Pressegespräch zu „Deutsch-Marokkanische Lebenswege“

Einladung zum Online-Pressegespräch

Sehr geehrte Damen und Herren, liebe Kolleginnen und Kollegen,

wir laden Sie ein zur Präsentation des Buch- und Veranstaltungsprojekts „Deutsch-Marokkanische Lebenswege – Geschichten über das Suchen, Ankommen und Engagieren“, das im Rahmen eines Online-Pressegesprächs vorgestellt wird. Das Projekt entstand in Zusammenarbeit der Hochschule Magdeburg-Stendal und dem Deutsch-Marokkanischen Kompetenznetzwerk.

Das Buch mit dem Titel „Deutsch-Marokkanische Lebenswege“ ist ein zeithistorisches Dokument, das die Beiträge von 32 unterschiedlichen Deutschen mit einer marokkanischen Zuwanderungsgeschichte umfasst. Das Buch- und Veranstaltungsprojekt ist entstanden als Reaktion auf die sexuellen Übergriffe in der Silvesternacht 2015/16, um die vielfältigen Lebenswege innerhalb der Deutsch-Marokkanischen Community sichtbar zu machen.

In Form von Interviews, autobiographischen Erzählungen, Gedichten und Kurzgeschichten wird in dem Buch auf authentische und lebendige Weise erzählt, wie Teilhabe und Partizipation trotz Barrieren und Herausforderungen in unserer Einwanderungsgesellschaft erfolgreich gestaltet werden kann. Die Erfahrungen und Erfolgserlebnisse geben nicht nur Jugendlichen aus Einwanderungsfamilien Mut und Orientierung, sondern der unserer Gesellschaft insgesamt.

Teilnahme am Online-Pressegespräch

Termin und Ort: 29. März, 11 Uhr, online via Zoom

Zoom-Meeting beitreten
https://hs-magdeburg.zoom.us/j/89162381335?pwd=bmVCUGtlRDNyS041SjZHNXpUSW45QT09

Alternativer Kurzlink:
https://h2.de/zoom/j/89162381335

Meeting-ID: 891 6238 1335
Kenncode: 100952

 

Kurzprofile der Teilnehmer/innen:

Foto von Miriam Sabba
Miriam Sabba,
Foto: Miriam Sabba

Miriam Sabba - „Mit Bildung, Gesundheit, Willen und Ehrlichkeit kann man alles erreichen.“

Miriam Sabbas Vater kam 1969 von Nador, Marokko nach Deutschland und über mehrere Stationen nach Wuppertal. Dort wuchs Miriam Sabba auf und absolvierte ein Gesangsstudium. Als Sopranistin hat sie sich bereits ein großes Repertoire ersungen und war über mehrere Jahre im Ensemble des Mittelsächsische Theaters Freiberg und der Landesbühnen Sachsen. Im Jahr 2014 wurde Miriam Sabba als klassische Sängerin von der Foundation Hassan II zum Thronfest Mohammeds VI nach Rabat eingeladen.

Quelle: https://www.miriamsabba.de/vita ; Buch: Deutsch-Marokkanische Lebenswege

Foto von Jalid Sehouli
Jalid Sehouli,
Foto: Wiebke Peitz

Prof. Dr. med. Dr. h.c. Jalid Sehouli - „Vielfältigkeit der Menschen noch mehr nutzen“

Die Eltern von Jalid Sehouli kamen aus politischen Gründen und ohne große Bildung von Tanger, Marokko nach Deutschland, wo er in Berlin aufgewachsen ist. Bereits im jungen Alter entwickelte Jalid Sehouli eine Leidenschaft zum Schreiben.

Seine Liebe zu Marokko als Berliner Weltbürger hat er in den Büchern „Marrakesch“ und „von Tanger fahren die Boote nach irgendwo“ ausgedrückt. Heute ist er Direktor der Klinik für Gynäkologie und onkologische Chirurgie an der Charité Berlin. Seit 2019 trägt Jalid Sehouli den Ehrentitel Doctor honoris causa und hat mehr als 400 internationale Veröffentlichungen in Fachzeitschriften.

„Vielfältigkeit der Menschen noch mehr nutzen“ - das ist sein Motto. Migration und Diversität sind für Ihne die Motoren des gesellschaftlichen Wandels und Grundlage für erfolgreiche Innovationen. Dieses Potenzial ist in allen Bereichen unserer Gesellschaft zu nutzen! Das ist auch ein der Beitrag der deutsch-marokkanischen Geschichte. 

Quelle: https://frauenklinik.charite.de/ueber_die_frauenkliniken/prof_dr_jalid_sehouli/; Buch: Deutsch-Marokkanische Lebenswege

Foto von Driss Bartout
Driss Bartout,
Foto: Driss Bartout

Dr. Driss Bartout – „Kulturellen Reichtum Deutschlands für Zusammenleben und Entwicklung stären“

Aufgewachsen im industriellen Zentrum Marokkos, Casablanca, zog es Driss Bartout schon früh nach Europa. Mit einem Umweg über Frankreich kam er 1989 an seinem eigentlichen Ziel an, Deutschland. Zunächst in Aachen, wo er das Studienkolleg absolvierte und sich mit der deutschen Sprache anfreundete. Zum Maschinenbaustudium ging es nach Berlin, an die TU. Sein erster Job an der TU als studentische Hilfskraft am Institut für Füge- und Beschichtungstechnik stellte die Weichen für die Zukunft, denn das sollte sein Fachgebiet bleiben. Als Diplomingenieur 5 Jahre Wissenschaftlicher Mitarbeiter u.a. betraut mit der Betreuung des Schweißlabors, dann 6 Jahre Industrieerfahrung. Danach ging es zurück an die TU, wo Herr Bartout nach 5 Jahren seine Promotion im Bereich Fügetechnik im Turbinenbau erfolgreich abschloss.

Seit 2013 ist Herr Bartout Professor und Leiter des Fachgebietes Füge- und Beschichtungstechnik.

Für Driss Bartout sind zwei Länder mit sehr unterschiedlichen Kulturen, Sprachen und Religionen zur Heimat geworden. Als Vorsitzender des Deutsch-Marokkanischen Kompetenznetzwerkes (DMK) nutzt er diesen Hintergrund und die damit verbundenen Erfahrungen, um eine nachhaltige Entwicklung in Marokko und ein friedliches und respektvolles Zusammenleben von Deutschen und Marokkanern in Deutschland zu unterstützen.

Quelle: https://www.dmk-online.org/; Buch: Deutsch-Marokkanische Lebenswege

Foto von Rahim Hajji
Rahim Hajji,
Foto: Rahim Hajji

Prof. Dr. Rahim Hajji - „Solidarität mit den Schlecht gestellten der Gesellschaft zeigen“

Mimount Hajji hat als junge Witwe marokkanischer Herkunft und mit nur geringen deutschen Sprachkenntnissen, ihre fünf Kinder unter anderem auch Rahim Hajji in Deutschland großgezogen. In dieser schwierigen Situation als Waisenkind finanzielle Unterstützung vom deutschen Staat erhalten zu haben, machte für ihn persönlich die Bedeutung des Wohlfahrtsstaats erlebbar und damit das Prinzip „Solidarität mit den Schwachen der Gesellschaft“ zu haben.  

Die Bewahrung der Geschichte der marokkanisch-stämmigen in Deutschland beschäftigte Rahim Hajji, nicht nur aufgrund des Verlust des Vaters, sondern auch aus sozialwissenschaftlichem Interesse heraus, um der Frage nach zu gehen, wie eine einwanderungsgeprägte Gesellschaft seine Erinnerungen bewahren kann und den gesellschaftliche Zusammenhalt fördern kann.

Rahim Hajji absolvierte ein Studium der Soziologie und promovierte 2008 zum Thema „Sozialisationsprozesse in Familien mit einem marokkanischen Migrationshintergrund“. Seit 2013 ist Rahim Hajji Professor für Sozial- und Gesundheitswesen an der Hochschule Magdeburg-Stendal. 

Quelle: https://www.hs-magdeburg.de/hochschule/fachbereiche/soziale-arbeit-gesundheit-und-medien/mitarbeiter/prof-dr-rahim-hajji.html; Buch: Deutsch-Marokkanische Lebenswege

Foto von Katarina Niewiedzial
Katarina Niewiedzial,
Foto: Jonas Holthaus

Katarina Niewiedzial

Katarina Niewiedzial ist seit 2019 Beauftragte für Integration und Migration des Berliner Senats. Aufgewachsen ist sie in Gryfino, Polen und studiert hat sie Politikwissenschaft und Ökonomie in Berlin, Limerick (Irland) und Oldenburg. Von 2007 bis 2014 war Katarina Niewiedzial Geschäftsführerin und Projektleiterin des Think Tanks „Das Progressive Zentrum“. 

Quelle: https://www.berlin.de/lb/intmig/amt-und-person/beauftragte/ 

Foto von Serap Güler
Serap Güler, Foto: L. Chaperon

Serap Güler

Serap Güler ist seit 2017 Staatssekretärin für Integration im Ministerium für Kinder, Familie, Flüchtlinge und Integration des Landes Nordrhein-Westfalen. Seit 2013 ist sie zudem stellvertretende Parteivorsitzende der CDU Köln.

Quelle: https://www.land.nrw/de/serap-gueler

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Pressesprecher Norbert Doktor

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Tel.: (0391) 886 41 44
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