Digitale Teilhabe – Eine Konferenz über Chancen und Risiken der Digitalisierung bei Menschen mit Behinderung

Foto: Matthias Piekacz

Vier Vorträge, elf Workshops und eine Netzwerkveranstaltung stehen an zwei Tagen auf dem Campus der Hochschule in Stendal zur Auswahl.

Digitale Tools für inklusive Zukunftsvisionen. Inklusive Arbeit 4.0. Mensch-Technik-Interaktion als Instrument für soziale Teilhabe. Die eigenen vier Wände – Schlüssel für mehr Teilhabe und Inklusion.  Chancen und Herausforderungen KI-gestützter Assistenzsysteme für eine selbstbestimmte Teilhabe am Arbeitsleben. Ko-Forschung als Brücke zwischen Theorie und Praxis.  Monitoring und Analyse der sozialen Teilhabe von Patient*innen nach schwerer neurologischer Erkrankung. Chancen und Herausforderungen durch die digitale Abbildung von Hilfebedarfsinstrumenten in der öffentlichen Verwaltung. Nutzerzentrierte Digitalisierung in Werkstätten. Digitale Medien in Kindertagesstätten. Digitale Herausforderung an die berufliche Rehabilitation.

Das Programm wird von 24 Referent*innen und Moderator*innen gestaltet. Praxis-Expert*innen aus therapeutischen Einrichtungen, Rehabilitation, Berufsbildungswerken, Inklusiven Wohn- und Arbeitsprojekten sowie der öffentlichen Verwaltung teilen Ihre Erfahrungen. Die politische und gesellschaftliche Diskussion wird durch Impulsbeiträge vom Blogger und Aktivisten für Inklusion und Barrierefreiheit Raúl Krauthausen sowie aus der Politik angeführt. Wissenschaftler*innen aus Fraunhofer-Instituten und Hochschulen stellen Ihre Projektergebnisse zur Diskussion und demonstrieren Prototypen zur Zukunft der Digitalen Inklusion.

Die Konferenz wird konzipiert und geleitet vom Rehabilitationsforscher Matthias Morfeld und dem Informatiker Michael Herzog, die für ihre interdisziplinäre Zusammenarbeit an der Schnittstelle von Technik und Inklusion mit dem Forschungspreis der Hochschule Magdeburg-Stendal ausgezeichnet wurden.

Programm

Donnerstag, 9. März 2023

Uhrzeit Titel / ThemaReferent:innen
9.30-10.00Registrierung/Ankommen bei Kaffee

10.00-10.20

Begrüßung

Prof. Dr. Michael Herzog/ Prof. Dr. Matthias Morfeld

Rektorin der HS Magdeburg-Stendal Prof. Dr. Manuela Schwartz

10.20-11.20

Vortrag: Smarte Assistenzsysteme für die inklusive Produktion von morgen

Prof. Dr. Dr. Dr. Carsten Röcker
11.20-12.00

Vortrag: Digitale Herausforderung an die berufliche Rehabilitation

Dr. Susanne Gebauer
12.00-13.30

Mittagspause

13.30-15.30

Workshop-Runde 1

15.30-15.40Pause
15.40-17.40Workshop-Runde 2

17.40-17.50

Pause

17.50-18.30

Evening lecture

Raúl Krauthausen

Vortragstitel: "Auf die Begegnung kommt es an!"

19.00-21.00

ABENDVERANSTALTUNG

Live Cooking im Mainly Marienkirchstraße 7, 39576 Stendal

 

 

 

Freitag, 10. März 2023

UhrzeitTitel / ThemaReferent:in
9.30- 9.45Reflexion vom Vortag/Ausblick auf den TagProf. Dr Michael Herzog/ Prof. Dr. Matthias Morfeld
9.45- 10.25

Vortrag: Technik die motiviert. Mit kleinen Schritten in die Digitalisierung

 

Simon Troccoli Castro
10.25-10.40 

 Kaffeepause

10.40-12.40Workshop-Runde 3
12.40-13.10

Abschlussplenum: Ergebnisse und Impulse aus den Workshops und Vorträgen

Prof. Dr Michael Herzog/ Prof. Dr. Matthias Morfeld
13.10-14.10Mittagspause zum Abschlussnetworking

Ihre Workshop-Planung

Insgesamt stehen Ihnen an beiden Tagen 11 Workshops zur Auswahl. Bitte beachten Sie, dass pro Workshop-Runde lediglich ein Workshop ausgewählt werden kann. Die Anmeldungslink zur Tagung finden Sie in der Rubrik "Anmeldung".

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WS 1 Digitale Tools für inklusive Zukunftsvisionen

Dieser Workshop baut in zwei Workshop Runden aufeinander auf. Teil 1- Donnerstag 13.30-15.30/ Teil 2 Donnerstag 15.40-17.40

Die Kernidee des Forschungsvorhabens „IKKE – Inklusive Küche 4.0“ war die Inklusion von Menschen mit geistigen Beeinträchtigungen in den Ausbildungs- und Arbeitsalltag mittels digitaler Lehr- und Lernmethoden sowie das Aufbrechen von starren Strukturen im gesamten Bildungssystem, dass sich durch getrenntes Lernen und Separierung auszeichnet. In einem Inputvortrag wird das Modellprojekt und die Rahmenbedingungen des inklusiven Berufsschulunterrichts vorgestellt, als auch der Entwicklungsprozess von prototypischen Lernanwendungen, die inklusives Lernen unterstützen.

Im praktischen Teil des Workshops wollen wir die Konzeptideen weiterspinnen – Nach dem Prinzip des Spekulativen Design überlegen wir uns Ideen und Szenarien, wie eine zukünftige Welt aussehen kann, in der Inklusion von einem Forschungsthema zur Realität wird. Dafür nutzen wir zwei Methoden aus dem Spektrum Future Design, die uns spielerisch bei der Ideenfindung unterstützen. Am Ende können alle Teilnehmenden als Inspiration eine Ideenlandkarte für inklusive Bildung mit nach Hause nehmen, die Anregungen für Diskussionen und Inspirationen zur Umgestaltung bieten sollen.

  • 2 Workshop-Einheiten à 90 Minuten
  • Max. 20 Teilnehmende
  • Mitbringen: Offenheit für Design Methoden

Keywords: Inklusive Berufsausbildung, Technisch-unterstütztes Lernen, Spekulatives Design

Referent*innen: M.Sc. Victoria Batz, Wissenschaftliche Mitarbeiterin Hochschule Magdeburg-Stendal & M.Sc. Inga Lipowski, Therapeutin am Städtischen Klinikum Braunschweig

Literatur:
Batz, V., Lipowski, I., Morfeld, M., Hansen, C., Herzog, M. (2022). Accessible Design of Serious Games for People with Intellectual Disabilities in Inclusive Vocational Education. DIGRA 2022

Batz, V., Lipowski, I., Klaba, F., Engel, N., Weiß, V., Hansen, C., Herzog, M. (2021). The Digital Competence of Vocational Education Teachers and of Learners With and Without Cognitive Disabilities. SETE 2021

Lipowski, I., Batz, V., Herzog, M., Morfeld, M. (2020). Digitalisierung als Unterstützer der Inklusion in der beruflichen Bildung. RP Reha 2020

WS 2.1 Mensch-Technik-Interaktion & Teilhabe/ WS 2.2 Mehr Lebensqualität durch Schachspielen

WS 2.1 und 2.2 sind zwei verschiedene Workshopangebote- Workshop 2.1 wird Donnerstag von 13.30-15.30Uhr angeboten, Workshop 2.2 wird Donnerstag von 15.40-17.40 Uhr angeboten

WS 2.1 Mensch-Technik-Interaktion als Instrumt für soziale Teilhabe

Soziale Teilhabe ist aktuell in unserer Gesellschaft immer stärker mit digitaler Teilhabe verknüpft. Allerdings sind die Möglichkeiten zu digitaler Teilhabe innerhalb der Gesellschaft sehr unterschiedlich verteilt: Soziale Ungleichheit, Diskriminierung sowie fehlende Barrierefreiheit spielen eine große Rolle bei der Frage, ob und wie Menschen digitale Technik nutzen können. Damit wächst mit der Digitalisierung auch die Gefahr, dass sich die soziale Ungleichheit vergrößert.

Der Workshop beleuchtet am Beispiel verschiedener Gruppen, welche Chancen, Herausforderungen und Risiken digitale Technologie für soziale Teilhabe bedeuten. Thema ist aber auch, wie digitale Teilhabe von Menschen mit Beeinträchtigungen ermöglicht werden kann.

Der Workshop besteht aus drei Vorträgen und einer anschließenden Diskussion:

Matthias Haase betrachtet zunächst die Versorgungssituation ambulanter neuropsychologischer Therapie. Nur gut ein Zehntel der Menschen mit erworbenen Hirnschädigungen befinden sich in ambulanter neuropsychologischer Behandlung. Nicht nur die zu niedrige Anzahl ambulant tätiger Psychologischer PsychotherapeutInnen, die über eine neuropsychologische Zusatzqualifikation verfügen, führen zu Lücken zwischen der Akut- und ambulanten Versorgung. Auch Mobilitätseinschränkungen aufgrund erkrankungsbedingter motorischer oder kognitiver Veränderungen sowie Barrieren in der Infrastruktur beeinflussen das Geschehen (Thoma et al., 2020). In diesem Beitrag sollen die Möglichkeiten und Risiken computergestützte Therapieformen diskutiert werden.

Carolin Kollewe fokussiert die Nutzung digitaler Techniken durch ältere und alte Menschen mit Demenz und ihrem sozialen Umfeld. Sie beleuchtet dabei die Möglichkeiten, welche diese Technologien bieten, aber auch die ethischen Fragen, die mit der Nutzung solcher Techniken verbunden sind.

Okan Kubus legt den Fokus auf Technologie in Bezug auf taube Menschen und Gebärdensprache. So wie es technologische Erfindungen gibt, die das Leben und den Alltag tauber Person enorm erleichtern, so gibt es technische Entwicklungen, die innerhalb der tauben Communities Anstoß für ethische Fragestellungen geben. Eine dieser kritisch zu betrachtenden Technologien stellen Gebärdensprach-Avatare dar (De Meulder, 2021). Der Vortrag soll Anregungen über die Frage geben, wie eben solche Projekte umgesetzt werden können, ohne dabei die taube Perspektive zu vernachlässigen (siehe auch Krausneker & Schügerl, 2022).

Keywords: Computergestützte Therapie, digitale Teilhabe, taube Menschen, taube Communities

Referent*innen: Prof. Dr. Matthias Haase1, Prof. Dr. Carolin Kollewe1, Prof. Dr. Okan Kubus2
1: Fachbereich Ingenieurwissenschaften und Industriedesign, Hochschule Magdeburg-Stendal
2: Fachbereich Soziale Arbeit, Gesundheit und Medien, Hochschule Magdeburg-Stendal

Literatur:

De Meulder, M.  (2021). Is “good enough” good enough? Ethical and responsible development of sign language technologies. Proceedings of the 1st International Workshop on Automatic Translation for Signed and Spoken Languages (AT4SSL), 12–22. Association for Machine Translation in the Americas.

Krausneker, V. & Schügerl, S.  (2022).  Avatare, die Gebärdensprache darstellen: Ein Best-Practice Leitfaden. Das Zeichen 36 (118).

Thoma, P., Teismann, T., Wannemüller, A., Friedrich, S., Margraf, J., Schneider, S., & Suchan, B. (2020). Die Rolle der Klinischen Neuropsychologie im Rahmen der reformierten universitären Masterstudiengänge zur Vorbereitung auf das Staatsexamen Psychotherapie. Zeitschrift Für Neuropsychologie, 31(3), 157–163.

WS 2.2 Mehr Lebensqualität durch Schachspielen:

Integration einer barrierefreien Schach-App in Trainings zur kognitiven Gesunderhaltung

Mit der fortschreitenden Digitalisierung sind auch E-Health Anwendungen immer stärker auf dem Vormarsch und können bestehende Versorgungsangebote ergänzen. Während E-Health Dienste vor allem von jüngeren Menschen gut angenommen und eingesetzt werden, ist die Nutzung für Menschen mit Handicaps und Menschen höheren Alters mit Hindernissen verbunden. Ein möglicher Lösungsansatz sieht vor, Menschen bei der Entwicklung von Anwendungen im Gesundheitsbereich einzubeziehen. Die partizipative Technikgestaltung (PD) bietet methodische Herangehensweisen (Duque et al., 2019), um einerseits die Bedürfnisse und andererseits die Bedarfe aller Nutzenden im Entwicklungsprozess zu berücksichtigen.

Studierende der Mensch-Technik-Interaktion der Hochschule Magdeburg-Stendal bieten seit 2021 in Einrichtungen für pflegebedürftige Menschen Schach-Trainings an. Ähnlich wie computergestützte kognitive Trainings (Shah et al., 2017) eignen sich Schachtrainings zur Förderung der kognitiven Gesundheit (u. a. Vale et al., 2018) sowie zur Steigerung der Lebensqualität (u. a. Mikhaylova, 2021). Die „spielbasierte“ Schach-Methode erleichtert außerdem den Zugang und unterstützt bei der Überwindung digitaler Barrieren. Die Trainings werden wöchentlich angeboten und zwischen den Sitzungen erhalten die Teilnehmenden Aufgaben, die der Festigung der Schachregeln und der Verbesserung der Schachfertigkeiten dienen. Im Verlauf der Trainings wird die barrierefreie Schach-App immer stärker einbezogen. Außerdem fließen in allen Entwicklungsstadien der Applikationen Rückmeldungen der Teilnehmenden direkt in die Weiter-entwicklung ein.

Im Workshop sollen zunächst die Trainings, der Entwicklungsprozess der Applikation
(https://einfachschach.de/) und die ermittelten Trainingseffekte präsentiert werden. Im Anschluss haben die Workshopteilnehmenden die Möglichkeit die Applikation zu testen und über weitere Entwicklungsschritte sowie weitere Einsatzbereiche zu diskutieren.

Keywords: Schach, kognitive Trainings, Quality of Life, Digitale Barriere

Referent*innen:  Prof. Dr. Matthias Haase1, Prof. Dr. Jens-Martin Loebel2, Florian Kümmel1 & Vilen Rafayevych1
1: Fachbereich Ingenieurwissenschaften und Industriedesign, Hochschule Magdeburg-Stendal
2: Fachbereich Wirtschaft, Hochschule Magdeburg-Stendal

 

Literatur:

Duque, E., Fonseca, G., Vieira, H., Gontijo, G., & Ishitani, L. (2019). A systematic literature review on user centered design and participatory design with older people. In R. L. Guimaraes, C. A. Saibel Santos, V. F. de Santana, & A. Kronbauer (Eds.), Proceedings of the 18th Brazilian Symposium on Human Factors in Computing Systems (pp. 1–11). ACM. doi.org/10.1145/3357155.3358471

Mikhaylova, I. V., Medvedev, I. N., Makurina, O. N., Bakulina, E. D., Ereshko, N. Y., & Eremin, M. V. (2021). The Effect of Playing Chess on an Aging or Pathological Organism. Journal of Biochemical Technology, 12(3), 47–52. doi.org/10.51847/CwcjG5IstX

Shah, T. M., Weinborn, M., Verdile, G., Sohrabi, H. R., & Martins, R. N. (2017). Enhancing Cognitive Functioning in Healthly Older Adults: A Systematic Review of the Clinical Significance of Commercially Available Computerized Cognitive Training in Preventing Cognitive Decline. Neuropsychology Review, 27(1), 62–80. doi.org/10.1007/s11065-016-9338-9

Vale, R. G. D. S., Da Gama, D. R. N., Oliveira, F. B. de, Almeida, D. S. D. M., Castro, J. B. P. de, Meza, E. I. A., Mattos, R. D. S., & Nunes, R. D. A. M. (2018). Effects of resistance training and chess playing on the quality of life and cognitive performance of elderly women: a randomized controlled trial. Journal of Physical Education and Sport, 18(3), 1469–1477. doi.org/10.7752/jpes.2018.03217

WS 3.1& 3.2 Die eigenen vier Wände als Schlüssel?!

Dieser Workshop wird an zwei verschiedenen Zeitpunkten angeboten, WS 3.1 Donnerstag von 13.30-15.30Uhr und WS 3.2 Donnerstag von 15.40-17.40Uhr

SeWo-Die eigenen vier Wände-Schlüssel für mehr Teilhabe und Inklusion?!

In Art. 19 der UN-BRK ist festgelegt, dass Menschen mit Behinderungen frei wählen können, wo und mit wem sie leben sowie umfassenden Zugang zu gesellschaftlicher Teilhabe erhalten. Auch wenn vielen Menschen in den vergangenen Jahren der Übergang und das Leben in einer eigenen Wohnung mit fachlicher Unterstützung gelungen ist, werden aktuell vor allem Personen mit höheren Unterstützungsbedarfen mangels Alternativen auf das Leben in besonderen Wohnformen verwiesen.

Mit dem Auftrag selbstständigere Wohnformen voranzubringen und neuen bezahlbaren Wohnraum mit guter Infrastrukturanbindung zu schaffen, ist die SeWo gGmbH als Tochtergesellschaft des Landschaftsverbands Westfalen-Lippe (LWL) seit 2017 tätig. Menschen mit höheren Assistenzbedarfen erhalten in unseren Neubauprojekten verlässliche und bedarfsgerechte Unterstützung sowie Optionen für Teilhabe in den umgebenden Wohnquartieren. Das SeWo-Programm wurde dafür 2022 mit dem KfW-Award Leben im Bereich „Soziales und bezahlbares Wohnen“ ausgezeichnet.

Im Workshop wird das Thema Technikunterstützung im Wohnalltag von Menschen mit Behinderung am Modell der SeWo vorgestellt. Am Beispiel eines virtuellen 360°-Rundgangs durch eines der realisierten Wohnhäuser werden die Ausstattungsmerkmale und deren Zusatznutzen präsentiert. Kurze filmische Mieterportraits zeigen die Teilhabeoptionen, die sich in diesem Rahmen ergeben und verdeutlichen die Bedeutung der eigenen vier Wände für Menschen mit Beeinträchtigungen. Darüber hinaus sollen mit den Teilnehmenden aktuelle Hindernisse diskutiert und Lösungsstrategien angedacht werden, die den Zugang zu quartiersangebundenem Wohnraum für Menschen mit Beeinträchtigungen verbessern.

Keywords: Wohnen im Quartier, Technikunterstützung, Barrierefreiheit

Referent*innen: Dipl.-Geogr. Bianca Rodekohr & Luisa Borgmann, Selbstständiges Wohnen gGmbH SeWo/Münster

Weiterführende Links:
SeWo-Blog
www.ideenschmiede-inklusives-wohnen.lwl.org

SeWo-YouTube-Kanal
https://www.youtube.com/channel/UC9yKC3zxMJj0KeMkIFLaFqg

KfW-Award
https://www.kfw.de/%C3%9Cber-die-KfW/F%C3%B6rderauftrag-und-Geschichte/KfW-Awards/KfW-Award-Leben/KfW-Award-Leben-2022/

WS 4.1 & 4.2 Ko-Forschung für Teilhabe

Dieser Workshop wird an zwei verschiedenen Zeitpunkten angeboten, WS 4.1 Donnerstag von 13.30-15.30Uhr und WS 4.2 Freitag von 10.40-12.40Uhr

IDEAL 4.0 Ko-Forschung- Brücke zwischen Theorie und Praxis

Ko-Forschung ist das Bestreben Forschungsprojekte gemeinsam mit Praktiker*innen durchzuführen und auch deren Erkenntnisse und Expertise in die Durchführung einfließen zu lassen. Welche individuellen und systemischen Herausforderungen dabei vorkommen, wird ein Teil des Ko-Forschungs-Teams von IDEAL 4.0 anhand der eigenen Erfahrung erläutern und lädt zur Debatte über den Grad der tatsächlichen Partizipation in Teilhabeforschungsprojekten sowie über den zu bevorzugenden Fokus auf Ergebnissen oder dem Prozess ein.

Der Workshop ist als offenes Austauschformat zu verstehen, in dem unterschiedliche Perspektiven und Erfahrungswerte miteingebracht werden sollen. Ein Reflektieren von Lösungsansätzen auf verschiedenen Ebenen hin zum gemeinsamen Ziel von besserer Forschung und anwendungsorientierten Ergebnissen, welche die Praxis in ihrem Tun unterstützt, ist vorgesehen.

Keywords: Partizipative Forschung, Ko-Forschung, Grad der Partizipation, Designforschung

Referent*innen: Bernadette Gruber, CODE University of Applied Sciences/Interaktionsdesign/ Berlin

Weiterführende Links: https://code.berlin/en/

Literatur:

Farin-Glattacker, Erik; Kirschning, Silke; Meyer, Thorsten; Buschmann-Steinhage, Rolf (2014). Partizipation an der Forschung – eine Matrix zur Orientierung. Ausschuss „Reha-Forschung“ der Deutschen Vereinigung für Rehabilitation (DVfR) und der Deutschen Gesellschaft für Rehabilitationswissenschaften (DGRW). dgrw-online.de/files/matrix_ef_1.pdf

Keeley, Caren; Munde, Vera; Schowalter, Rahel; Seifert, Monika; Tillmann, Vera & Wiegering, Ruth (2019). Partizipativ forschen mit Menschen mit komplexem Unterstützungsbedarf. Teilhabe, 58(3), 96-102.

Kubanski, Dagmar & Goeke, Stephanie (2018). Das Verhältnis von Macht, Geschlecht und (Dis-) Ability in der Forschung. Journal für Psychologie, 26(2), 95-113. doi.org/10.30820/8248.06

Kremsner, Gertraud & Proyer, Michelle (2019). Doing inclusive research: Möglichkeiten und Begrenzungen gemeinsamer Forschungspraxis. Österreich Z Soziol, 44(3), 61–81. doi.org/10.1007/s11614-019-00360-5

Buchner, Tobias, Koenig, Oliver & Schuppener, Saskia (2016): Inklusive Forschung gemeinsam mit Menschen mit Lernschwierigkeiten. Bad Heilbrunn: Julius Klinkhardt.

Unger, von Hella (2014). Partizipative Forschung: Einführung in die Forschungspraxis. Wiesbaden: Springer VS.

WS 5.1 & 5.2 KI-gestützte Assistenzsysteme

Dieser Workshop wird an zwei verschiedenen Zeitpunkten angeboten, WS 5.1 Donnerstag von 13.30-15.30Uhr und 5.2 Freitag von 10.40-12.40Uhr

KI.ASSIST- Chancen und Herausforderungen KI-gestützter Assistenzsysteme für eine selbstbestimmte Teilhabe am Arbeitsleben – Ergebnisse und Erfahrungen aus dem Projekt KI.ASSIST

Ob bei beruflicher Qualifizierung oder am Arbeitsplatz, KI-gestützte Assistenzsysteme können Menschen mit vorhandenen oder drohenden Behinderungen dabei unterstützen, selbstbestimmt am Arbeitsleben teilzuhaben. Um die Lage von Menschen mit Behinderungen auf dem allgemeinen Arbeitsmarkt in Zukunft weiter zu verbessern und eine chancengleiche selbstbestimmte Teilhabe am Arbeitsleben zu ermöglichen, untersuchte das Projekt KI.ASSIST, inwiefern digitale, KI-gestützte Assistenzsysteme Menschen mit Behinderungen beim Lernen und Arbeiten unterstützen können. Um die Potenziale und Grenzen von KI-Technologien für die berufliche Rehabilitation auszuloten, wurden in neun Einrichtungen der beruflichen Rehabilitation (drei Berufsförderungswerke, drei Berufsbildungswerke, drei Werkstätten für behinderte Menschen) sogenannte Lern- und Experimentierräume (kurz: LER) eingerichtet, in denen Fachkräfte gemeinsam mit den Rehabilitand:innen Technologien auswählten und erprobten.

Der Beitrag stellt die in den LER gewonnenen Erkenntnisse zu Chancen und Herausforderungen des Einsatzes KI-gestützter Assistenzsysteme in der beruflichen Rehabilitation sowie Überlegungen aus der projektbegleitenden Expertengruppe „Inklusive Arbeitswelt mit KI“ zur Übertragbarkeit auf den allgemeinen Arbeitsmarkt vor und reflektiert diese gemeinsam mit den Workshop-Teilnehmer:innen.

Keywords: Künstliche Intelligenz, Digitalisierung, berufliche Rehabilitation

Referent*innen: Barbara Lippa, Bundesverband Deutscher Berufsförderungswerke/Berlin & Michael Thieke-Beneke, Bundesverband Deutscher Berufsförderungswerke/Berlin

Weiterführende Links: https://www.bv-bfw.de

Literatur:
KI.ASSIST-Projekt (2022). KI-Technologien und berufliche Teilhabe von Menschen mit Behinderungen. Ergebnisse und Empfehlungen aus dem Projekt KI.ASSIST. Bundesverband Deutscher Berufsförderungswerke e. V.

Der Abschussbericht sowie weitere Ergebnispapiere aus dem Projekt KI.ASSIST können unter www.ki-assist.de/projekt/projektergebnisse heruntergeladen werden.http://www.ki-assist.de

Das Projekt KI.ASSIST wurde April 2019 bis März 2022 aus dem Ausgleichsfonds für überregionale Vorhaben zur Teilhabe schwerbehinderter Menschen am Arbeitsleben des BMAS gefördert.  

WS 6.1 & 6.2 Digitale Medien in Kindertagesstätten

Dieser Workshop wird an zwei verschiedenen Zeitpunkten angeboten, WS 6.1 Donnerstag von 13.30-15.30Uhr und WS 6.2 Freitag von 10.40-12.40Uhr

DiKiT- Digitale Medien in Kindertagesstätten

Das Thema Digitalisierung in der Frühen Bildung stellt Kitas und Fachkräfte zunehmend vor Herausforderungen. Besonders der Umgang mit digitalen Medien in Kindertageseinrichtungen rückt mehr und mehr in den Fokus der wissenschaftlichen, aber auch öffentlichen Diskussion. Die Herausforderungen im Rahmen der Covid-19 Pandemie zeigten einmal mehr, wie hoch der Bedarf an Informationen und konkretem Praxiswissen in den Einrichtungen ist. Herbei wurde ebenso offenbar, dass eine Entwicklung hin zu mehr Digitalisierung den Aspekt der Teilhabe nicht vernachlässigen darf, damit digitale Techniken und Medien nicht zu Barrieren für Teilhabe werden.

Für eine professionelle Begleitung der Kinder in eine digitalisierte Welt sind die Kompetenzen der Fachkräfte von entscheidender Bedeutung. Zudem gilt es zu überlegen, wie Eltern und Kinder in den Prozess der Digitalisierung der Kitas einbezogen werden können. In diesem Themenfeld bewegt sich der Forschungsschwerpunkt des vom BMBF-geförderten Projektes „Digitale Medien in der Kita“ (DiKit)

In dem Workshop wird es zunächst eine thematische Einführung zum Thema „Digitale Medien in der Kita“ geben. Anschließend soll kurz das im Projekt DiKit entwickelte Fortbildungsmodul vorgestellt werden, welches sich aus verschiedenen Reflexionsinstrumente (Selbstreflexionsbogen, Elternfragebogen und Kinderbefragung) zusammensetzt, die pädagogische Fachkräfte dabei unterstützen sollen, eigene Fortbildungsbedarfe erkennen zu können. Im Hauptteil des Workshops wollen wir uns gemeinsam mit den Teilnehmenden der Frage zuwenden, wie die Digitalisierung in der Frühen Bildung so gestaltet und nutzbar gemacht werden kann, dass konkrete Beiträge für mehr Teilhabe für Kinder und deren Erziehungsberechtigte entstehen.

Keywords: Digitale Medien, Kindertagesstätte, Medialer Habitus

Referent*innen: M.Sc. Anja Stolakis, M.Sc. Eric Simon & M.Sc. Sven Hohmann, Projekt DiKit/ Hochschule Magdeburg-Stendal

Weiterführende Links: www.h2.de/kfb

 

Literatur:

Fischer, L., Stolakis, A., Simon, E., Hohmann, S., Borke, J. & Schmitt, A. (Hrsg.). (2022). Digitale Medien in Kindertageseinrichtungen - Perspektiven aus Theorie und Praxis. Carl Link.

Simon, E.; Hohmann, S.; Borke, J., Schmitt, A.; Stolakis, A. (2022). Der mediale Habitus pädagogischer Fachkräfte – Ein Plädoyer zur weitergehenden Ausdifferenzierung eines heterogenen Feldes. Frühe Bildung 11(2), S. 97–99.

 

 

WS 7.1 & 7.2 Neurologische Perspektive sozialer Teilhabe

Dieser Workshop wird an zwei verschiedenen Zeitpunkten angeboten, WS 7.1 Donnerstag von 13.30-15.30Uhr und WS 7.2 Freitag von 10.40-12.40Uhr

„Reha-Track“: Monitoring und Analyse der sozialen Teilhabe von Patient*innen nach schwerer neurologischer Erkrankung

In allen Phasen der neurologischen Rehabilitation - von der akutklinischen Versorgung bis zur poststationären Behandlung - ist die Sicherung und Wiederherstellung der sozialen Teilhabe der Patient*innen eine zentrale Aufgabe.

Die Beantwortung der Frage, ob spezifische Reha-Maßnahmen zum Erfolg und zur Wiedereingliederung der Patient*innen in ihren Alltag und ihr soziales Umfeld beitragen, stellt eine besondere Herausforderung für die wissenschaftliche Outcomeforschung  im therapeutischschen Anwendungsbereich dar.

Im Projekt „Reha-Track“ kommen innovative Methoden und Technologien zum Einsatz, die mit der herkömmlichen Dokumentation (Fragebögen, standardisierte Verhaltensbeobachtung) kombiniert werden.  Der Einsatz modernster Sensortechnologien erlaubt das Tracking via Licht- Bewegungs- und Vitalparametern und die Auswertung dieser ergänzenden Erfassungsebene mittels der Entwicklung und algorithmischen Umsetzung von Ontologien.

Parameter der sozialen Teilhabe werden durch die erfassten Informationen über einen Menschen und dessen Interaktion mit seiner Umwelt in einer objektivierten Form abgeleitet und operationalisiert. Die Innovation besteht in der Identifizierung und Interpretation neuropsychologischer Defizite bzw. (pathologischer) Verhaltensmuster über die Veränderung humaner Interaktionen und Reaktionen, die über physikalische Zusammenhänge und Signale detektiert werden können. 

Im Workshop werden zunächst die Grundlagen erläutert und die Ergebnisse einer explorativen Beobachtungsstudie mit Schlaganfallbetroffenen präsentiert. Die Implikationen für die Versorgung und weitere wissenschaftliche Begleitung von Rehabilitationsprozessen werden gemeinsam erarbeitet und diskutiert.

Keywords: Soziale Teilhabe, NeuroReha, sensorbasierte Messung/mobile sensing

Referent*innen: Prof. Dr Claudia Wendel & M.Sc. Wendi Sieber, Hochschule Magdeburg-Stendal

Das Projekt „RehaTrack“ wird als Forschungs- und Entwicklungs- Kooperationsprojekt von einem Forschungsnetzwerk durchgeführt und im Rahmen des Förderprogramms „Zentrales Innovationsprogramm Mittelstand“ des Bundesministeriums für Wirtschaft und Energie (BMWi) gefördert.

WS 8.1 & 8.2 Digitalisierung in öffentlichen Verwaltungen

Dieser Workshop wird an zwei verschiedenen Zeitpunkten angeboten, WS 8.1 Donnerstag von 15.40-17.40Uhr und WS 8.2 von Freitag 10.40-12.40Uhr

Digi Hilfe- Chancen und Herausforderungen durch die digitale Abbildung von Hilfebedarfsinstrumenten in der öffentlichen Verwaltung

In den öffentlichen Verwaltungen steht die Digitalisierung mehr und mehr im Fokus. Während die Berechnung von Sozialleistungen bereits seit vielen Jahren mittels Fachanwendungen wie LÄMMkom LISSA erfolgt, nimmt im Rahmen der ganzheitlichen Fallbearbeitung nun auch die Abbildung der Hilfebedarfsermittlung einen immer größeren Teil ein. Neben der Umsetzung des OZG und der Nutzung digitaler Akten über Schnittstellen zu DMS-Verfahren lässt sich in den Fachanwendungen wie LÄMMkom LISSA auch die Hilfebedarfsermittlung digital abbilden.

Aufgrund des wachsenden Spannungsfeldes zwischen der steigenden Quantität zu erhebender Daten und der erforderlichen Miteinbeziehung der betroffenen Menschen mit Beeinträchtigungen hat die Arbeitsbelastung für Fachkräfte im Teilhabemanagement in den letzten Jahren bedeutend zugenommen.

Anspruchsvoll gestaltet sich nicht zuletzt der Medienbruch zwischen der oftmals noch handschriftlichen Dokumentation der Hilfebedarfe in den Gesamt- und Teilhabeplangesprächen und der späteren digitalen Erfassung im Fachverfahren. Sowohl Arbeitsaufwand als auch Fehleranfälligkeit sind hier erhöht.

Die Vorteile der digitalen Erfassung relevanter Daten in Verbindung mit Onlineanträgen und DMS-Verfahren sind erheblich.
Im Zielfokus steht eine maßgebliche Effizienzsteigerung bei der Datenerfassung und -weiterverarbeitung. Informationen und Verläufe können übersichtlich dargestellt werden, was die Arbeit insbesondere bei langen und umfangreichen Prozessen vereinfacht und potenzielle Fehlerquellen minimiert. Darüber hinaus werden vorhandene Daten für verschiedene Arbeitsbereiche nutzbar gemacht und ein interdisziplinärer Austausch ermöglicht. Kommunen werden somit spürbar entlastet.

Die entsprechenden Möglichkeiten sollen im Rahmen dieses Workshops exemplarisch aufgezeigt werden. Anhand eines fiktiven Fallbeispiels soll die Erfassung relevanter Daten sowie die Gestaltung des Arbeitsprozesses dargestellt werden.
Darüber hinaus soll auch auf Herausforderungen beim Implementieren von Hilfebedarfsinstrumenten eingegangen werden, welche in der Regel unabhängig von einer digitalen Nutzung in einem Fachverfahren entwickelt wurden.

Referent*innen: Christian Koch & Christian Leonhardt, LÄMMERZAHL GmbH/ Dortmund

Weiterführende Links: www.laemmerzahl.de

WS 9.1 & 9.2 Assistenzsysteme in Werkstätten

Dieser Workshop wird an zwei verschiedenen Zeitpunkten angeboten, WS 9.1 Donnerstag von 15.40-17.40 Uhr und 9.2 Freitag von 10.40-12.40Uhr

Nutzerzentrierte Digitalisierung in Werkstätten

Durch individuellere Produkte werden Fertigungen immer komplexer und erfordern Assistenzsysteme, diese Komplexität zu reduzieren. Davon profitieren auch insbesondere Werkstätten. Hierbei ist Nutzerzentrierte Entwicklung ein wichtiger Baustein für zielgerichtete und sinnvolle Assistenzsysteme. Assistenz und Digitalisierung, welche an den Nutzenden vorbei entwickelt wurde, ist keine Assistenz, sondern ein Störfaktor.

In diesem Workshop wird gezeigt, was Nutzerzentrierte Digitalisierung ist und ausmacht sowie einige Werkzeuge hierfür vorgestellt. Anhand eines Beispiels wird gezeigt, wie damit auf unterschiedliche Bedürfnisse eingegangen werden kann. Basierend darauf soll im Dialog zwischen Beschäftigten in Werkstätten, Projektverantwortlichen und Entwicklern gemeinsam diskutiert, wie diese Methoden in Werkstätten angewandt werden können und wie alle von diesen Methoden profitieren können.

Keywords: Nutzerzentrierte Entwicklung, Digitalisierte Produktion

Referent*innen: M.Sc. Christian Jauch, Fraunhofer-Institut für Produktionstechnik und Automatisierung IPA/ Stuttgart

Weiterführende Links: https://www.ipa.fraunhofer.de/de/Kompetenzen/bild--und-signalverarbeitung/bewegungsanalyse-zur-prozessoptimierung.html

WS 10.1 & 10.2 Barrierefreie Websites & Apps ausschreiben

Dieser Workshop wird an zwei verschiedenen Zeitpunkten angeboten, WS 10.1 Donnerstag von 15.40-17.40Uhr und WS 10.2 Freitag von 10.40-12.40Uhr

Wie können barrierefreie Webseiten oder Apps ausgeschrieben werden?

Öffentliche Stellen in der Europäischen Union sind verpflichtet, ihre Webseiten und Apps barrierefrei zu gestalten. Grundlagen dafür sind die EU-Richtlinie 2016/2102 und die technische Norm EN 301 549.

Öffentliche Stellen stehen regelmäßig vor dem Problem, die Erstellung oder Überarbeitung von Webseiten und Apps korrekt auszuschreiben, so dass am Ende ein barrierefreies Produkt steht.

Der Workshop widmet sich dem gesamten Prozess von der Ausschreibung bis zur Produktabnahme aus Sicht der Barrierefreiheit. Die Inhalte sollen möglichst praxisnah und praxisrelevant vermittelt werden. Dazu gehören die Themen:

  • Welche gesetzlichen Grundlagen und Anforderungen an die Barrierefreiheit von Webseiten und Apps gibt es?
  • Welche Teilbereiche eines Ausschreibungsprozesses sind bezüglich der Barrierefreiheit wichtig?
  • Es werden Textbausteine vorgestellt und intensiv besprochen, die von der Landesfachstelle für die Ausschreibungsunterlagen entwickelt wurden.
  • Es wird ein mögliches Vorgehen für die Produktabnahme vorgestellt.

Keywords: Barrierefreiheit, Webseite, App, Ausschreibung, Textbausteine

Referent*innen: Oliver Meier, Referent Informationstechnik/ Landesfachstelle für Barrierefreiheit Sachsen-Anhalt

Weiterführende Links: http://www.lf-barrierefreiheit-st.de

Literatur:Bis zum Zeitpunkt des Workshops wird auf der Webseite der Landesfachstelle www.lf-barrierefreiheit-st.de eine Informationsseite zu dem Thema und insbesondere zu den Textbausteinen veröffentlicht werden, welche hier als weiteres Nachschlagewerk genannt sei.

 

WS 11 InBiST: Inklusive Bildung Sachsen-Anhalt

Workshop 11 wird EINMALIG am Donnerstag von 15.40-17.40Uhr angeboten

InBiST Digitalisierung als Herausforderung und Chance für Menschen mit sogenannten geistigen Beeinträchtigungen – ein Erfahrungsaustausch mit den Bildungsfachkräften des Kompetenzzentrums Inklusive Bildung Sachsen-Anhalt

Workshop 11.0 (wird EINMALIG angeboten)

In einer dreijährigen Vollzeit-Qualifizierung wurden von 2019 - 2022 an der Hochschule Magdeburg-Stendal, am Standort Stendal fünf Menschen mit sogenannten geistigen Beeinträchtigungen zu Bildungsfachkräften ausgebildet. Als Expert:innen in eigener Sache lehren Sie an Hochschulen zu den Themen Behinderung und Teilhabe, sowie den Chancen von Inklusion. So sollen angehende Fach- und Führungskräfte für eine inklusivere Gesellschaft sensibilisiert werden.

Im Zuge der Corona-Pandemie und dem eingeschränkten Betrieb der Hochschule musste die Qualifizierung der fünf Personen innerhalb weniger Tage vom Präsenz- ins Home-Office-Format umgestellt werden. Daraus ergaben sich viele Herausforderungen in Ausstattung und Umgang mit neuer Technik und digitalen Medien, es erwuchsen aber auch Chancen, den Arbeitsalltag durch die Nutzung digitaler Systeme für die Bildungsfachkräfte zu erleichtern.

Im Beitrag berichten die Bildungsfachkräfte aus eigener Perspektive über ihre Erfahrungen mit der Digitalisierung der Arbeitsabläufe und abstrahieren diese Gedanken mit den Workshop-Teilnehmenden auf Menschen mit Beeinträchtigungen im Allgemeinen. In einem weiteren Schritt werden die Vor- und Nachteile der Digitalisierung für Menschen mit Beeinträchtigungen und die Auswirkungen auf ihre individuellen Teilhabemöglichkeiten gemeinsam erörtert.

Keywords: Digitale Barrieren, Behinderung, Teilhabebereiche, Assistenzsysteme

Referent*innen: Dörthe Löffler, Kompetenzzentrum Inklusive Bildung Sachsen-Anhalt/Stendal

Weiterführende Links: https://sachsen-anhalt.inklusive-bildung.org/

Literatur:
Kloska, M.; Löffler, D.; Bretschneider, W.; Morfeld, M. (2022). Expertise aus erster Hand: Wie ein Projekt Inklusion in Sachsen-Anhalt in den Fokus rückt – Inklusive Bildung Sachsen-Anhalt. Zeitschrift für Erwachsenenbildung und Behinderung

Tagungsort & Kontakt

Tagungsort

Hochschule Magdeburg-Stendal

Osterburger Str. 25

39576 Stendal

Campusplan und Anreise

 

Bei Fragen, schicken Sie gerne eine Mail an: digi-teilhabe2023@h2.de

Anmeldung

Hier können Sie sich für den Fachtag DigiTeilhabe 2023 anmelden. Nach Eingang Ihrer Anmeldung erhalten Sie eine Anmeldebestätigung per E-Mail.

https://DigiTeilhabe.eventbrite.com

*Ab sofort ist auch eine Bezahlung mittels Rechnung möglich. Bei Wunsch, nur einen Tag an der Tagung teilzunehmen, bitten wir um eine Nachricht per Mail.

Barrierearme/-freie Gestaltung

Gemeinsames Teilnehmen, Verstehen und Kommunizieren sind die Anforderungen an eine inklusive Veranstaltung. Mit großer Bemühung werden die bestmöglichen Maßnahmen ergriffen, die Tagung „Digitale Teilhabe“ barrierearm, bis barrierefrei zu gestalten.

Die entsprechende Verkehrsinfrastruktur zur Erreichung der Veranstaltung ist durch Parkmöglichkeiten für Menschen mit Behinderung, sowie eine barrierearme Anbindung an die öffentlichen Verkehrsmittel gegeben. Die zur Verfügung gestellten Räumlichkeiten der Hochschule Magdeburg-Stendal sind durch barrierefreie Zugänge zu erreichen. Informationen und Beschilderungen für Rollstuhlfahrende oder Menschen mit eingeschränkter Mobilität, blinde und sehbehinderte Personen sind vorhanden (Raumbeschriftung in Braille). Barrierefreie Toilettenräume stehen gekennzeichnet zur Verfügung.

Die zur Präsentation benötigte Technik ist barrierearm bereitgestellt. Das Rahmenprogramm ist durch Pausen und zeitlich entsprechende bemessene Vorträge konzipiert, sodass dies für alle Teilnehmenden aufzunehmen ist.

Für Menschen mit einer Hörbehinderung, sowie für gehörlose können (auf Anfrage) Gebärdensprachdolmetscher*innen zur Verfügung gestellt werden.

Die Verpflegung aller Teilnehmenden wird während der gesamten Tagungsdauer gewährleistet. Das Einnehmen von Speisen und Getränken ist barrierearm möglich.

Servicepersonal wird Ihnen im Verlauf der gesamten Tagung zur Verfügung stehen.

Dem Organisationsteam ist es wichtig, dass alle Teilnehmenden die Veranstaltung gemeinsam genießen können. Bitte teilen Sie uns gerne Ihren persönlichen Bedarf an folgende Mail mit: digi-teilhabe2023@h2.de

Gerne unterstützen wir Sie!

Kontakt

Prof. Dr. Michael Herzog

Tel.: (03931) 2187 4805
E-Mail: michael.herzog(at)h2.de

Besucheradresse: Hansestadt Stendal, Osterburger Straße 25, Haus 3, Raum 0.11

Besucheradresse: Magdeburg, Breitscheidstr. 2, Haus 7, Raum 1.10

Sprechzeit: Anmeldung und Terminbuchung über https://terminplaner.dfn.de/SpSt

 

weitere Informationen

Mitglied der Forschungsgruppe SPiRIT


Prof. Dr. Matthias Morfeld

Tel.: (03931) 2187 4847
E-Mail: matthias.morfeld(at)h2.de

Besucheradresse: Hansestadt Stendal, Osterburger Straße 25, Haus 3, Raum 1.17

Kontakt und weitere Projekte:

https://www.invite.institute/

https://sachsen-anhalt.inklusive-bildung.org/

https://inklusive-kueche.de/

 

weitere Informationen

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