Internationalisierung zuhause

Gemeinsam mit Professoren aus zwei Fachbereichen arbeiten Marija Grlanska (2.v.l.) und Jana Wieser (r.) an der Förderung interkultureller Kompetenzen an der Hochschule. Foto: Marik Pechauf

Gemeinsam mit Professoren aus zwei Fachbereichen arbeiten Marija Grlanska (2.v.l.) und Jana Wieser (r.) an der Förderung interkultureller Kompetenzen an der Hochschule. Foto: Marik Pechauf

An der Hochschule Magdeburg-Stendal startet am 13. April 2026 eine englischsprachige Ringvorlesung, die sich den Themen Internationalisierung und interkulturelle Kompetenzen widmet. Unter dem Titel „Diversity – Inclusion – Participation“ laden die Dozierenden nicht nur Hochschulangehörige, sondern auch interessierte Bürger ein, aktuelle gesellschaftliche Fragen zu diskutieren.

Die Themen reichen von Diversität und politischer Partizipation über soziale Innovationen und solidarische Ökonomien bis hin zu Mehrsprachigkeit im Gesundheitswesen. So wird am 27. April über soziale Unternehmensgründungen als Motor für Inklusion diskutiert, am 11. Mai geht es um Chancen und Grenzen der Mehrsprachigkeit in der Pflege, und am 15. Juni stehen kulturelles Erbe und Teilhabe in ländlichen ostdeutschen Regionen im Fokus.

Entstanden ist die Idee in einem durch die EU und das Land Sachsen-Anhalt geförderten Projekt der Fachbereiche Soziale Arbeit, Gesundheit und Medien sowie Angewandte Humanwissenschaften. „Wir wollen, dass Studierende, Lehrende und Mitarbeitende lernen, mit Menschen aus unterschiedlichen kulturellen Hintergründen ins Gespräch zu kommen, Unterschiede zu verstehen und gegenseitiges Verständnis zu entwickeln“, sagt Projektmitarbeiterin Jana Wieser. Dabei gehe es nicht nur um theoretisches Wissen: „Das ist wichtig, weil Menschen weltweit immer stärker miteinander arbeiten und leben. Insbesondere Studierende sollen so besser auf ihr späteres Berufsleben vorbereitet werden.“

Die Ringvorlesung ist erst der Anfang: Geplant sind zudem ein Zertifikatsprogramm für interkulturelle Kompetenzen sowie ein englischsprachiges Semesterprogramm für Austauschstudierende. Ziel sei es, „Internationalisierung auch ohne Auslandsaufenthalt zu ermöglichen – eine Art ‚Internationalisierung zuhause‘“, erklärt Jana Wieser. So könnten alle Studierenden internationale Perspektiven kennenlernen – auch jene, für die ein Aufenthalt im Ausland aufgrund körperlicher oder psychischer Einschränkungen, finanzieller Hürden oder familiärer Verpflichtungen schwer realisierbar ist.

Ein weiterer Schwerpunkt liegt auf dem Ausbau internationaler Partnerschaften, um die Mobilität von Studierenden und Mitarbeitenden zu erhöhen. So wurde bereits mit der Mount Royal University in Kanada eine Kooperation abgeschlossen. Ab dem Wintersemester können Studierende dort ein Austauschsemester verbringen. Projektmitarbeiterin Marija Grlanska wisse aus eigener Erfahrung: „Austausch erweitert den Horizont, fördert Toleranz und kultursensibles Handeln.“

Langfristig richtet das Projekt den Blick auch auf die berufliche Weiterbildung. Geplant sind Angebote für Mitarbeitende, die sie für die Arbeit in sozialen, gesundheitlichen und pädagogischen Berufen interkulturell sensibilisieren. „So ausgebildete Fachkräfte stärken Unternehmen und Institutionen in Sachsen-Anhalt, steigern deren internationale Wettbewerbsfähigkeit und legen die Grundlage für zukünftige Kooperationen in Wissenschaft und Forschung“, erläutert Marija Grlanska.

Die Ringvorlesung startet am 13. April 2026 und läuft bis Ende Juni. Interessierte können sich unter dip-projekt@h2.de anmelden. 

Zum Programm der Ringvorlesung

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