieren an Hochschulen für angewandte Wissenschaften Sachsen-Anhalt“ auf hellem Hintergrund.

Kontakt

Portrait der Mitarbeiterin

Promotionszentrum Sozial-, Gesundheits- und Wirtschafts-wissenschaften 
und für kooperativ Promovierende

Josephin Winkler


Tel.: (03931) 2187 38 12
E-Mail: josephin.winkler@h2.de

Ort: Campus Stendal, Haus 3, Raum 1.18

Vereinbaren Sie einen Beratungstermin.

Telefonische Sprechzeiten:

Montags 12–13 Uhr

Mittwochs 11–12 Uhr

Portrait der Mitarbeiterin

Promotionszentrum Umwelt und Technik und für kooperativ Promovierende

Kerstin Tänzer

Tel.: (0391) 886 49 92
E-Mail: kerstin.taenzer@h2.de

Ort: Campus Magdeburg, Forschungs- und Entwicklungszentrum FEZ, Raum 3.02 

Vereinbaren Sie einen Beratungstermin.

Hintergrund Bild