Projekt: Verstärkung der Magnethaftkraft von Dauermagneten

Wer macht mit?
Das Forschungsprojekt wird als Verbundvorhaben durchgeführt von:

  • B.T. innovation GmbH (Magdeburg)
    – Industriepartner und Spezialist für Magnettechnik im Bauwesen
  • Hochschule Magdeburg-Stendal, Fachbereich Ingenieurwissenschaften und Industriedesign

Die Zusammenarbeit verbindet industrielle Entwicklungskompetenz mit anwendungsnaher Hochschulforschung.

Worum geht es?

Permanentmagnete werden in vielen industriellen Anwendungen eingesetzt, unter anderem im Bauwesen, Maschinenbau und in der Handhabungstechnik. Ihre Haftkraft hängt stark von Material, Geometrie und insbesondere von der Kontaktfläche zwischen Magnet und Haftuntergrund ab.

Ziel des Projekts ist es, die Haftkraft von Dauermagneten gezielt zu erhöhen, ohne mehr oder stärkere Magnete einzusetzen. Stattdessen wird untersucht, ob durch eine mechanische Verfestigung und/oder präzise Bearbeitung der metallischen Haftflächen (z. B. durch Schleifen, Fräsen oder Finishen) der magnetische Wirkungsgrad verbessert werden kann.
Dieser Effekt wurde bisher wissenschaftlich kaum untersucht und stellt einen innovativen Ansatz dar.

Was ist das Ziel?

Das zentrale Ziel des Projekts ist es,

  • die Haftkraft von Permanentmagnet-Systemen messbar zu steigern,
  • dabei den Einsatz seltener Erden (z. B. Neodym) deutlich zu reduzieren,
  • und somit Kosten, Ressourcenverbrauch und Umweltbelastung zu senken.

Langfristig sollen Magnete mit gleicher oder höherer Leistung bei geringerem Materialeinsatz hergestellt werden.

Beitrag der Hochschule Magdeburg-Stendal

Die Hochschule übernimmt die wissenschaftliche Begleitung und Analyse der Entwicklungsarbeiten. Dazu gehören unter anderem:

  • Untersuchung der Oberflächenstruktur und -topografie,
  • metallographische Analysen und Härtemessungen,
  • Bewertung des Zusammenhangs zwischen Oberflächenveränderung und Magnethaftkraft,
  • Entwicklung spezieller Werkzeuge und Bearbeitungsverfahren zur Optimierung der Kontaktflächen.

Die moderne Mess- und Fertigungstechnik der Hochschule ermöglicht es, die Effekte präzise zu erfassen und systematisch auszuwerten. Studierende können dabei aktiv in die Forschungsarbeiten eingebunden werden.

Warum ist das Projekt relevant?

Das Projekt leistet einen Beitrag zu:

  • nachhaltigerem Einsatz knapper Rohstoffe,
  • effizienteren industriellen Produkten,
  • Technologietransfer zwischen Hochschule und Wirtschaft,
  • sowie zur Stärkung der angewandten Forschung in Sachsen-Anhalt.

Gleichzeitig eröffnet es neue wissenschaftliche Fragestellungen im Bereich der Oberflächen- und Fertigungstechnik.

Kontakt

Projektverantwortlicher: 

Leonard Lorenzen
E-Mail: leonard.lorenzen@h2.de
Tel.: (0391) 886 47 32

Besucheradresse: Haus 18, Raum 1.06

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