Studentische Forschung aus Stendal im Bundestag

Studentin Natalie Wesnigk mit ihrem Poster Paul-Löbe-Haus in Berlin. Foto: Marleen Kloska

Studentin Natalie Wesnigk mit ihrem Poster Paul-Löbe-Haus in Berlin. Foto (mit KI bearbeitet): Marleen Kloska

Stendal/Berlin. Studentische Forschung aus Stendal war am 25. Juni 2026 im Deutschen Bundestag vertreten: Natalie Wesnigk, Studentin an der Hochschule Magdeburg-Stendal und studentische Hilfskraft am Kompetenzzentrum Inklusive Bildung Sachsen-Anhalt (KIB), nahm gemeinsam mit Marleen Kloska, Gesamtkoordination des KIB, an der Eröffnung der Ausstellung „Poster im Bundestag: Wissenschaftsfreiheit – die Freiheit zu forschen“ im Paul-Löbe-Haus in Berlin teil.

Mit ihrem Poster „Vom Formular zur Persönlichkeit – kann Künstliche Intelligenz echte Teilhabe ermöglichen?“ gehörte Natalie Wesnigks Forschungsposter zu den 44 ausgewählten Beiträgen, die im Rahmen der Ausstellung präsentiert werden. Insgesamt waren mehr als 100 Bewerbungen eingegangen. Das Forschungsprojekt realisierte sie gemeinsam mit Prof. Dr. Matthias Morfeld, Professor an der Hochschule Magdeburg-Stendal und wissenschaftliche Leitung des KIB, Marleen Kloska und Wiebke Göbel, pädagogische Leitung des KIB.

Im Mittelpunkt des Posters steht die Frage, ob Künstliche Intelligenz Teilhabeplanverfahren nach § 19 SGB IX unterstützen kann. Das Verfahren dient dazu, Reha- und Teilhabeleistungen für Menschen mit Behinderungen besser zu koordinieren. Dabei sollen individuelle Bedarfe, Barrieren, Ressourcen, Ziele und Maßnahmen erfasst und gemeinsam geplant werden.

KI kann helfen, Teilhabeplanung besser zu gestalten

Das Forschungsprojekt beantwortet die Frage differenziert: Künstliche Intelligenz kann echte Teilhabe nicht automatisch herstellen und keine fachliche Verantwortung ersetzen. Sie kann aber dazu beitragen, Teilhabeplanung individueller, transparenter und nachvollziehbarer zu gestalten, wenn sie verantwortungsvoll eingesetzt und fachlich gut eingebettet wird. Entscheidend ist dabei die Qualität der erhobenen Informationen. Nur wenn die Lebenssituation der leistungsberechtigten Personen möglichst genau sichtbar wird, kann KI passgenaue Vorschläge unterstützen.

Für Natalie Wesnigk war die Teilnahme eine besondere Gelegenheit, ihr Forschungsthema an einem politischen Ort sichtbar zu machen. „Der Austausch mit anderen Studierenden sowie politischen Vertreterinnen und Vertretern hat mir gezeigt, wie vielfältig studentische Forschung ist und welchen Beitrag sie zu gesellschaftlichen Fragen leisten kann.“, sagt die Studentin.

Die Ausstellung ist vom 26. Juni bis 17. Juli 2026 im Paul-Löbe-Haus zu sehen. 

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