Otto-von-Guericke-Stipendium 2026 für Ola Halawa

Prof. Dr. Claudia Fülle, Ola Halawa, Oberbürgermeisterin Simone Borris (v. r.) im Rathaus der Landeshauptstadt. Foto: Romy Buhr

Prof. Dr. Claudia Fülle, Ola Halawa, Oberbürgermeisterin Simone Borris (v. r.) im Rathaus der Landeshauptstadt. Foto: Romy Buhr

Die Studentin Ola Halawa von der Hochschule Magdeburg-Stendal und Abin Gireesan Karthik, der an der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg studiert, wurden am 8. Oktober 2026 für ihre herausragenden Leistungen in Wissenschaft und Gesellschaft gewürdigt. Das Stipendium unterstützt ihr Engagement mit jeweils 6.000 Euro, die aus dem städtischen Haushalt finanziert werden.

Ola Halawa ist 2015 aus Syrien nach Deutschland gekommen und hat als Mutter von drei Kindern eine Heimat in Magdeburg gefunden. In Syrien studierte sie drei Jahre Psychologie und führt ihre akademische Laufbahn mit einem Studium der Sozialen Arbeit in Magdeburg weiter. Langfristig möchte sie sich im Bereich Traumapädagogik und Kultursensibilität spezialisieren. 

An der Hochschule setzt sie sich im Kontext der Antidiskriminierungsarbeit auf verschiedene Weisen für die internationalen Studierenden ein. Neben dem Studium arbeitet sie als pädagogische Mitarbeiterin im Betreuten Einzelwohnen beim Heimverbund MiTTeNDRiN und betreut dort Jugendliche und junge Erwachsene in ihrem Alltag. Zudem engagiert sie sich ehrenamtlich im Umfeld ihrer Kinder, etwa als Elternsprecherin und als Unterstützerin des 1. FC Magdeburg, bei dem ihre Tochter in der Mädchenmannschaft spielt.  Ihr Ankommen in einer neuen Gesellschaft sowie ihre Erfahrungen mit Sprache, Integration und sozialer Teilhabe haben Ola Halawa persönlich stark geprägt. Sie ist ein überzeugendes Beispiel für gesellschaftliches und soziales Engagement, weshalb ihr das Otto-von-Guericke-Stipendium 2026 verliehen wurde.

Abin Gireesan Karthik ist 2024 nach Magdeburg gekommen, um an der Otto-von-Guericke Universität den Masterabschluss im englischsprachigen Studiengang „International Technical und Vocational Education and Training“ zu erlangen. Zielstrebig und erfolgreich verfolgt er dieses Ziel und finanziert sein Studium nebenbei durch die Arbeit in zwei Jobs, unter anderem bei Vitanas Dementia, einem Demenzzentrum in Magdeburg.
Zusätzlich nimmt er sich die Zeit für die Belange seiner Mitstudierenden und engagiert sich in seiner Fakultät, betreut neu ankommende Studierende und wirkt bei der Implementierung eines Buddyprogramms mit. Seit zwei Jahren ist er gewähltes Mitglied im Fachschaftsrat der Fakultät für Humanwissenschaften und setzt sich dort für die Interessen der internationalen Studierenden ein. Seit September 2026 ist er Mitglied des Senats. Weiterhin wirkt er als Mitorganisator von interkulturellen Projekten und Veranstaltungen des Vereins „Mallus“, einem Kulturverein mit Menschen aus der indischen Region Kerala in Magdeburg. Zudem ist er Mitbegründer der Initiative „Voice of Internationals“, die internationale Studierende für die Gremien der Universität aktiviert. 

Oberbürgermeisterin Simone Borris überreichte gemeinsam mit Prof. Dr. Claudia Fülle, kommissarische Prorektorin für Studium und Internationales an der Hochschule Magdeburg-Stendal, und Prof. Dr. rer. nat. habil. Helmut Weiß, Prorektor für Planung und Haushalt der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg, im Alten Rathaus die Stipendien-Urkunden.
(aus einer PM der Landeshauptstadt)

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Norbert Doktor

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