Hochschule auf der Grünen Woche in Berlin
Dorothee Bär, Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt besuchte den Stand der sachsen-anhaltischen Hochschulen am 20. Januar. Foto: Hochschule Anhalt/Simone Keim
Am 16. Januar 2026 startet die Grüne Woche in Berlin, wo die Hochschule Magdeburg-Stendal bis zum 25. Januar in Halle 23 mit mehreren Projekten am Stand 243 zu finden ist.
Die Arbeitsgruppe „Abfallaufbereitungstechnik und Luftreinhaltung“ des Studienganges Recycling und Entsorgungsmanagement um Prof. Dr. Carsten Cuhls stellt zwei Forschungsvorhaben vor: das Projekt „NEmGem“ zur Verringerung der Lachgas- und Ammoniakemissionen durch Verarbeitung von Ernterückständen im Gemüsebau sowie das Projekt „ReStrat“, das darauf abzielt, pflanzliche Reststoffe wie Holzfasern gezielt zu verändern, um klimafreundliche Substrate zu erzeugen.
Ebenfalls aus dem Fachbereich Wasser, Umwelt, Bau und Sicherheit präsentieren Prof. Dr. Jürgen Wiese und Dr. Ingolf Seick, wie eine flexible Strom- und Wärmeproduktion auf Biogasanlagen funktioniert. Im FuE-Projekt „flexigast“ haben sie ein Verfahren entwickelt, bei dem sowohl die Temperatur im Fermenter gezielt gesteuert als auch die Zufuhr des organischen Materials flexibel angepasst wird. Diese Kombination ermöglicht eine bedarfsgerechtere Biogasproduktion. Die Entwicklung wurde 2025 auf dem Biogas-Innovationskongress mit dem Wissenschaftspreis in Gold des Deutschen Bauernverbandes ausgezeichnet.
Nach ihrem Besuch der Grünen Woche am 20. Januar sagt Rektorin Prof. Dr. Manuela Schwartz: „Dr. Dorothee Bär, Bundesministerin für Forschung, Technologie und Raumfahrt (BMFTR), hat zum 100. Geburtstag der Grünen Woche den Stand der Hochschulen des Landes Sachsen-Anhalt besucht. Der kurze Einblick in Forschungsvorhaben war ebenso wichtig wie die Erkenntnis, dass sich Sachsen-Anhalt auf der Grünen Woche als ein gemeinschaftliches und kollegiales Hochschul- und Forschungsland präsentiert. Aus dem mehrtägigen Miteinander am Stand sind schon jetzt Ideen für neue Kooperationsvorhaben zwischen HAW und Unis im Land und für eine Fortsetzung der Grünen Woche in 2027 entstanden.“
Bereits seit 100 Jahren gibt es die Grüne Woche, auf der Entwicklungen im Bereich Ernährung, Landwirtschaft und Gartenbau gezeigt werden. Sie bietet außerdem aktuellen gesellschaftlichen Fragen wie Klimaschutz, Kreislaufwirtschaft, Ressourcenschonung und nachhaltige Landnutzung eine Bühne.
Weitere Infos zur Grünen Woche
www.gruenewoche.de
(Meldung am 21.1.2026 ergänzt, Foto getauscht)


