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- Ringvorlesung „Haltung zeigen! Vielfalt fördern!“
Ringvorlesung „Haltung zeigen! Vielfalt an der Hochschule Magdeburg-Stendal fördern“

Eine Teilnahme ist nach Anmeldung unter chancengleichheit@h2.de in Präsenz oder digital möglich. Sie erhalten dann genaue Informationen zum Veranstaltungsort.
Alle Handlungen, die geeignet sind, die Würde eines Menschen verächtlich zu machen, sind untersagt. Die Organisator*innen behalten sich vor, von ihrem Hausrecht Gebrauch zu machen.
Wir freuen uns über Ihr Interesse und Ihre Teilnahme an den Veranstaltungen!
| Datum | Uhrzeit/ Ort | Titel | Referent*innen |
|---|---|---|---|
| 5. Mai | 12.15–13.45 | Achtsamkeit als Widerstand | Dr. Mirjam Eiswirth |
| 19. Mai | 14.15–15.45 Stendal | Haltung zeigen im Gespräch – Argumentieren und zuhören im demokratischen Dialog | Dr. Debora Diehl |
| 8. Juni | 14.15–15.45 Magdeburg | Behinderung und Gesellschaft | Prof. Dr. Michael Zander |
| 22. Juni | 14.15–15.45 Stendal | Bildung für alle – eine Utopie? | Manjiri Palicha |
| 30. Juni | 14.15–15.45 Magdeburg | Hoffnung organisieren in autoritären Zeiten – Hochschulen als Bollwerk der Demokratie? | Robert Fietzke |
| 15. Juli | 14.15–15.45 Magdeburg | Wie geht es weiter? Vielfalt an der Hochschule Magdeburg-Stendal sichern. | Dr. Julia Rath Anne Hart |
Dr. Mirjam Eiswirth | Achtsamkeit als Widerstand
„Zwischen Reiz und Reaktion liegt ein Raum – und in diesem Raum liegt die Freiheit zur Wahl unserer Reaktion“ – Viktor Frankl
Mit Achtsamkeitsübungen, Meditation, Atemtechniken und ähnlichen Ansätzen üben wir uns darin, genau diesen Raum zwischen Reiz und Reaktion zu vergrößern. Dies ist insbesondere für Diversitätsakteur*innen eine wesentliche Fähigkeit, um in Anbetracht zahlreicher Widerstände resilient zu bleiben.
Denn auch wenn Achtsamkeit „das absichtsvolle Beobachten einer Situation, ohne zu bewerten“ (Jon Kabat-Zinn) ist, so bleibt der achtsame Mensch nicht im Beobachten stecken, sondern kann aus einer reflektierten Position ganz bewusst den nächsten Schritt machen.
Grassroots-Organisationen wie „Capacitar – healing ourselves, healing the world“ (www.capacitar.org) und „Action for Happiness” (www.actionforhappiness.de) unterstützen genau dabei. Sie wenden sich besonders an Menschen in Krisen-Situationen bzw. -Regionen und diejenigen, die vor Ort Hilfe leisten – ein Beispiel für Achtsamkeit als Widerstand, und für Achtsamkeit als wieder-verbindende Kraft.
Im ersten Abschnitt dieser Sitzung betrachten wir das Thema „Achtsamkeit und Diversität“ aus theoretischer Perspektive. Im zweiten Teil wird es praktisch, mit kurzen, alltagstauglichen Übungen, die leicht zu erlernen und weiterzugeben sind – ganz im Sinne der genannten Grassroots-Bewegungen. Auf dass Achtsamkeit sowohl Widerstand stärkt als auch Widerstand löst!
Dr. Mirjam Elisabeth Eiswirth forscht an der Universität zu Köln und am Forschungsinstitut der Diabetes-Akademie Bad Mergentheim zu Diabetes im Querschnitt mit Kommunikation, Achtsamkeit und Technologie. Sie ist zertifizierte Capacitar-Trainerin und Action for Happiness Coach und bietet seit 2024 Achtsamkeitsseminare und Workshops an (www.co-clarity.de).
Dr. Debora Diehl | Haltung zeigen im Gespräch – Argumentieren und Zuhören im demokratischen Dialog
In gesellschaftlichen und politischen Diskussionen treffen unterschiedliche Perspektiven, Erfahrungen und Überzeugungen aufeinander. Gerade im Kontext von Vielfalt stellt sich die Frage, wie wir unseren eigenen Standpunkt klar vertreten und zugleich im Dialog bleiben können.
Der Vortrag widmet sich der Verbindung von Argumentationskompetenz und Zuhörfähigkeit als zentrale Elemente eines gelingenden demokratischen Austauschs. Die Teilnehmenden lernen, zwischen Überzeugen und Überreden zu unterscheiden, eigene Positionen klar und strukturiert zu formulieren und Argumente aus verschiedenen Perspektiven zu entwickeln. Gleichzeitig wird Zuhören als aktive rhetorische Kompetenz in den Blick genommen: Wie gelingt es, andere Positionen wirklich zu verstehen und darauf einzugehen? Darüber hinaus werden auch die Grenzen des Zuhörens thematisiert.
Neben inhaltlichen Impulsen werden ausgewählte Methoden aus der rhetorischen Praxis vorgestellt und erprobt, darunter strukturierte Kurzbeiträge und dialogische Formate wie „Der kontrollierte Dialog“.
Der Vortrag verbindet fachlichen Input mit interaktiven Elementen und lädt dazu ein, die eigene Gesprächspraxis im Umgang mit Vielfalt zu reflektieren und weiterzuentwickeln.
Dr. Debora Diehl ist Sprechwissenschaftlerin und Logopädin. Sie arbeitet als freiberufliche Rhetorik- und Aussprachetrainerin in Magdeburg. In ihrer Arbeit unterstützt sie Menschen dabei, ihre kommunikative Wirkung in Auftrittssituationen ebenso wie im Gespräch zu stärken.
Prof. Dr. Michael Zander | Behinderung und Gesellschaft
Manjiri Palicha | Bildung für alle – eine Utopie?
Robert Fietzke | Hoffnung organisieren in autoritären Zeiten – Hochschulen als Bollwerk der Demokratie?
Dieser Vortrag widmet sich der Frage, welche Rolle Hochschulen in Zeiten des zunehmenden Erfolgs autoritärer und rechtsextremer Politiken und der Erosion ganzer Demokratien spielen können – und müssen.
Ausgehend von Erfahrungen in der Lehre der Sozialen Arbeit, aus jahrelanger zivilgesellschaftlicher Bündnisarbeit sowie aus der Praxis in einem von rechten Angriffen betroffenen Jugend- und Soziokulturellen Zentrum, werden konkrete Herausforderungen und Handlungsmöglichkeiten diskutiert: Wie können Hochschulen ihre Mitglieder und die Institution als Ganzes besser schützen? Wie kann ein solidarisches und demokratisches Miteinander im Hochschulalltag gestärkt werden? Und wie lässt sich Engagement über die Hochschule hinaus wirksam unterstützen?
Im Fokus stehen dabei auch Fragen politischer Teilhabe. Welche Verantwortung haben Hochschulen, wenn es darum geht, Studierende und Mitarbeitende zur demokratischen Beteiligung zu ermutigen, etwa durch niedrigschwellige Informationen oder strukturelle Unterstützung, und inwieweit sind elementare Grundfreiheiten durch autoritäre Diskursdynamiken bereits existenziell bedroht?
Der Vortrag verbindet Analyse und Praxisperspektiven und fragt, welche zentralen Erkenntnisse für Wissenschaft und Praxis gleichermaßen relevant sind, von der Radikalisierungsprävention bei Jugendlichen über demokratisch-emanzipatorische Bildungsarbeit bis hin zur aktiven Förderung von Zivilcourage.
Zugleich geht es um mehr als „nur“ Problembeschreibung. Im Zentrum steht die Idee einer aktiven, ausgestalteten „Hoffnungsarbeit“. Hoffnung wird dabei nicht als bloßes Gefühl verstanden, sondern als kollektive Praxis, die strategisch entwickelt, organisiert und verteidigt werden muss, nicht zuletzt deswegen, weil sie möglicherweise einer der wichtigsten Resilienzfaktoren in Zeiten der Poly-Krise darstellt.
Die Veranstaltung lädt dazu ein, eigene Handlungsspielräume zu erkennen, bewusst zu nutzen und die Demokratie auch im Hochschulalltag aktiv gegen ihre zahlreicher gewordenen Feind*innen zu verteidigen.
Robert Fietzke wurde in Magdeburg geboren, ist aufgewachsen in den „Baseballschlägerjahren“ in Halberstadt und zog für das Studium der Sozialen Arbeit zunächst nach Magdeburg. Heute wirkt er wieder in Halberstadt und leitet dort das Jugend- und Soziokulturelle Zentrum ZORA. Sein beruflicher und politischer Weg ist geprägt von jahrelangem zivilgesellschaftlichem Engagement. Er gründete mehrere zivilgesellschaftliche Bündnisse mit, war Vorsitzender des Flüchtlingsrats und sitzt seit 2024 im Stadtrat der Landeshauptstadt Magdeburg. An der Hochschule Magdeburg-Stendal lehrt er seit 2014 zu den Schwerpunktthemen Rechtsextremismus, Verschwörungsideologien, Flucht und Migration.
Dr. Julia Rath, Anne Hart | Wie geht es weiter? Vielfalt an der Hochschule Magdeburg-Stendal sichern.
Zum Abschluss der Reihe findet eine Reflexionsveranstaltung statt. Im Mittelpunkt steht die Frage: „Wie geht es weiter? Vielfalt an der Hochschule Magdeburg-Stendal sichern".
Nach einer Übersicht zu den Diversitätsakteur*innen der Hochschule werden landes- und bundesweite Demokratieinitiativen vorgestellt. Die Erkenntnisse der einzelnen Veranstaltungen werden gebündelt und auf die Hochschule übertragen. Zudem besteht die Möglichkeit, gemeinsam die künftige Diversitätsarbeit statusgruppen- und standortübergreifend zu diskutieren und zu gestalten.
Dr. Julia Rath leitet den Servicebereich für Chancengleichheit an der Hochschule Magdeburg-Stendal. Anne Hart arbeitet als Consultant für Gleichstellungs- und Netzwerkarbeit im Projekt FEM POWER Vision.
Kontakt

Leitung Servicebereich für Chancengleichheit
Dr. Julia Rath
Tel.: (0391) 886 49 38
E-Mail: julia.rath@h2.de
Ort: Campus Magdeburg, FEZ (Breitscheidstr. 51), Raum 1.14

