Gewinner des Right Livelihood Award auf dem Campus Stendal

One People. One Ocean. One Journey: die Lage ist nicht nur auf den Pazifikinseln ernst. Foto: www.onlyideastudios.com

One People. One Ocean. One Journey: die Lage ist nicht nur auf den Pazifikinseln ernst. Foto: www.onlyideastudios.com

Stendal. Wie können junge Menschen aus kleinen Inselstaaten weltweit politische Debatten verändern? Welche Verantwortung tragen Staaten im Umgang mit dem Klimawandel? Und wie gelingt gesellschaftliches Engagement auch unter schwierigen globalen Bedingungen? 
Mit diesen Fragen beschäftigt sich die öffentliche Veranstaltung am 3. Juni ab 13.30 Uhr im Audimax der Hochschule Magdeburg-Stendal. 


Zu Gast in Stendal ist Abdul Mufeez Shaheed von der Organisation Pacific Islands Students Fighting Climate Change (PISFCC) – einer der aktuellen Träger des international renommierten Right Livelihood Award, der auch als „Alternativer Nobelpreis“ bekannt ist. Die Veranstaltung findet in englischer Sprache statt. Eine Anmeldung ist nicht nötig. Der Eintritt ist frei.

Der Right Livelihood Award zeichnet weltweit Menschen und Organisationen aus, die sich in besonderer Weise für Menschenrechte, Frieden, Demokratie, Nachhaltigkeit und Klimagerechtigkeit einsetzen. Im Mittelpunkt stehen Persönlichkeiten und Initiativen, die nicht nur Missstände benennen, sondern konkrete Wege für eine gerechtere und zukunftsfähige Welt aufzeigen. Gerade diese starke Werteorientierung macht den Preis international so besonders.

In diesem Jahr steht das Thema Klimagerechtigkeit im Mittelpunkt. Die Organisation Pacific Islands Students Fighting Climate Change (PISFCC) wurde 2019 von Studierenden der University of the South Pacific gegründet. Sie macht weltweit auf die dramatischen Folgen des Klimawandels für pazifische Inselstaaten aufmerksam und verbindet Klimaaktivismus mit Menschenrechtsfragen und der politischen Beteiligung junger Menschen.

Internationale Aufmerksamkeit erlangte die Organisation insbesondere durch ihre Initiative, den Klimawandel vor den Internationalen Gerichtshof zu bringen. Auf ihr Engagement hin verabschiedete die UN-Generalversammlung 2023 eine Resolution, die ein Gutachten des Internationalen Gerichtshofs zu den Verpflichtungen von Staaten im Umgang mit dem Klimawandel anfordert. Die Veranstaltung bietet die Möglichkeit, mit einem Vertreter dieser international beachteten Bewegung direkt ins Gespräch zu kommen und über globale Verantwortung, gesellschaftliches Engagement und Zukunftsfragen zu diskutieren.

Beeindruckt von der Arbeit der Preisträger haben die H. u. H. Kaschade Stiftung, die Hochschule Magdeburg-Stendal und die Hansestadt Stendal eine gemeinsame Veranstaltungsreihe mit aktuellen Gewinnern des Alternativen Nobelpreises ins Leben gerufen. Ziel der Reihe ist es, internationale gesellschaftliche Debatten nach Stendal zu holen und Räume für Austausch, Diskussion und Perspektivwechsel zu schaffen. Die Reihe begann im Jahr 2024 mit einem Besuch der Organisation SOS MEDITERRANEE, die für ihren Einsatz zur Rettung von Menschenleben im Mittelmeer ausgezeichnet wurde. Im Jahr 2025 war der palästinensische Menschenrechtsaktivist Issa Amro in Stendal zu Gast und berichtete über seinen Einsatz für gewaltfreien Widerstand und Menschenrechte im Westjordanland.

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Pressesprecher Norbert Doktor

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Norbert Doktor

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