2021

Workshop I: Solidarische Stadtbürgerschaft

Dr. Sevasti Trubeta – Hochschule Magdeburg-Stendal

Mehrere europäische Städte haben Stadtbewohnern:innen, die aufgrund ihres ungeregelten Aufenthaltsstatus oder ihrer Migrations- und/oder Fluchtbiografie benachteiligt werden, umfassende Bürgerrechte erteilt. Infolgedessen wird die Teilhabe benachteiligter Menschen mit Migrations- und Fluchtbiografie in den urbanen Sozialraum durch ein breites Netzwerk von lokalen Akteur:innen (Institutionen, bürgergesellschaftlichen Trägern, Bildungseinrichtungen, etc.) gefördert und schließlich durch institutionalisierte Aktionen (wie die Einführung des „Stadtausweises für Alle“) gewährleistet. Dies hat eine besondere Bedeutung für Kinder und ihren Zugang zur Bildung und zu kinderrelevanten Einrichtungen.

Beim ersten Austausch- und Vernetzungstreffen der Arbeitsrunde „Solidarische Stadtbürgerschaft“ wird über die Umsetzungsmöglichkeit dieses Modells im Landkreis Stendal diskutiert. Welche Erfahrung aufgrund früherer und/oder laufender Initiativen können lokale/regionale Akteur:innen einbringen?

Präsentation

Workshop II: Fachkräfte für die Region

Prof. Dr. Susanne Borkowski, Prof. Dr. Volker Wiedemer – Hochschule Magdeburg-Stendal

Die Altmark hat zwei zentrale Probleme, die auf den ersten Blick widersprüchlich erscheinen. Der Fachkräftemangel ist so erheblich, dass die öffentliche Daseinsvorsorge gefährdet ist. Bspw. sind bereits heute fast doppelt so viele offene Ausbildungsstellen wie unversorgte Bewerber:innen gemeldet. Es steht zu befürchten, dass der bevorstehende Wechsel vom Arbeits- in das Rentenleben der zahlenmäßig am stärksten vertretene Altersgruppe bei den Beschäftigten dies in den kommenden 15 Jahren noch verstärken wird. Gleichzeitig hat die Region im bundesvergleich höchste Quoten bzgl. Jugendarmut (12,7%), Schul- (11,8%) und Ausbildungsabbrüchen (38%). Die seit Jahren überdurchschnittlich hohen Investitionen durch Bund, Land, Kommunen, Agentur für Arbeit, Wirtschaft und Zivilgesell deuten jedoch darauf hin, dass es scheinbar nur in Ansätzen gelingt, die damit adressierten Probleme wirkungsvoll zu lösen.

Die Hochschule Magdeburg-Stendal hält eine hohe fachliche Expertise im Bereich der Sozial- und Wirtschaftswissenschaften am Standort Stendal vor. Die Akteur:innen in der Altmark verfügen über eine hohe Expertise in der praktischen Umsetzung arbeitsmarktpolitischer Bildungsangebote. Wir wollen die gemeinsame Arbeitsrunde nutzen, um mit regionalen Akteur:innen über die Erfahrungen und erlebten Herausforderungen ins Gespräch zu kommen. Dies kann die Basis sein, um ausgehend von regionsspezifischem Wissen an der Entwicklung nachhaltiger und abgestimmter Strukturen zu arbeiten, um mittel- und langfristig Schulabbruch und Fachkräftemangel spürbar und messbar zu reduzieren.

Präsentation

Protokoll

Workshop III: Die Altmark – eine Gesundheitsregion?!

Prof. Dr. Matthias Morfeld – Hochschule Magdeburg-Stendal

Eine Gesundheitsregion widmet sich vorrangig den Handlungsfeldern Gesundheitsförderung und Prävention, der Rehabilitation, der Pflege sowie der Gesundheitsversorgung. Ziel ist es, die medizinische Versorgung sowie die Prävention, Pflege und Rehabilitation in der Region zu verbessern und eine sektorenübergreifende Zusammenarbeit herzustellen und zu optimieren.

Der Workshop soll dazu dienen verschiedene Protagonist:innen der Region aus den Bereichen Gesundheitsversorgung, Prävention, Rehabilitation und Pflege zusammen zu führen und gemeinsam zu diskutieren wo mögliche Felder der Optimierung bestehen und wo mögliche Handlungsfelder liegen die bisher nur vereinzelt in den Blick genommen wurden und Potentiale eine verbesserten Zusammenarbeit liegen.

Protokoll

2020

„Sorgearbeit: Was sie umfasst und warum sie systemrelevant ist - Feministisch-
ökonomische Perspektiven für einen sozialen und ökologischen Wandel“

Prof. Dr. Christine Bauhardt - Humboldt-Universität zu Berlin

Sorgearbeit ist gesellschaftlich notwendige Arbeit, sie findet bezahlt in den Sektoren von Erziehung, Bildung und Pflege und unbezahlt in der Privatsphäre des Haushalts statt. Sie widmet sich den unmittelbaren Lebensbedürfnissen von Menschen in ihrer Abhängigkeit von anderen Menschen und ist eingebettet in die natürlichen Lebenskreisläufe. Während des Lockdowns hat sich gezeigt, dass die Lebenssorge nach wie vor beziehungsweise wieder erneut in die Verantwortung von Frauen verwiesen wird. Sie wurde in der Corona-Krise plötzlich als systemrelevant erkannt, aber es scheint so, als ob diese Erkenntnis nur von kurzer Dauer war.

Präsentation

Workshop I: Partizipation in Kitas im ländlichen Raum

Prof. Dr. Katrin Reimer-Gordinskaya und Britta Wiese – Hochschule Magdeburg-Stendal, Kompetenzzentrum Frühe Bildung (KFB) sowie Dr. Myriam Schwarzer und Dr. Friederike Heller – DisKurs e.V.

Zum Hintergrund

Kindertageseinrichtungen stellen eine zentrale soziale Infrastruktur für Familien im ländlichen Raum und den ersten außerfamiliären Bildungsort für Kinder dar. Im Sinne des Gedankens der ,Bildung von Anfang an’ hat sich in den vergangenen 15 Jahren die Erkenntnis durchgesetzt, dass auch Demokratie als Lebensweise ,von Anfang an’ gestaltet werden kann und muss. Dabei geht es darum, Teilhabe und Partizipation von Kindern, Eltern und Fachkräften zu ermöglichen. Durch ihre Potenziale und Ressourcen kommt Kindertageseinrichtungen insbesondere im (strukturschwachen) ländlichen Raum hierbei eine besondere Bedeutung. Im Workshop werden unterschiedliche Handlungsstrategien zur Initiierung und Weiterentwicklung von ,Partizipation’ in Einrichtungen im ländlichen Raum vorgestellt und in Kleingruppen miteinander vertieft.

Zur Veranstaltung

Einen Ansatz der Organisationentwicklung veranschaulichen Dr. Myriam Schwarzer und Dr. Friederike Heller am Beispiel des Projekts „mitgemacht-Partizipationswerkstatt Kita“. Das durch die Robert Bosch Stiftung geförderte Projekt führt thüringenweit Fortbildungen und Prozessbegleitungen für Kindertagesstätten-Teams zum Thema ,Partizipation’ durch. Mittels einer systemisch-partizipativen Arbeitsweise werden hierdurch Professionalisierungs- und Organisationsentwicklungsprozesse in Kitas unterstützt.

Anschließend stellt Britta Wiese Erkenntnisse aus der wissenschaftlichen Begleitung dieses Projekts vor. Dabei geht es um Vorstellungen von Partizipation und partizipativen Entscheidungsprozessen aus unterschiedlichen Perspektiven (Kinder, Fachkräfte, Eltern). Zudem wird der Einbezug der einzelnen Akteure in die Abläufe und Entscheidungsprozesse dargestellt. Insgesamt kann so Einblick in die Wahrnehmung von Partizipationsmöglichkeiten, Herausforderungen und Gelingensbedingungen für Organisationsentwicklungen gegeben werden.

Prof. Dr. Katrin Reimer-Gordinskaya gibt Einblick in generationale Machtverhältnisse/Adultismus und die Methode ,Wahrnehmen-Deuten-Handeln’, die im Bundesmodellprojekt "KiWin – Mit Kindern in die Welt der Vielfalt hinaus" entwickelt wurde. Ausgehend von konkreten Alltagssituationen (Wahrnehmen) kann miteinander überlegt werden, in welcher Weise die Situationen mit ,Partizipation’ zu tun haben (Deuten) und wie Beteiligungsrechte von Kindern erweitert werden können (Handeln).

Im Anschluss an die Inputs folgt eine Workshopphase, in der die Teilnehmenden die vorgestellten Inhalte gemeinsam mit den Workshopleiterinnen vertiefen und diskutieren können. Gemeinsam wollen wir über aktuelle Entwicklungen, bereits vorhandene Erfahrungen und Zukunftsperspektiven diskutieren: Welche Rahmenbedingungen brauchen partizipative Prozesse? Welche Erwartungen haben pädagogische Fachkräfte und Trägervertretungen im Rahmen von Organisationsentwicklungen in Hinblick auf Partizipation? Wie kann Partizipation niedrigschwellig und alltagsnah umgesetzt werden? Welche Herausforderungen bestehen insbesondere für den ländlichen Raum und wie kann eine Umsetzung gelingen?

Neben dem Erfahrungsaustausch steht auch, in bekannter Tradition der Altmärkischen Netzwerkkonferenz, die Vernetzung untereinander und das gemeinsame Entwickeln von Ideen im Zentrum der Veranstaltung

Workshop II: Diskriminierungsschutz an meiner Schule voranbringen – ein Workshop für Fachkräfte in Schulen und interessierte Schüler*innen

Janine Weidanz, Antidiskriminierungsstelle Sachsen-Anhalt und Maike Simla, wiss. Mitarbeiterin im Teilprojekt Bildungslandschaften im ländlichen Raum (TransInno_LSA) und Koordinatorin Netzwerk RESPEKT. Für Teilhabe und gegen Diskriminierung im LK SDL

Diskriminierung in der Schule lässt sich von der Einschulung bis hin zum Abschluss beobachten – von offenen Pöbeleien und Ausgrenzung bis zu schlechteren Bildungschancen. Oft fehlt es aber noch an Handlungssicherheit, wie mit dem Thema als Fachkraft umzugehen ist. Im letzten Jahr gab es bereits einen Workshop, in dem wir uns mit der Rolle von Fachkräften in Schulen bezogen auf das Thema Diskriminierung auseinandergesetzt und gemeinsam Bedarfe herausgearbeitet haben. Dieses Jahr wollen wir das Thema noch konkreter angehen und herausarbeiten, wie Fachkräfte – aber auch Schüler*innen, das Thema Diskriminierungsschutz in ihrer Schule, bei Kolleg*innen und (Mit-)Schüler*innen voranbringen können. Folgende Fragen sollen u.a. behandelt werden: Was können erste Schritte sein, um Diskriminierungsschutz in meiner Schule zum Thema zu machen? Mit wem könnte ich Allianzen eingehen und wo kann ich dafür Unterstützung finden? Und wie kann ich bereits vorhandene Angebote zu Antidiskriminierung mit meiner Praxis verbinden? Es wird auch Platz für Fragen sein, die Sie zur Thematik mitbringen.

Der Workshop richtet sich primär an Lehrer*innen und Schulsozialarbeiter*innen. Aufgrund der aktuellen Situation können externe Träger derzeit keine Anerkennungen von Fortbildungen weiterer Träger für Lehrkräfte in Sachsen-Anhalt beantragen. Auf Wunsch stellen wir Ihnen jedoch im Anschluss eine Teilnahmebescheinigung aus. Weitere Informationen hierzu finden Sie auf den Seiten vom Landesinstitut für Schulqualität und Lehrbildung Sachsen-Anhalt (LISA). Schüler*innen und weitere Interessierte sind ebenfalls herzlich willkommen.

Eine Teilnahme am vorherigen Workshop ist keine Voraussetzung.

Workshop III: „Jugend + Beruf – im Landkreis Stendal“

Gino Krebs und Jennifer Beder – Projekt „Meine Zukunft! – Jugend + Beruf im Landkreis Stendal“, Benjamin Ollendorf – KinderStär-ken e.V.

Um den Übergang Schule-Beruf gelingend gestalten zu können, müssen sich junge Menschen eigene Antworten auf die Fragen erarbeiten - Wer bin ich? Was will ich? Wie komme ich dahin? Ein Zusammenschluss aus Agentur für Arbeit, Jobcenter, Jugendamt, Amt für Wirtschaftsförderung, Sozialverbänden, Wirtschaftsunternehmen des Landkreises Stendal hat ein umfassendes Konzept „Jugend + Beruf“ entwickelt, um junge Menschen der Region dabei intensiv zu unterstützen. ESF finanziert begleiten 10 zusätzliche Jugendarbeiter*innen Jugendliche und Eltern in allen Gemeinden des Landkreises bei ihrer Lebenswegplanung und Berufsorientierung.

Im Workshop „Jugend + Beruf – Wer passt hier nicht zu wem?“ der Altmärkischen Netzwerkkonferenz 2019 haben die Beteiligten aus Sozial- und Wirtschaftsunternehmen, Schulen, Verwaltungsmitarbeitenden, u.v.m. gemeinsam eine Befragung von Schüler*innen ausgewertet und gemeinsam Hinweise zum Aufbau des Projektes „Meine Zukunft! – Jugend + Beruf im Landkreis Stendal“ abgeleitet.

In diesem Jahr sind die Beteiligten (damalige und sehr gerne neue Personen) erneut eingeladen das Projekt weiterzuentwickeln. Dazu werden zunächst die Ergebnisse aus einem Jahr Projektlaufzeit vorgestellt. Anschließend werden gemeinsam Hinweise zum Netzwerkkonzept erarbeitet. Dazu wird die Frage diskutiert: „Wer muss mit wem im Landkreis Stendal zusammenarbeiten, um beste Voraussetzungen in der Region zu schaffen, damit Schüler*innen den Übergang Schule-Beruf individuell gestalten und gelingend bewältigen können?

Workshop IV: Solidarität in der (Corona-)Krise: Chancen und Herausforderungen für das gesellschaftliche Mitei-nander

Simone Kreutz - Community Organizing Projekt Stendal Stadtsee, Monique Reimer - Freiwilligen-Agentur Altmark e.V. / engagierte menschen

Die Covid-19-Pandemie hat die multiplen Krisen weltweit verstärkt, das Ausmaß ist bisher nur zu erahnen. Doch von den Folgen der Pandemie sind nicht alle gleichermaßen betroffen, insbesondere Personen aus prekarisierten Verhältnissen oder migrantisierte Menschen erleben diese besonders stark. Gleichzeitig zeigen sich viele Menschen solidarisch - bundesweit wurden Nachbarschaftsinitivativen gegründet und Hilfsnetzwerke ins Leben gerufen. Doch nun gilt es Strukturen zu schaffen, welche den Folgen der Pandemie auch langfristig begegnen und solidarische Antworten geben können.

Im Zuge des (Online-)Workshops sollen Chancen und Herausforderungen für die Entwicklung langfristiger und inklusiver Strukturen, deren Bedeutung für ein solidarisches Miteinander und die Frage nach emanzipativen Ansätzen diskutiert werden. Dabei soll es auch um die Frage gehen, was Solidarität bedeutet und wie dies auf unterschiedlichen Ebenen umgesetzt werden kann. Wir freuen uns über die Teilnahme von Menschen aus Stendal und Umgebung.

Workshop V: Chancengleichheit = Luxus?! - Zukunft FAIRhandeln (AUSGEFALLEN)

Dr. Susanne Borkowski, Prof. Dr. Matthias Morfeld und Prof. Dr. Steffi Zander – Hochschule Magdeburg-Stendal

Unter diesem Titel fand bereits 2017 erstmals ein Austausch im Rahmen der Altmärkischen Netzwerkkonferenz statt. Die Corona-Pandemie hat viele der damals thematisierten Ungleichheiten und damit die Benachteiligung bestimmter gesellschaftlich marginalisierter Gruppen verschärft. Diese werden im gesundheitlichen Bereich im Sinne erhöhter Erkrankungsrisiken und schwerer Verläufe deutlich. Homeschooling legt die Verminderung von Chancengleichheit im Bildungsbereich offen und es deuten sich langfristige negative Effekte mit Blick auf die Bildungsbiografien an. Im sozialen Bereich wird erkennbar, dass eine differenzierte öffentliche soziale Infrastruktur für zahlreiche Kinder, Jugendliche und Erwachsene unverzichtbar ist. Besondere Verschärfung erfahren all diese Probleme, nimmt man die Familien in den Blick, die sich nicht nur in sozioökonomisch prekären Situationen befinden, sondern darüber hinaus besonderen Bedarf aufweisen, weil Kinder mit Behinderung im Haushalt leben.

Um Chancengleichheit zu gewährleisten, ist ein komplexer Ansatz notwendig, der Menschen in belasteten Lebenslagen gerade in Krisensituationen Unterstützung, Begegnung und Begleitung bietet. Im Workshop sollen Erfahrungen aus den Bereichen Bildung, Soziales, Gesundheit und Rehabilitation in der Altmark während der Krisenzeit reflektiert werden. Gleichzeitig soll mit dem Workshop ein langfristiges Arbeitsthema angestoßen werden. Ziel ist es, über die einzelnen Leistungsbereiche hinweg einen Austausch von Ideen für ein gesundes Aufwachsen und die Sicherung von Teilhabe zu ermöglichen und Versorgungsqualität sowie Versorgungssicherheit langfristig (weiter) zu entwickeln.

Workshop VI: Nach der Welle ist vor der Welle: Chancen und Risiken der Corona Krise für die regionale Wirtschaft

Prof. Dr. Volker Wiedemer und Prof. Dr. Michael Herzog – Hochschule Magdeburg-Stendal

Die erste Pandemiewelle mit ihren sehr drastischen, sehr einschneidenden Maßnahmen hat die deutsche sowie die regionale Wirtschaft entsprechend hart getroffen – etwa um 10 Prozent soll sich die Wirtschaftsleistung reduzieren. Allerdings fallen die Auswirkungen und insbesondere die Härte des Einschnitts unterschiedlich aus je nach Branche, auch je nach Region. Auch zeichnet sich für manche Bereiche wie z.B. den Event-/Veranstaltungsbereich immer noch keine Erholung ab, während manche Bereiche des Handels sogar Zuwächse (auch während des Shutdowns) zu verzeichnen haben. Die Unternehmensstrategien – durchaus auch als Überlebensstrategien zu bezeichnen - sind innerhalb und kurz nach der Pandemiewelle unterschiedlich. Insgesamt gilt, dass digitale Lösungen an Bedeutung gewinnen. Was bedeutet das konkret für die Wirtschaft (der Altmark)? Welche Strategien sind auch in Zukunft, die auch das Risiko einer erneuten Verschärfung der Hygienevorschriften beinhaltet, die „richtigen“? Diesen Fragen soll innerhalb des Workshops (nach einem Impulsvortrag von Prof. Wiedemer) nachgegangen werden. Wir freuen uns über die Teilnahme von interessierten Menschen aus Stendal und Umgebung und freuen uns insbesondere über die Teilnahme von Unternehmensvertreter*innen.

Workshop VII: Crowdfunding: Zielgruppenentwicklung und Betrachtung der Adressaten

Stephan Popp - Crowdfunding Campus GmbH, Gründer- und Transferförderung an der Hochschule Magdeburg-Stendal

Das Thema Existenzgründung nimmt eine große volkswirtschaftliche Bedeutung ein, da der Wettbewerb belebt und Innovationen einen strukturellen sowie technologischen Wandel stützen. Crowdfunding kann bei Gründungsprozessen als Proof of Concept und Multifunktionstool hilfreich eingesetzt werden.

In diesem Workshop wird die Zielgruppenentwicklung mittels Crowdfunding-Kampagnen erarbeitet und die Zielgruppe analysiert: Wie findet sich für ein Projekt die geeignete Zielgruppe? Über welche Kanäle werden diese erreicht? Welche Botschaften sind dabei wichtig?

Um die Zielgruppe mit einer Idee zu erreichen, sollte diese genau gekannt werden. Die Teilnehmenden bekommen Methoden vermittelt, mit deren Hilfe konkrete Aufgaben bearbeitet werden. Dabei wird fiktiv eine Kampagne behandelt, um mögliche Anspruchsgruppen anhand von Personen-Empathie-Karten zu erstellen und potentielle Unterstützer*innen zu erreichen. Die Adaption auf das eigene Projekt/ Vorhaben ist dabei fließend gegeben.

Ergänzend zu diesem Workshop findet am 05.11.2020 von 16.00 bis 19.00 Uhr ein weiterer Onlinekurs zum Storytelling anhand der entwickelten Zielgruppe mit Blick auf ein Pitch-Video statt. Interessierte sind herzlich willkommen.

Workshop VIII: Von improvisierten Selbstversuchen zu nachhaltigem Leben und Gärtnern - Ein Buch zur möglichen Apokalypse und seine Umsetzung in 2020

Marcel Böge - Hub Koordinator der Love Foundation e.V. und Masterstudent OvGU, Jürgen Brekenkamp, Prof. Dr. Manuela Schwartz, Julia Zigann - Hochschule Magdeburg-Stendal

Das Thema Existenzgründung nimmt eine große volkswirtschaftliche Bedeutung ein, da der Wettbewerb belebt und Innovationen einen strukturellen sowie technologischen Wandel stützen. Crowdfunding kann bei Gründungsprozessen als Proof of Concept und Multifunktionstool hilfreich eingesetzt werden.

In diesem Workshop wird die Zielgruppenentwicklung mittels Crowdfunding-Kampagnen erarbeitet und die Zielgruppe analysiert: Wie findet sich für ein Projekt die geeignete Zielgruppe? Über welche Kanäle werden diese erreicht? Welche Botschaften sind dabei wichtig?

Um die Zielgruppe mit einer Idee zu erreichen, sollte diese genau gekannt werden. Die Teilnehmenden bekommen Methoden vermittelt, mit deren Hilfe konkrete Aufgaben bearbeitet werden. Dabei wird fiktiv eine Kampagne behandelt, um mögliche Anspruchsgruppen anhand von Personen-Empathie-Karten zu erstellen und potentielle Unterstützer*innen zu erreichen. Die Adaption auf das eigene Projekt/ Vorhaben ist dabei fließend gegeben.

Ergänzend zu diesem Workshop findet am 05.11.2020 von 16.00 bis 19.00 Uhr ein weiterer Onlinekurs zum Storytelling anhand der entwickelten Zielgruppe mit Blick auf ein Pitch-Video statt. Interessierte sind herzlich willkommen.

2019

Bedeutung von Kooperationen und Netzwerken für die Wirtschaft im ländlichen Raum

Prof. Dr. Burkhard von Velsen-Zerweck - Hochschule Magdeburg-Stendal

 

Auf dem Weg zu Bildungsgerechtigkeit

Maike Simla und Miriam Pieschke - Hochschule Magdeburg-Stendal - Teilprojekt Bildungslandschaften in ländlichen Räumen des Verbundprojekts „Transfer- und Innovationsservice im (Bundes-)Land Sachsen-Anhalt“

Workshop I: Chancengleichheit im ländlichen Raum: Sozialarbeit in Kindertageseinrichtungen

Prof. Dr. Annette Schmitt, Dr. Elena Sterdt, Luisa Fischer – Hochschule Magdeburg-Stendal, Kompetenzzentrum Frühe Bildung (KFB)

Das Kompetenzzentrum Frühe Bildung (KFB) veranstaltet zur 6. Altmärkischen Netzwerkkonferenz einen offenen Workshop rund um die Thematik Chancengleichheit im ländlichen Raum für pädagogische Fachkräfte, Fachberater*innen, Trägervertretungen und weitere im Feld Tätige.

In diesem Jahr steht das Thema Sozialarbeit in Kindertageseinrichtungen im Fokus. Gemeinsam wollen wir über aktuelle Entwicklungen, bereits vorhandene Erfahrungen und Zukunftsperspektiven diskutieren: Welche Rahmenbedingungen braucht gute Sozialarbeit? Welche Erwartungen haben pädagogische Fachkräfte und Trägervertretungen an Sozialarbeiter*innen in den Einrichtungen? Welche Herausforderungen bestehen insbesondere für den ländlichen Raum und wie kann eine Umsetzung gelingen?

Neben dem Erfahrungsaustausch steht auch, in bekannter Tradition der Altmärkischen Netzwerkkonferenz, die Vernetzung untereinander und das gemeinsame Entwickeln von Ideen im Zentrum der Veranstaltung.

Workshop II: Diskriminierung als Thema für Schulsozialarbeiter*innen und Lehrer*innen?!

Daniel Bartel – Antidiskriminierungsverband Deutschland und Maike Simla – Netzwerk RESPEKT. Für Teilhabe und gegen Diskriminierung im Landkreis Stendal

Diskriminierung in der Schule lässt sich von der Einschulung bis hin zum Abschluss beobachten – von offenen Pöbeleien und Ausgrenzung bis zu schlechteren Bildungschancen. Als Lehrkraft und Schulsozialarbeiter*in kommen Sie mit der Thematik immer wieder in Berührung, z.B. wenn ein*e Schüler*in sich offen beschwert oder die Diskriminierung anderweitig sichtbar wird. Oft bleibt Diskriminierung aber auch unsichtbar. Im Workshop soll es darum gehen, wie Sie Diskriminierung in Ihrer Praxis erkennen und als Thema aufgreifen können. Folgende Fragen sollen u.a. behandelt werden: Was genau ist Diskriminierung überhaupt? Welche konkreten Handlungsmöglichkeiten gibt es im Fall von Diskriminierung? Wie kann ich vorhandene Angebote zu Antidiskriminierung mit meiner Praxis verbinden?

Im kollegialen Austausch sollen Bedarfe und gegenseitige Unterstützungsmöglichkeiten herausgearbeitet werden. Es wird auch Platz für Fragen sein, die Sie zur Thematik mitbringen.

Der Workshop richtet sich primär an Lehrer*innen und Schulsozialarbeiter*innen und wurde durch das Landesinstitut für Schulqualität und Lehrerbildung Sachsen-Anhalt (LISA) als Fortbildung weiterer Träger für Lehrkräfte in Sachsen-Anhalt mit der Reg.-Nr. WT-2019-002-45 anerkannt.

Workshop III: „Jugend + Beruf – Wer passt hier nicht zu wem?“ – RÜMSA im Landkreis Stendal

Dr. Susanne Borkowski - KinderStärken e.V., Betty Tepper - RÜMSA Landkreis Stendal, Benjamin Ollendorf - KinderStärken e.V.

Eine steigende Zahl von unbesetzt bleibenden Ausbildungsplätzen steht im Landkreis einem bedeutenden Anteil von unversorgt bleibenden Ausbildungsinteressierten bzw. auch ausbildungsabbrechenden Jugendlichen gegenüber. Woran liegt das? Welche Problemstellungen verhindern ein erfolgreiches Zusammenkommen?

Wenn auch Sie sich fragen, wie junge Menschen nach der Schule mit ausbildenden Unternehmen zusammenkommen können, sind Sie in diesem Workshop genau richtig.

Nach einer kurzen Einordnung zum Status Quo des Landkreises beim Aufbau des Regionalen Übergangsmanagement (RÜMSA) geht es auch schon los.

Stimmen der jugendlichen Messebesucher zu ihren Erfahrungen, Vorstellungen und Wünschen an einen erfolgreichen Berufseinstieg werden zum Ausgangspunkt für Diskussionsangebote an Thementischen. Beteiligung pur.

Workshop IV: Gute Arbeit macht attraktiv - Auf Unternehmenskultur setzen

Heiko Wisny und Jana Worreschk – Landesinitiative Fachkraft im Fokus

Besonders für kleine und mittlere Unternehmen der Altmark ist Arbeitgeberattraktivität ein Thema. Stärker als die großen sehen sie sich von dem aktuellen Engpass auf dem Arbeitsmarkt betroffen: Sie sind meist weniger bekannt und können zum Beispiel das Gehaltsniveau der Großunternehmen nicht halten. Daher ist es für sie besonders wichtig, mit anderen Faktoren zu punkten, die das Arbeiten bei ihnen einzigartig macht. Ansonsten kann es schnell kritisch um die Zukunftsfähigkeit eines Betriebs bestellt sein. Spätestens, wenn sich die folgende Frage stellt, sollten alle Alarmglocken läuten: Kann man zukünftig Aufträge noch angemessenen bearbeiten, wenn die Fachkompetenzen im Haus fehlen oder ein Großteil der Belegschaft innerlich gekündigt hat?

Vor allem junge Nachwuchskräfte orientieren sich bei der Arbeitgeberwahl zunehmend an ihren persönlichen Werten. In Zukunft werden nur jene Unternehmen im Wettbewerb um Fachkräfte bestehen, die den Wertewandel verstehen und sich entsprechend intern und extern danach ausrichten. Doch dies ist einfach gesagt. Wo setze ich als erstes an und an welchen Faktoren richte ich meine Maßnahmen aus? Welche Strukturen benötige ich und was kostet mich das? Freuen Sie sich auf einen attraktiven Workshop mit der Landesinitiative Fachkraft im Fokus.

Workshop V: Wie kann man mit 1€ ein Unternehmen gründen? - Ein Workshop

Anne-Kathrin Fritzsch und Simon Reinle – Gründer- und Transferförderung an der Hochschule Magdeburg-Stendal

Ihr habt Lust eine Idee mit wenig Kapital in ein Projekt umzusetzen? Dann seid ihr bei unserem Workshop genau richtig! Die Vermittlung von Kenntnissen zur Entwicklung von Geschäftsmodellen, welche mit sehr geringen Kapitalbedarfen angemessene Rendite erwirtschaften, steht im Fokus. Darüber hinaus werden moderne Finanzierungsformen, wie Crowdfunding, in den Workshop integriert. Alle Gründungsinteressierten sind dazu herzlich willkommen.

Workshop VI: Vernetzung von Initiativen, Gruppen und Interessierten auf dem Campus Stendal

Dr. Heike Kanter, Marvin Theilig und Prof. Dr. Günter Mey – Hochschule Magdeburg-Stendal

Am Campus in Stendal gibt es unterschiedliche Initiativen und Gruppen, die beispielsweise spannende Veranstaltungen organisieren. Wir haben oft festgestellt, dass die Angebote auf dem Campus nicht wahrgenommen und interessante Events verpasst werden. Auch kommt es zu terminlichen Überschneidungen. Daher möchten wir im Workshop gemeinsam überlegen, wie sich die Aktiven besser untereinander absprechen können bzw. konkrete Ideen für die Vernetzung sammeln. Wir freuen uns über die Teilnahme von Studierenden, Mitarbeitenden und Campus-Externen.

2018

Workshop I: Vernetzung und Kooperation von Kitas – Austausch mit Ausbildungsstätten

Luisa Fischer, Dr. Elena Sterdt, Prof. Dr. habil. Annette Schmitt – Hochschule Magdeburg-Stendal, Kompetenzzentrum Frühe Bildung (KFB)

Das Kompetenzzentrum Frühe Bildung (KFB) veranstaltete zur fünften Altmärkischen Netzwerkkonferenz der Hochschule Magdeburg-Stendal (Standort: Stendal) erneut einen Workshop zur „Vernetzung und Kooperation von Kindertageseinrichtungen für pädagogische Fachkräfte und weitere im Feld Tätige“.

Diesmal stand der direkte Austausch mit Vertretungen aus Ausbildungsstätten im Fokus. Aktiv an dem Workshop beteiligten sich Anke Mösenthin von der Fachschule für Sozialwesen des Berufsschulzentrums  des Landkreises Stendal, Jan Meyerhoff von der Fachschule für Sozialwesen des Berufsbildungszentrums Prignitz in Wittenberge, Grit Schillack von der Evangelischen Fachschule für Soziale Berufe in Wolmirstedt und Dr. Nadine Grochla-Ehle von der Hochschule Magdeburg-Stendal (Studiengang Kindheitspädagogik).

Gemeinsam mit den 20 Teilnehmenden wurden die Gestaltung und Inhalte von Praxiszeiten der Schüler*innen und Student*innen diskutiert. Im Mittelpunkt der Diskussionen standen die Fragen:

  • Welche Erwartungen haben pädagogische Fachkräfte an Schüler*innen und Studierende?
  • Welche Erwartungen haben Fach- und Hochschulen an die Praxis?
  • Welche Rahmenbedingungen und Inhalte geben Ausbildungsstätten und Praxiseinrichtungen vor?
  • Wie können sich die unterschiedlichen Bedingungen in Krippe, Kindergarten und Hort in den Praxisaufgaben wiederfinden?

Die Teilnehmenden waren sich einig, dass – unabhängig vom schulischen Ausbildungskonzept – eine wichtige Voraussetzung für eine gute Ausbildung von pädagogischen Fachkräften eine enge Zusammenarbeit und der kontinuierliche Austausch zwischen den Ausbildungsstätten und Praxiseinrichtungen ist. Dazu kann auch der regelmäßige Austausch im Rahmen von Arbeitskreisen gehören.

Wenn Sie Interesse haben, sich aktiv am Arbeitskreis „Kooperation und Vernetzung von Kitas im ländlichen Raum“ zu beteiligen, können Sie sich gern an Luisa Fischer (luisa.fischer@hs-magdeburg.de) wenden.

Workshop II: Digitale Chancen in der Altmark nutzen

Tobias Mahlo – Land(auf)Schwung, Edgar Kraul – KulturPortal Altmark, Prof. Dr. Volker Wiedemer und Theresia Laske – Hochschule Magdeburg-Stendal, Projekt ROLAND

Das Bundesmodellvorhaben Land(auf)Schwung (http://landaufschwung.landkreis-stendal.de) fördert innovative Lösungen der ländlichen Entwicklung in der Altmark. Im Mittelpunkt steht dabei u. a. das Thema „Digitalisierung der Altmark“. Mit den Projekten „KulturPortal Altmark“ (www.kulturportal-altmark.de) und „ROLAND – Regionaler Online-Marktplatz“ (www.hs-magdeburg.de/roland) stehen zwei von Land(auf)Schwung geförderte Projekte in der Startphase und zeigen auf, in welcher Form digitale Chancen in der Altmark ge-nutzt werden können.


Die Projektleiter der Projekte KulturPortal Altmark und ROLAND, Herr Edgar Kraul und Prof. Dr. Volker Wiedemer, möchten gemeinsam mit Vertretern von Land(auf)Schwung und allen Interessierten über diese digitalen Möglichkeiten in der Altmark diskutieren und Ideen finden, wie die Altmark auf dem Weg zum Smart Country begleitet werden kann.

Workshop III: Peer Support in der Beratung von Menschen mit Behinderung

Dr. Carsten Rensinghoff – Ergänzende unabhängige Teilhabeberatung (EUTB)

Im Workshop wird die Methode Peer Support in der Beratung und Unterstützung von Menschen mit Behin-derung vorgestellt und diskutiert. Beim Peer Support erfahren Menschen mit einer Behinderung und/oder entscheidende Andere (Eltern, Lehrer, Söhne, Töchter, Geschwister, Freundinnen, Freunde etc.) durch gleichartig Betroffene Hilfe, Unterstützung, Begleitung oder Assistenz bei behinderungsspezifischen Anlie-gen. Die Methode wird gegenwärtig in der ergänzenden unabhängigen Teilhabeberatung (EUTB) im Land-kreis Stendal praktiziert. Seit dem 01.01.2018 hat der Bundesgesetzgeber die EUTB über das Bundesteil-habegesetz eingeführt. Sie basiert auf der, seit 2009 in der Bundesrepublik Deutschland rechtskräftigen, UN-Behindertenrechtskonvention. Der Berater und Workshopleiter ist durch seine Forschungsaktivitäten zum Peer Support und durch eine schwere Hirnverletzung, die er im Alter von 12 Jahren nach einem Straßenver-kehrsunfall erlitten hat, für Peer Support qualifiziert. Peer Support ist eine Leistung, die von Experten in eigener Sache durchgeführt wird, die somit über eine erlebte Kompetenz verfügen.

Workshop IV: Vom Recruiting 4.0 und anderen kreativen Ideen in der Personalbeschaffung.

Anja Polster – Institut für Berufliche Bildung AG

Wie wir einkaufen, wie wir kommunizieren, wie wir uns organisieren – die Digitalisierung verändert unser Leben. Sie hält auf gesellschaftlicher, wirtschaftlicher und arbeitstechnischer Ebene Einzug. Die Digitalisie-rung, moderne Medien und die veränderten Ansprüche neuer Generationen beeinflussen auch die Art und Weise, wie Menschen sich einen Job suchen und wie Recruiting-Prozesse sich zukünftig entwickeln!

Mit Hilfe einer gemeinschaftlich entwickelten Mind-Map, thematischen Inputs und vielen praktischen Beispie-len soll der Workshop einen Einblick in die vielen kreativen Möglichkeiten und den Ideenreichtum der Perso-nalbeschaffung geben und das Blickfeld erweitern. Welche Trends lassen sich feststellen? Was kommt beim Bewerber an? Und wie praktikabel sind diese Ideen auch für klein- und mittelständische Unternehmen? Fra-gen, die zur Diskussion untereinander und zum Austausch regionaler Unternehmen anregen.

Workshop V: Die Gesundheitskompetenz von älteren Menschen im ländlichen Raum stärken

Nadine Ladebeck, Maria Schimmelpfennig, Tina Zeiler – Hochschule Magdeburg-Stendal

Gesellschaftliche Herausforderungen im Kontext demografischer Entwicklungen, wie zum Beispiel sich in-formiert im Gesundheitssystem zu bewegen und digitale Gesundheitsinformationen zu nutzen, stellen hohe Anforderungen an die Gesundheitskompetenz älterer Menschen. Dieser Thematik widmet sich das Forschungsprojekt „GeWinn-Gesund älter werden mitWirkung. Health Literacy für mehr Lebensqualität und soziale Integration“ (2015-2018). Im Rahmen des Projektes wurde ein peer-moderiertes Gruppenprogramm entwickelt, welches einen Beitrag zur Stärkung der Gesundheitskompetenz und Förderung der Lebensqualität älterer Menschen leistet. Das Programm wurde sowohl im städtischen (Magdeburg) als auch ländli-chen Raum (Landkreise Coburg) erfolgreich erprobt. Bei der Umsetzung hat sich insbesondere die Schu-lung von sogenannten Gesundheitslotsen als besonders wirksam herausgestellt.


Vor diesem Hintergrund fokussiert der Workshop den Transfer der Projektergebnisse in die ländliche Region. Ziel ist es, gemeinsam mit den Workshopteilnehmer*innen Strategien zur Stärkung der Gesundheitskompe-tenz der Bevölkerung im ländlichen Raum, mit Fokus auf die Altmark, zu entwickeln.

Workshop VI: Präsentation des aktuellen Fach- und Lehrbuches „Instandhaltungs- und Servicemanagement - Systeme mit Industrie 4.0“

Prof. Dr. Harald Apel – Hochschule Magdeburg-Stendal

Es wird das am 08.10.2018 neu erschienene Fach- und Lehrbuch vom Herausgeber und von Mitautoren strukturiert vorgestellt. Dabei wird auf die Ziele, den Inhalt, die Schwerpunkte und besondere innovative Leistungen dieses Buches verwiesen.

Das Buch erweiterte den Horizont der Instandhaltung über technische Aspekte hinaus in anspruchsvollen vorgelagerten, begleitenden und auswertenden Prozessen, u.a. aus Sicht der Ressourcen (Konstruktion und Nutzung von technischen Systemen, Personal, Ersatzteile), der Organisation (Eigen- und Fremdinstandhaltung, Werkstätten und mobile Lösungen), einsetzbarer Strategien (Prävention, Reaktion bis zu modernen Gestaltungslösungen), des komplexen Managements unter Integration des Controllings und des Rechts.

2017

Impulsvortrag

Grüne Wiese mit Zukunft? – Die Altmark im Überblick
Aktuelle Entwicklungen, Chancen und Herausforderungen

Stefanie Patz, Regionale Planungsgemeinschaft Altmark

Präsentation

Workshop I Über Felder, Wälder und Wiesen hinaus - Vernetzung und Kooperation von Kitas im ländlichen Raum

Prof. Dr. habil. Annette Schmitt und Anja Löbus - Hochschule Magdeburg-Stendal

In Qualitätszirkeln, Netzwerktreffen, Arbeitskreisen, Weiterbildungen, Fortbildungen und an Fachtagungen kommen pädagogische Fachkräfte zusammen, um einerseits aktuellstes, neues Wissen zu erlangen und andererseits sich auszutauschen, sodass eine Weiterentwicklung stattfindet. Viele Kita-Träger unterstützen und fordern dies von ihren Fachkräften und umgekehrt. Im ländlichen Raum Sachsen-Anhalts gibt es eine Vielzahl von Trägern mit wenig Kitas bis hin zu vielen Kitas, die weniger die Möglichkeit haben, sich im Rahmen der aufgezählten Treffen auszutauschen und so voneinander zu profitieren. Aufgrund der langen Anfahrtswege, vergleichbarer ländlicher Rahmenbedingungen bei gleichen Anforderungen wie die der städtischen Kitas, braucht es ein lokales System der Vernetzung.In diesem Workshop möchten wir daher mit TrägervertreterInnen und pädagogischen Fachkräften von Kitas aus dem ländlichen Raum Sachsen-Anhalts ins Gespräch kommen. Dazu begrüßen wir zur Vorstellung ihres Best - Practice - Beispiel den Bürgermeister Rüdiger Kloth der Verbandsgemeinde Seehausen und die Netzwerkkoordinatorin Kornelia Krüger, welche Ihnen aus Träger- und Kitaperspektive (1) den Nutzen, (2) die Hürden und (3) die förderlichen Bedingungen ihrer Netzwerktreffen darstellen werden. Im Anschluss wollen wir gemeinsam den jeweilig erwarteten Nutzen, die Hürden und die förderlichen Bedingungen von regelmäßigen Treffen für pädagogische Fachkräfte vor Ort in ihrer Region analysieren. Herzlich willkommen sind uns nicht nur die bisherigen Teilnehmerinnen und Teilnehmer des Arbeitskreises „Über Felder, Wälder und Wiesen hinaus – Vernetzung & Kooperation von Kitas im ländlichen Raum“, wir freuen uns auch sehr über neue Gesichter und wollen sehr gern auch mit neuen interessierten TrägervertreterInnen und pädagogischen Fachkräften aus dem ländlichen Raum Sachsen-Anhalts in den Dialog kommen.

Ausführliches Workshop-Protokoll mit Ergebnissen

Workshop II Third Mission – Gemeinsam die Zukunft der Altmark gestalten?!

Prof. Dr. Volker Wiedemer und Dr. Elke Mählitz-Galler - Hochschule Magdeburg-Stendal

Eine besondere Stärke der Hochschulen für angewandte Wissenschaft ist der Praxisbezug in Lehre und Forschung sowie der Wissenstransfer in die Gesellschaft. Neben studentischen Projekten, Praktika und Abschlussarbeiten mit regionalem Bezug sind dies auch wissenschaftliche Vortragsreihen und die fachliche Beteiligung an regionalen Arbeitskreisen.
Sie sind neugierig, wie der Wissenstransfer mit der Hochschule möglich ist und welche Rolle Sie dabei übernehmen können? Dann sind Sie in diesem Workshop richtig.
Anhand bereits abgeschlossener Projekte ermöglichen wir einen Einblick in die Ideenvielfalt unserer Studierenden und laden Sie dazu ein, mit uns über notwendige Strukturen für eine gemeinsame Gestaltung der Zukunft der Altmark und einen gelingenden Austausch zwischen Hochschule, Sozial(Wirtschaft) und Gesellschaft zu diskutieren.

Ausführliches Workshop-Protokoll mit Ergebnissen

Workshop III Chancengleichheit = Luxus?! - Zukunft FAIRhandeln

Susanne Borkowski - KinderStärken e.V.

Der Landkreis Stendal gehört bundesweit zu einer Gruppe von 21 Landkreisen, deren regionale Lebensverhältnisse sehr stark unterdurchschnittlich ausgeprägt sind. Er weist eine der höchsten Armutsraten in Deutschland auf. Dies betrifft insbesondere Kinder und Jugendliche. Schätzungen zufolge ist weit mehr als jedes dritte Kind im Landkreis von relativer Armut betroffen oder bedroht.
Viele Akteure aus unterschiedlichen Politik- und Handlungsfeldern des Landkreises arbeiten mit und für Kinder an der Verbesserung ihrer Lebenssituation. Bislang ist es nicht gelungen, diese Aktivitäten zu bündeln und gemeinsam wirkungsvolle Strategien zu erarbeiten.
Der Workshop soll Interessierten die Möglichkeit des Austausches bieten, einen Blick auf erfolgreiche Strategien über Landkreisgrenzen hinaus eröffnen und den Auftakt für einen längerfristig angelegten Prozess bilden.

Ausführliches Workshop-Protokoll mit Ergebnissen

Workshop IV Schlüsselkompetenzen für Tätigkeiten in der Sozialwirtschaft

Birgit Sinhuber und Christian Kruse - Gründer- und Transferförderung an der Hochschule Magdeburg-Stendal

Wie sieht die unternehmerische Praxis nach dem Studium aus? Was wird von mir als AbsolventIn und BerufseinsteigerIn erwartet? Über welche Schlüsselkompetenzen sollte ich verfügen? Wie kann ich die erforderlichen Schlüsselkompetenzen trainieren?
Alle diese Fragen sind auch für Studierende der Sozialwirtschaft relevant, werden aber im Studium meist nicht hinreichend besprochen. In diesem 90-minütigen Workshop erfahrt ihr alle relevanten Informationen rund um das Themengebiet Schlüsselkompetenzen für die Bewältigung unternehmerischer Aufgaben in Berufen der Sozialwirtschaft, um euch optimal auf den Berufseinstieg vorzubereiten.
Die Veranstaltung richtet sich insbesondere an alle Studierenden der Angewandten Humanwissenschaften; zur Teilnahme sind keine Vorkenntnisse erforderlich.

Workshop V "Ich bin doch nich trüch! Gemeinschaftswohnen in der Altmark - für SeniorInnen und alle, die es werden wollen"

Andrea Schuster - Stiftung Landwärts

Mit Sorge wird eine zunehmende Isolation und Vereinsamung in der Gesellschaft beobachtet, einhergehend mit einer Verstädterung und Leerzug im ländlichen Raum.
Welche vielfältigen Möglichkeiten gibt es derzeitig dieser Entwicklung entgegenzuwirken?
Gibt es ein Gemeinschaftsleben geprägt von Vertrauen, Respekt und Achtung?
SeniorInnen besitzen einen Schatz – den Schatz der Erfahrungen und Kenntnisse, die sie im Laufe ihres Lebens erworben haben. Es gilt, Treffpunkte für alle Generationen zu entwickeln, Orte, an denen Alt und Jung zusammenkommen und ein gemeinsames Leben gestalten. Es gilt den Gedanken der Solidargemeinschaft gemeinsam zu leben.

Workshop VI RESPEKT. Netzwerk für Gleichberechtigung und gegen Diskriminierung.

Prof. Dr. Katrin Reimer-Gordinskaya - Hochschule Magdeburg-Stendal

Ein breites Netzwerk aus Institutionen, Beauftragten und Einzelpersonen setzt sich für RESPEKT im Landkreis Stendal ein. Uns allen stehen gleiche Rechte zu, und doch erfahren wir aus unterschiedlichen Gründen Diskriminierung: im Beruf, auf der Wohnungssuche, in der Schule, in der Familie. Das Netzwerk wird diese Erfahrungen dokumentieren und sich durch gemeinsame Öffentlichkeitsarbeit dafür einsetzen, dass alle Menschen im Landkreis diskriminierungsfreier leben können. Im Workshop wird die Vorversion der Homepage des Netzwerks ebenso präsentiert wie das Melde- und Dokumentationsverfahren.

2016

Impulsvortrag

Und jetzt auch noch Third Mission?

Dr. Isabel Roessler, Centrum für Hochschulentwicklung

Präsentation

Workshop I Vernetzung und Kooperation von Kitas im ländlichen Raum

Pädagogische Fachkräfte in Kindertageseinrichtungen (Kitas) stellen sich aktuell vielzähligen beruflichen Aufgaben: sie sollen Kinder nicht nur individuell begleiten, mit ihnen den Kita-Alltag gemeinsam gestalten und sie dabei ganzheitlich fördern, sondern auch kontinuierlich die Qualität ihrer pädagogischen Praxis – idealerweise im Austausch mit anderen Fachkräften – weiterentwickeln. Für Kitas im ländlichen Raum stellen diese Aufgaben eine besondere Herausforderung dar.


Bereits zur zweiten Altmärkischen Netzwerkkonferenz 2015 veranstaltete das Kompetenzzentrum Frühe Bildung (KFB) einen Workshop zu dieser Thematik. Dem Wunsch der Teilnehmenden nach regelmäßigem Austausch und regionaler Vernetzung kam das KFB nach und richtete das Praxisprojekt „Über Felder, Wälder und Wiesen hinaus – Vernetzung & Kooperation von Kitas im ländlichen Raum“ ein. Im Rahmen des Projektes wurde ein regionaler Arbeitskreis gegründet, in dem sich pädagogische Fachkräfte und Vertreter_innen der Träger regelmäßig über die aktuellen Herausforderungen und entsprechende Lösungsansätze dazu austauschen.


Im diesjährigen Workshop soll eine erste Bilanz zum Praxisprojekt gezogen werden – welche Themen konnten bisher vom Arbeitskreis aufgegriffen werden, wo gab es bereits Erfolge? Darüber hinaus wollen wir gemeinsam mit allen Interessierten aus dem (früh)pädagogischen Feld weitere Ideen zur regionalen Vernetzung und Kooperation unter Berücksichtigung der besonderen Situation von Kitas im ländlichen Raum entwickeln.

Ausführliches Workshop-Protokoll mit Ergebnissen

Workshop II Kommunikation in der Altmark - Internetdarstellung der Region

Vielfältig wie die Altmark so sind auch die bestehenden Internetseiten aus der Region über die Region. Kommunale, private und gewerbliche Anbieter haben Webpages erstellt und informieren in unterschiedlicher Weise über die Altmark, die wirtschaftlichen Vorzüge sowie das kulturelle und das touristische Angebot. Mittlerweile scheint es so, dass eine einheitliche Darstellung nur schwer realisierbar ist.

Mit der Regionalmarketingkampagne „Die Altmark – Grüne Wiese mit Zukunft“ sollte ein neuer Versuch für einen einheitlichen Auftritt gestartet werden. Was konnte bisher davon umgesetzt werden? Welche Ansprüche haben die Nutzer vor Ort? Nach kurzen Inputs über bestehende Seiten, Wunschvorstellungen und Problemlagen soll gemeinsam erarbeitet werden, wie eine optimale Internetseite gestaltet ist, welche Informationen sie enthalten sollte und wie Vorhandenes sinnvoll verknüpft werden kann. Ebenfalls diskutiert werden sollen auch die Fragen der Verantwortung und der Finanzierung zukünftiger Online-Angebote.

Ausführliches Workshop-Protokoll mit Ergebnissen

Workshop III Aufbau eines Antidiskriminierungsnetzwerks im Landkreis Stendal

Ohne Diskriminierung zu leben ist unser aller Recht. Dennoch machen Kinder, Jugendliche und Erwachsene in ihrem Alltag immer wieder Erfahrungen mit Benachteiligungen. Leider gibt es darüber bisher keinen systematischen Überblick und Dialog.

Hier setzt die Idee an, ein Netzwerk aus bestehenden Institutionen im Landkreis zu bilden, um die Einzelfälle zu einem Gesamtbild zusammenzusetzen und eine Grundlage für Gespräche und Veränderungsprozesse zu schaffen. Im Workshop werden die Idee sowie ein bereits funktionierendes, praktisches Vorbild genauer vorgestellt. Im Anschluss wollen wir mit allen Teilnehmenden das Konzept und die Möglichkeiten seiner Umsetzung im Landkreis Stendal diskutieren.

Workshop IV „Miß-Mut“ Stendal e.V. stellt sich vor – sexualisierte Gewalt, häusliche Gewalt und Nachstellung als Beratungsinhalte

Die beiden professionellen, angestellten Beraterinnen des Vereines „Miß-Mut“ e.V. werden die Beratungsstelle für Opfer sexualisierter Gewalt, sowie die Interventionsstelle für Opfer häuslicher Gewalt und Stalking interessierten Studentinnen und Studenten der Hochschule Magdeburg-Stendal vorstellen. Mit diesen Beratungs-Angeboten sind sie sowohl für den gesamten Landkreis Stendal, als auch den Altmarkkreis Salzwedel zuständig. Ein wichtiges Ziel des Workshops besteht darin, die besondere Bedeutung von Kooperation und Netzwerkarbeit im Kontext von Unterstützungseinrichtungen für von Gewalt Betroffenen darzustellen und gemeinsam herauszuarbeiten. Außerdem wird die Vorstandsvorsitzende des Vereines „Miß-Mut“ Stendal e.V. über den Entstehungsprozess und die regionale Bedeutung des o.g. Vereines berichten.

Workshop V Psychologische Praxis in der Rehabilitation – ein Erfahrungsaustausch

Die Rehabilitationspsychologie hat sich in den letzten 20 Jahren immer stärker als eigenständiger Bereich, vor allem in der medizinischen, aber auch in Ansätzen in der schulisch-beruflich-sozialen Rehabilitation etabliert. Die konkrete psychologische Praxis wurde bislang nur in wenigen Studien vorwiegend an Psychologinnen und Psychologen, die in der Rehabilitation arbeiten, erforscht. Übereinstimmend werden die psychologische Diagnostik und auf Interventionsseite die (Einzel-)Beratung sowie die Gruppenarbeit (diagnose-, problemspezifisch, Entspannungsverfahren, Psychoedukation, Gesundheitstraining) und die interne Mitarbeiterfortbildung (in absteigender Wichtigkeit) als psychologische Arbeitsgebiete genannt.

Eigene Erhebungen an Alumni der Rehabilitationspsychologie führten zu gleichlautenden Ergebnissen. Im Workshop haben Alumni der Rehabilitationspsychologie die Möglichkeit, ihre eigenen Praxiserfahrungen auszutauschen und gemeinsam zu reflektieren. Damit soll ein Beitrag zur Anpassung der Lehre an die Bedürfnisse der heutigen psychologischen Praxis in der Rehabilitation geleistet werden.

Workshop VI Third Mission – Wie kann eine Hochschule stärker in die Wirtschaft wirken?

Was ist die Third Mission? Vorstellung der Forschungsschwerpunkte und Ausbildungsbereiche der Hochschule, Eruierung von Know-how-Bedarfen der lokalen Wirtschaft. Möglichkeiten der Transferwege der Hochschule.
Ziel: Finden von neuen und effizienten Formaten des Transfers von Wissen und Köpfen in die Wirtschaft. Formulierung von konkreten Erwartungen der Wirtschaft an die Hochschule zur Stärkung des Innovationsstandortes Deutschland und insbesondere der Altmark.

Ausführliches Workshop-Protokoll mit Ergebnissen

Workshop VII Schöne neue Welt – Faszination Silicon Valley

Die Vorstellungen vom Silicon Valley und der Wirtschaftskraft, die von diesem Innovationsherd ausgehen, sind geprägt von digitalen Werkzeugen und Sozialen Netzwerken. Die Autoren der Filmdokumentation „Schöne Neue Welt – wie Silicon Valley unsere Zukunft bestimmt“, Angela Andersen und Claus Kleber, geben vor, dass die Chancen und Risiken der digitalen Revolution, die derzeit im Silicon Valley vorangetrieben wird, unsere Vorstellungskraft bereits weit übertreffen. Ob Kommunikation, Verkehr, Life Science oder Medizin, alles scheint das Silicon Valley gerade neu zu erfinden. Auch die Organisation des Wissens der Menschheit wird dort offenbar auf neue Füße gestellt.
Ist das von Kleber und Andersen entworfene Szenario tatsächlich Menschheitsgefährdend und ökonomisch überwältigend? Und wieweit ist der Norden Sachsen-Anhalts wirtschaftlich abgehängt vom digitalen Boom? Sind wir künftig zu ohnmächtigen Statisten in einem von wenigen innovationsstarken Digital-Ökonomie-Zentren getriebenen Globalkapitalismus verdammt oder bleiben dieser Region wirtschaftliche Handlungsspielräume? Was kann man tun mit dieser oder gegen diese Entwicklung? Welche Lektionen lernen wir von den gezeigten Akteuren im Silicon Valley? Was kann man in der hiesigen Region ganz anders machen? Welche Rolle kommen Hochschulen, Unternehmen und Gründern beim globalisierten Wettbewerb um den technischen Fortschritt zu? Mit diesen Fragen beschäftigten sich die Podiumsteilnehmer in der Diskussion nach dem Film.

Workshop VIII Alternativ wohnen und leben in der Altmark

In der Altmark haben sich alternative und innovative Lebens- und Wohnkonzepte angesiedelt. Sie sind gekennzeichnet durch nachhaltige, ökologische Lebensweisen, neue Konzepte der Landwirtschaft, Gemeinschaft und/oder das Zusammenführen von Generationen. In diesem Workshop stellen sich einige dieser Projekte vor. Wir werden einiges über Konzepte, Strukturen, Visionen, Beweggründe und Bedarfe erfahren. Es wird auch Zeit für Fragen und Antworten geben. Ziel ist es, die Projekte zu vernetzen, sie bekannt zu machen und anderen Menschen Ideen und Perspektiven zu liefern.

Ausführliches Workshop-Protokoll mit Ergebnissen

Workshop IX Master Kindheitswissenschaften und Kinderrechte – ein neues Qualifizierungsangebot in der Altmark

Seit nunmehr 11 Jahren wird in Stendal - bundesweit einmalig - der Bachelor-Studiengang Angewandte Kindheitswissenschaften angeboten. Zahlreiche Absolvent/innen dieses Studienganges sind inzwischen in der Altmark "angekommen" und engagieren sich in der Jugend- und Schulsozialarbeit, in Kinderheimen und Frühen Hilfen, Flüchtlingseinrichtungen und der Kinder- und Jugendpartizipation, um nur einige Bereiche zu nennen.

Nach langer Vorbereitung kann nun endlich auch ein Masterstudiengang angeboten werden, so dass auch diejenigen Studierenden, die nach ihrem Bachelor weiter studieren möchten, in Stendal eine Weiterqualifikation angeboten bekommen. Der neue Studiengang orientiert insbesondere auf wissenschaftliche Vertiefung und Forschung sowie Leitungsqualifikationen für die Kinder- und Jugendhilfe. Der Workshop widmet sich nun der Frage: Wie kann der neue Master-Studiengang mit Anforderung aus der Altmark verknüpft werden? Welche Möglichkeit und welchen Bedarf gibt es für Praxisprojekte, Master-Arbeiten u.ä.?
Dafür wird im Workshop zunächst der Studiengang in seinen Grundzügen vorgestellt. Anschließend werden in offener Gesprächsrunde KiWi- Alumnis zu ihren Erfahrungen und Praxisvertreter/innen zu ihren Bedarfen befragt.

Ausführliches Workshop-Protokoll mit Ergebnissen

Präsentation

Workshop X So wird aus der Idee ein erfolgreiches Projekt!

In diesem 90-minütigen Workshop lernen Sie, wie Sie in nur drei Schritten strukturiert an ein Projektvorhaben herangehen.

Ausführliches Workshop-Protokoll mit Ergebnissen

2015

Workshop I Auf dem Weg zur Inklusiven Hochschule

Mit dem Inkrafttreten der UN-Behindertenrechtskonvention (BRK) im Jahr 2009 steht das Bildungssystem insgesamt vor neuen Aufgaben. Als gesellschaftliches Ziel bestimmt die BRK „die volle und wirksame (…) Einbeziehung in die Gesellschaft“ (Artikel 3). Unter anderem verpflichten sich die Vertragsstaaten, die Barrierefreiheit des öffentlichen Raums zu gewährleisten und gemeindenahe Unterstützungsdienste bereitzustellen.

Unter Berufung auf die BRK konstatiert die Hochschulrektorenkonferenz (2009): „Die besonderen Belange von Studierenden mit Behinderung/chronischer Krankheit werden in den Hochschulen häufig nicht ausreichend berücksichtigt. Es liegt in der Verantwortung der Hochschulleitung, sich dieser Thematik anzunehmen und zusam-men mit den Beauftragten für die Belange der behinderten Studierenden, deren Interessenvertretungen sowie weiteren Kooperationspartnern die Barrieren abzubauen.“ Es gehe darum, eine „Hochschule für Alle“ zu entwickeln.


Der Workshop möchte ausgehend von einem Impulsvortrag verschiedene Handlungsfelder im Hinblick auf eine Inklusive Hochschule weiterentwickeln. Es soll in gemeinsamer Diskussion eine Prüfung stattfinden, ob die vorgeschlagenen Handlungsfelder so stimmig und ausreichend sind. Darüber hinaus sollen sie mit Leben gefüllt werden.

Ausführliches Workshop-Protokoll mit Ergebnissen

Workshop II Betriebswirtschaftslehre dual studieren (lassen). Was bringt mir das? - Nutzenbetrachtungen aus der Sicht von Unternehmen, Studierenden und Lehrenden

Insbesondere in den Landkreisen des nördlichen Sachsen-Anhalts ist die Akademikerquote in den Unternehmen niedriger als im Bundes- sowie Landesdurchschnitt. Gerade das duale Studium stellt für Unternehmen ein interessantes und leicht zu etablierendes Instrument dar, um Wissens-Praxis-Transfer zwischen Hochschulen und Unternehmen zu realisieren und gleichzeitig auch für Fach- und Führungskräftenachwuchs zu sorgen.

In einem Impulsvortrag wird Prof. Dr. Volker Wiedemer in das Thema einführen, anhand von Erfahrungsberichten von Studierenden und kooperierenden Unternehmen werden die Möglichkeiten und Grenzen des Instruments beleuchtet.

Ausführliches Workshop-Protokoll mit Ergebnissen

Workshop III KiTas im ländlichen Raum - regionale Vernetzung & Kooperation

In den letzten Jahren sind die Anforderungen an pädagogische Fachkräfte und die Aufgaben von Kindertageseinrichtungen kontinuierlich gestiegen. Spätestens seit der Einführung des Bildungsprogramms Bildung: elementar – Bildung von Anfang an erfüllen Kitas nicht mehr nur einen Betreuungsauftrag, sondern sind als eigenständiger Lebensraum zu verstehen, in dem Bildung, Erziehung und Betreuung gleichermaßen stattfinden. Dabei steht die individuelle Entwicklung eines jeden Kindes im Fokus, die von den pädagogischen Fachkräften kompetent begleitet und unterstützt sein will. Sie sollen subjekt- und ressourcenorientiert arbeiten, Kinder als aktive Gestaltende wahrnehmen und sie in die Entscheidungen des Kita-Alltags einbinden.
In diesem Workshop soll gemeinsam erörtert werden, wie dieser Prozess speziell für Kindertageseinrichtungen im ländlichen Raum gelingen kann. Anhand von aktuellen Praxis(forschungs)projekten wird diskutiert, inwieweit die Qualitätsentwicklung in Kitas durch gezielte Kooperationen und den Input von außen positiv gestaltet werden kann.

Ausführliches Workshop-Protokoll mit Ergebnissen

Workshop IV Kommunikationswege

Die Altmark wird, auch in gedanklicher Verbindung mit dem Motto der "grünen Wiese mit Zukunft", oft als verschlafene Region wahrgenommen. Tatsächlich gibt es aber eine Vielzahl sozialer Projekte, innovativen Engagements und kreativer Ideen. Die verschiedenen Projekte und Initiativen suchen sich jeweils eigene "Szenen" und Informationskanäle. Immer wieder werden neue Verteilerlisten für Rundmails erstellt. Schon innerhalb der Hochschule ist es schwierig, grundlegende Informationen zu vermitteln und einen gemeinsamen Wissensstand zu erreichen. Noch schwieriger wird es in der Kommunikation außerhalb des Campus, geschweige denn für Nicht-Studierende durchzublicken, wer an der Hochschule überhaupt in welchen Arbeitsbereichen und an welchen Projekten tätig ist. So wird Wissen zu wenig gebündelt, viele Infos und insgesamt der Überblick gehen verloren, die Potenziale der Studierenden und der Mitarbeiter_innen der Hochschule werden in und für die Region zu wenig genutzt.
Im Workshop soll eine Bestandsaufnahme als grobe Orientierung vorgenommen werden, welche Informationskanäle in der Altmark bestehen. Darauf aufbauend soll diskutiert werden, wie diese besser miteinander verknüpft werden könnten und auch, wie sich die Hochschule mit ihren vielen (studentischen und beschäftigten Gesichtern) hier besser einbringen, integrieren und vernetzen kann.

Workshop V Regionale kulturelle Zusammenarbeit

Die Altmark bietet eine Vielzahl an interessanten kulturellen Angeboten, die jedoch nicht immer wahrgenommen werden. Ein Blick in den Veranstaltungskalender zeigt zudem, dass Veranstaltungen für eine bestimmte Zielgruppe nicht selten parallel laufen und somit unmittelbar in Konkurrenz treten. Vielfach könnten diese Konkurrenzsituationen jedoch durch veränderte Austauschmöglichkeiten über geplante Vorhaben vermieden oder zumindest reduziert werden. In diesem Jahr soll es darum gehen, auf die Erfolge seit der letzten Altmärkischen Netzwerkkonferenz zurück zu blicken und gemeinsam daran zu arbeiten, wie die kulturelle Situation in der Altmark noch weiter verbessert werden kann. Um die Verbundenheit der Studierenden mit der Stadt Stendal und der Region zu erhöhen, geht es auch darum, wie Studierende in bereits existierende Projekte eingebunden werden können und welche Angebote bereits durch Studierende geschaffen wurden bzw. zukünftig ins Leben gerufen werden könnten.

Ausführliches Workshop-Protokoll mit Ergebnissen

Workshop VI Zukunftsstadt Stendal

Die Hansestadt Stendal hat es sich zum Ziel gemacht, Visionen für ein KINDER- UND JUGENDFREUNDLICHES Stendal zu entwickeln und freut sich dabei auf IHRE Ideen und Anregungen. Seit Juli 2015 beschäftigen sich - neben Kinder und Jugendlichen selbst - engagierte Menschen in den vier Themenfeldern „Bürger_innen & Vereine“, „Leben & Arbeit“, „Bildungsinstitutionen (Kita, Schule, Berufsschule, Hochschule …)“ und „Politik & Verwaltung“ damit.
IHRE Meinungen, Wünsche, Träume und Ideen sind gefragt! Denken Sie mit uns darüber nach, was Stendal kinder- und jugendfreundlich macht, wodurch sich Strukturen, Institutionen, Verkehrs- oder Bildungslandschaften, Wohnhäuser, Arbeits- und Berufswelten, Einkaufsmöglichkeiten, Gesundheits- und Freizeitangebote sowie Kommunikationsstrukturen auszeichnen müssen, um dieses Prädikat zu verdienen.

Ausführliches Workshop-Protokoll mit Ergebnissen

2014

Am 5. November 2014 fand in der Hochschule Magdeburg-Stendal zum dritten Mal die "ConnectYou – Regionale Messe der Sozialwirtschaft" statt. Das erfolgreiche Konzept wurde in diesem Jahr durch Unternehmen aus dem Wirtschaftssektor sowie durch die erste "Altmärkische Netzwerkkonferenz" erweitert.

Hochschulstandort Stendal - Unser Selbstverständnis

Diskussionsgrundlage für die erste Altmärkische Netzwerkkonferenz

Selbstverständnispapier (PDF)

Regionale Zusammenarbeit Hochschule und Wirtschaft

Moderation: Prof. Dr. Wolfgang Patzig, Prof. Dr. Volker Wiedemer

Andreas Bosse, Geschäftsführer der Stendaler Landbäcker GmbH, und Gerd Wetzig, Geschäftsführer der Städtischen Wohnungsgesellschaft Tangerhütte mbH, stellten zu Beginn des Workshops ihre bisherige Zusammenarbeit mit der Hochschule dar und betonten ausdrücklich den dadurch erzielten Mehrwert für ihre Organisationen. Gleichzeitig bedauerten sie, dass viele Unternehmen der Region von der potenziellen Unterstützung seitens der Hochschule und ihrer Beschäftigten kaum Gebrauch machen und somit mögliche Entwicklungschancen nicht ausreichend nutzen. Nach einer kurzen Vorstellung des Angebotsprofils der Hochschule seitens der Hochschulvertreter wurden die Anwesenden dazu eingeladen, ihre Erfahrungen in der Zusammenarbeit einzubringen. Darüber hinaus wurden die Gründe diskutiert, die Unternehmer von einer Zusammenarbeit eventuell abhalten und Ideen dahingehend gesammelt, wie Kooperationen gestaltet sein könnten oder müssten, um sowohl den Unternehmen als auch der Hochschule einen Mehrwert bieten zu können.

 

Ergebnisse des Workshops (Förderliche und hinderliche Bedingungen für die Zusammenarbeit)

Als förderlich wurden folgende Punkte genannt:

  • Veranstaltungen wie „ConnectYou“, Wirtschaftsbeirat etc. ermöglichen Wissenstransfer nach außen
  • Bereits durchgeführte Projekte unterstreichen den Wert der Zusammenarbeit
  • Sofern das Unternehmen sich auf die Zusammenarbeit einlässt und einen Einblick in das Unternehmenermöglicht, entsteht eine Vielzahl an Möglichkeiten der Kooperation

Als hinderlich wurden folgende Punkte genannt:

  • Die Hemmschwelle auf wissenschaftliche Einrichtungen zuzugehen, ist auf Seiten der Unternehmen hoch
  • Bislang nutzen nur wenige Unternehmen die Angebote und das Know-how der Hochschule
  • Die Öffentlichkeitsarbeit spricht Unternehmen bislang unzureichend an

Wünsche an Zusammenarbeit:

  • Abbau der Hemmschwellen
  • Öffentlichkeitarbeit und Marketing könnten ausgebaut werden
  • Ausbau der Kommunikation zwischen Unternehmen und Hochschule
  • Erkennen und nutzen des Hochschulpotenzials (Wissenstransfer)
  • Ausbau von Veranstaltungsformaten wie „Unternehmen hautnah“

Strukturelle Aspekte:

  • Steigerung der Einbeziehung vorhandener Strukturen wie Wirtschaftsbeirat, Förderkreis, BIC Stendal etc.
  • Nutzung von Instrumenten wie Bachelor-/Master-Arbeiten, Projektarbeiten, duales Studium

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Regionale Zusammenarbeit Hochschule und Sozialwirtschaft

Moderation: Prof. Dr. Raimund Geene, Prof. Dr. Michael Klundt, Prof. Dr. Christian Meisel

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde berichteten die anwesenden Teilnehmerinnen und Teilnehmer der Sozialwirtschaft, die Studierenden und die Hochschullehrenden über ihre bisherigen Erfahrung der Zusammenarbeit im Rahmen von Praktika, Abschlussarbeiten und Berufseinstiegssituationen. Es konnten hinderliche und förderliche Aspekte sowie neue Ideen der Zusammenarbeit erkannt und diskutiert werden. Immer wieder zeigte sich, dass fehlende Kenntnisse über die jeweiligen Arbeitsbedingungen der Partner (Stichworte: Transparenz, eindeutige Strukturen, Anlässe zur Kommunikation) zu Missverständnissen führen, die eine Zusammenarbeit erschweren.

 

Ergebnisse des Workshops (Förderliche und hinderliche Bedingungen für die Zusammenarbeit)

Als förderlich wurden folgende Punkte genannt:

  • Angebote der Hochschule wie Ringvorlesungen, Senior-Campus oder Kinder-Uni sollten möglichst langfristig vorangekündigt werden; ggf. auch Verknüpfungen mit anderen Aufgabenstellungen (z. B. Fortbildungsbedarfen)
  • Kontinuierliche und verbindliche Angebote
  • Kommunikation über Fachexpertisen der Hochschulangehörigen und Bedarfe der Praxis

Hinsichtlich studentischer Praktika wurde angemerkt:

  • Die Arbeit der Student/innen könnte honoriert werden (Anerkennungen, Übernachtungs- und Fahrtkostenzuschuss)
  • Verbesserung des Informationsflusses auf beiden Seiten. Beide Seiten sollen wissen, was gewollt ist und gekonnt wird.
  • Es sollte sich gegenseitig besser auf dem Laufenden gehalten werden.
  • Beide Seiten sollten sich auf neue Situationen einlassen und offen sein für Überraschungen.
  • Angebote der Institutionen sollten attraktiv gestaltet sein und die Studierenden direkt ansprechen.
  • Es sollte noch mehr Transparenz über Kooperationsbedingungen und -erfahrungen geschaffen werden.

Als hinderlich wurden folgende Punkte genannt:

  • „Nicht alles, was in der Theorie zählt, ist auch für die Praxis richtig“ versus „Es gibt nichts Praktischeres als eine gute Theorie“
  • Aus Intransparenz folgt Verunsicherung: Es besteht eine Berührungsangst, wenn man nicht weiß,was die Einrichtung macht und machen will oder was die Studierenden können und wollen
  • Zeiträume für Praktika sind durch die Begrenzung auf die Semesterferien zu kurz

Wünsche an Zusammenarbeit

  • Noch bessere und intensivere Zusammenarbeit bei Praktika
  • Mithilfe der Sozialwirtschaft bei der Berufsvermittlung
  • Institutionen sollten aktiver auf Studierende zugehen
  • Studierende wünschen sich eine „Willkommenskultur“, bzw. alle sollten eine „Zusammenhaltskultur“ leben
  • Klare Formulierung von Praktikumsmöglichkeiten und Kompetenzen sowie Profilen der Studierenden

Strukturelle Aspekte

  • Netzwerke verknüpfen
  • Mobilität im Landkreis
  • Förderung z. B. durch Aktion Mensch
  • Aus Projekten Reales werden lassen
  • Erfolgreiche Beispiele kommunizieren
  • Sozialbereiratssitzung zum Thema Zusammenarbeit (Praktika)
  • „Börse“ von Projektanbietern
  • Niedrigschwelliger Kostentopf

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Regionale Zusammenarbeit von Städten, Verbandsgemeinden und Hochschule

Moderation: Prof. Dr. Jürgen Maretzki, Hertha Schnurrer, Doreen Falke

Im Anschluss an die Begrüßung erfolgte eine Vorstellungsrunde der Teilnehmenden. Beispielhaft für die Möglichkeiten der Zusammenarbeit der Hochschule Magdeburg-Stendal mit regionalen Partnern wurde u.a. die Kooperation mit dem LOK Stendal im Rahmen einer Bachelor-Arbeit vorgestellt. Es wurde deutlich, dass betriebswirtschaftliche Themen im Vergleich zu humanwissenschaftlichen Themen seltener an die Hochschule herangetragen werden. Weiterhin konnte herausgestellt werden, dass das Interesse der Studierenden insbesondere bei praktischen Themen höher ist, da diese meist greifbarer sind. Insgesamt sind einige Themen für die Bearbeitung durch einzelne Studierende zu groß angelegt oder werden zu einem ungünstigen Zeitpunkt an die Hochschule herangetragen. Hierbei kann die Hochschule jedoch auf Wunsch bei der Ausgestaltung möglicher Themen behilflich sein. Ein beliebtes Instrument ist das Projektstudium, das bereits frühzeitig zu einer Verknüpfung von Hochschule und Praxis führt. Weitere Formate können je nach Praxispartner individuell gestaltet werden. Ein besonderes Beispiel der praktischen Arbeit im wissenschaftlichen Kontext ist das An-Institut KinderStärken e.V., das nach seiner Gründung von vielen Akteuren sehr genau beobachtet wurde und sich durch die gute Arbeit für die und mit der Region etablieren konnte.

Ergebnisse der Workshops (Förderliche und hinderliche Bedingungen für die Zusammenarbeit)


Als förderlich wurden folgende Punkte genannt:

  • An-Institute und In-Institute als niedrigschwellige Zugangswege zur Hochschule
  • Anlaufstelle für Praxiskontakte in Stendal vorhanden
  • Fachtagungen und Ringvorlesungen an der Hochschule
  • Unterstützung der Träger / AG

Als hinderlich wurden folgende Punkte genannt:

  • Geografische Großflächigkeit des ländlichen Raumes ––> Wirkung in der Fläche
  • Zu umfangreiche Themen / Problemstellungen
  • Regionale Zusammenarbeit von Städten, Verbandsgemeinden und Hochschule

Wünsche an die Zusammenarbeit:

  • Hilfestellung bei der Aufteilung von komplexen Themen zur Bearbeitung in Form von Abschlussarbeiten
  • „Ein offenes Ohr haben“
  • Weiterbildungsangebote lokal / regional
  • An-Institute haben Know-how in der Formulierung von Fördermittelanträgen, dies sollte weiter ausgebaut werden

Strukturelle Aspekte

  • Kompetenzzentrum Frühe Bildung bündelt und ermöglicht mit regelmäßig stattfindenden Tagungen und Veranstaltungen einen Zuwachs an Angeboten.
  • Bislang sind viele Aktivitäten eher im Raum Stendal zentriert, die Ausweitung der Hochschulaktivitäten auf das gesamte nördliche Sachsen-Anhalt ist erwünscht.

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Regionale kulturelle Zusammenarbeit

Moderation: Prof. Dr. Günter Mey, Prof. Dr. Nicola Wolf-Kühn

Nach einer kurzen Vorstellungsrunde der Teilnehmenden wurden zunächst einige Projekte vorgestellt, bei denen die Hochschule mitwirkt(e); z. B. „KinderUni“ gemeinsam mit dem Winckelmann-Museum; „Angst(frei)“- und „Heimatperspektiven“-Ausstellungen/Events mit dem Theater der Altmark (TdA);
Theaterabende mit anschließenden Diskussionen unter Beteiligung der Hochschule; Einbindung von
Kulturvertreterinnen und -vertretern in die Ringvorlesungen an der Hochschule, u.a. TdA, Kunstplatte,
Musikerfabrik Frank Wedel; Poetryslam vom StuVE und TdA. Hieraus wurde deutlich, welche Potenziale die Kulturlandschaft Stendals bietet, gleichzeitig wurde aber auch deutlich gemacht, dass es letztlich oft eine Frage der Finanzierung ist, ob die Projekte weitergeführt oder sogar auf den Landkreis ausgeweitet werden können (hierbei scheitert es meist schon an den Fahrtkosten bis hin zu fehlenden Mitteln für Projektassistenz etc.). Zudem mangelt es z. T. aber auch an Kenntnis und Austauschmöglichkeiten über geplante Vorhaben; hier könnte beispielsweise durch die Schaffung eines „Kulturbüros“ (verstanden als „Schnittstelle“) Abhilfe geschaffen werden. Eine Frage, die ebenfalls beschäftigte, ist die der weiteren Einbindung und der Erreichbarkeit der Studierenden, um über bestehende Projekte und Initiativen hinaus Angebote für und mit ihnen zu schaffen, die auch eine stärkere Verbundenheit mit der Stadt Stendal und der Region eröffnen. Hierzu wurden sowohl von den regionalen Vertreterinnen und Vertretern als auch von Seiten der Hochschule interessante Vorschläge eingebracht.

 

Ergebnisse der Workshops (Förderliche und hinderliche Bedingungen für die Zusammenarbeit)

Als förderlich wurden folgende Punkte genannt:

  • Akteure sind motiviert, etwas für die Region Stendal zu machen
  • Themenbezogene Kooperation
  • Anknüpfen an Themen, die die Bürgerinnen und Bürger in der Region interessieren
  • Bereits existierende Netzwerke (s. Kulturstammtisch)

Als hinderlich wurden folgende Punkte genannt:

  • Materielle und personelle Ressourcen fehlen
  • Fehlende Infrastruktur für die Kooperation → z. B. „Kulturbüro“

Wünsche an die Zusammenarbeit:

  • Stadtprojekte
  • Kulturförderung (Lebenskultur, Willkommenskultur)

Strukturelle Aspekte

  • Vernetzung der Akteure
  • Kontinuierlicher langfristiger Austausch/Planung
  • „Schnittstellen“ definieren

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Refugees Welcome

Moderation: Franziska Buddy, Julian Kirsching, Dr. Katrin Reimer

Ganz Deutschland beschäftigt sich momentan eingehend mit der Aufnahme von geflüchteten Menschen aus
Krisengebieten wie Syrien, dem Irak oder Afghanistan. Der Workshop „Refugees Welcome“ im Rahmen der
Altmärkischen Netzwerkkonferenz hatte zum Ziel, den Beteiligten die Ausgangslage bzw. die erwartete Lage
der nächsten Monate zu verdeutlichen, um davon ausgehend die anstehenden Herausforderungen für Stadt und Landkreis zu diskutieren. Mit welchem Aufkommen an geflüchteten Menschen rechnet der Landkreis Stendal und wo sehen die Beteiligten Bedarfe, die Menschen nach ihrer Ankunft in Stendal zu unterstützen? Diese Frage und auch die Bestandsaufnahme bereits existierender regionaler Unterstützungsangebote standen im Mittelpunkt dieses Workshops. Eingeladene Teilnehmerinnen und Teilnehmer wie bspw. das DRK und der Kinderschutzbund berichteten von bisherigen Erfahrungen in der Arbeit mit Flüchtlingen und verdeutlichten Anknüpfungspunkte für die Initiative „Refugees Welcome“, die sich an der Hochschule gegründet hat. Die Initiative hat inzwischen Arbeitsgruppen zu einzelnen Schwerpunkten wie Deutschunterricht und Hausaufgabenhilfe gegründet, in denen nun konkrete Vorhaben zur Unterstützung von Flüchtlingen geplant werden.

Ergebnisse des Workshops:
Ausgangslage Landkreis Stendal
- 2011: 184 Personen in Gemeinschaftsunterkunft
- Bis Ende 2014: 500 Asylsuchende
- Bis Ende 2015: 1000 Asylsuchende
- Hauptsächlich Familien, 50 -60 Prozent Kinder
- Hauptsächliche Herkunftsländer: Syrien, Irak, Afghanistan, Tschetschenien
- Asylverfahren 6-12 Monate
Bekannte Bedarfe
- Unterbringung
- Verlässliche Patenschaften
- Hausaufgabenbegleitung
- Fragen zum Bildungssystem
- Fragen zur Gesundheitsversorgung
- Dolmetschen
- Erwerb von Deutschkenntnissen
- Sachbedarf
- Aufklärung, Akzeptanz und Bewusstsein
- Öffentlichkeitsarbeit
Refugees Welcome Zukünftiges Vorgehen:
- 08.12.2014 Begegnungstreffen an der Hochschule
- Abstimmung zu zukünftigen Sammelaktionen und anderen Unterstützungsvorhaben unter den
Beteiligten des Workshops
- Teilnahme der Hochschule am Arbeitskreis Migration der Stadt und des Landkreises
- Verstetigung der Zusammenarbeit mit lokalen Akteuren
- Bildung von konkreten Arbeitskreisen an der Hochschule, z. B. Arbeitskreis Hausaufgabenhilfe
Aspekte der Zusammenarbeit
- Um erfolgreiche Arbeit und Unterstützung gewährleisten zu können, ist ein Austausch von Informationen
über Angebote und Aktivitäten zwischen den Akteuren notwendig.
Fazit des ersten Begegnungstreffens:
- Das erste Begegnungstreffen fand großes Interesse bei lokalen Akteuren, Studierenden und Lehrenden
der Hochschule sowie Flüchtlingskindern, die das Angebot des Kinderschutzbundes wahrnehmen

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Kontakt

Prof. Dr. Matthias Morfeld

Tel.: (03931) 2187 48 47
Fax: (03931) 2187 48 70
E-Mail: connectYou@h2.de

Anja Funke

Anja Funke

Tel.: (03931) 2187 48 94
Fax: (03931) 2187 48 70
E-Mail: connectYou@h2.de

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