MIASA – Migration und Integration stärken die Altenpflege in Sachsen-Anhalt

Die Pflege in Sachsen-Anhalt steht unter Druck: Der demografische Wandel lässt die Zahl pflegebedürftiger Menschen stetig steigen, während tausende Pflegekräfte in den kommenden Jahren in den Ruhestand gehen. Gleichzeitig gelingt es bislang kaum, Menschen mit Migrationsgeschichte nachhaltig in den Pflegearbeitsmarkt zu integrieren – obwohl bundesweit bereits jede*r siebte Pflegekraft eine Migrationsbiografie hat. In Sachsen-Anhalt liegt dieser Anteil bei unter 1 %, bei Geflüchteten sogar bei 0 %. Diese Diskrepanz verweist nicht nur auf individuelle Herausforderungen, sondern vor allem auf strukturelle Ausschlüsse und gesellschaftliche Barrieren.


Hier setzt das Projekt MIASA an. Es fragt danach, warum die Integration von Pflegekräften mit Zuwanderungsgeschichte in die Altenpflege im Bundesland bislang kaum gelingt – und richtet den Fokus insbesondere auf die bislang wenig erforschte Phase nach dem Berufseinstieg. Im Zentrum der Untersuchung stehen sowohl individuelle Integrationsverläufe und institutionelle Routinen als auch rechtliche Rahmenbedingungen, gesellschaftliche Diskurse und strukturelle Diskriminierung.Es gilt zu verstehen, wie diese Faktoren den Verbleib im Beruf behindern – und wie sie gezielt beeinflusst werden können.


In einem partizipativen Forschungsansatz erarbeiten die Forschenden im Projekt MIASA gemeinsam mit Pflegeeinrichtungen, Migrant*innen, Verbänden und politischen Akteur*innen Wissen über Ursachen und entwickeln Interventionen, die an den konkreten Herausforderungen im Pflegealltag ansetzen und zugleich strukturelle Bedingungen in den Blick nehmen. Ziel ist, diskriminierende Routinen aufzubrechen, Teilhabe zu ermöglichen und nachhaltige Veränderungen in Praxis und Politik anzustoßen.


MIASA steht damit für eine sozialwissenschaftlich fundierte, praxisnahe und gesellschaftskritische Forschung an der Schnittstelle von Pflege, Migration und Integration – mit dem Anspruch, nicht nur zu verstehen, sondern auch zu verändern.

Das Projekt MIASA wird gefördert durch die Europäische Union aus dem EFRE-Fonds.
Laufzeit: 10/2024 - 12/2027

Arbeiten Sie in der Altenpflege und haben Sie eine Migrationsgeschichte? 
Dann möchten wir Sie gerne kennenlernen.

Wir suchen Menschen mit Migrationsgeschichte, die in der Altenpflege tätig sind und mit uns über ihre Erfahrungen sprechen möchten. In dem Gespräch geht es um Ihr Ankommen in Deutschland, um das Anerkennungsverfahren, um die Einarbeitung und um Ihre Erfahrungen im Team. 


Das Gespräch dauert in etwa 30-45 Minuten. Die Teilnahme ist freiwillig. Das Gespräch ist anonym und vertraulich. Das bedeutet: Niemand erfährt, dass sie mit uns gesprochen oder was Sie erzählt haben. Wenn Sie eine Frage nicht beantworten können oder möchten, ist das kein Problem.


Das Gespräch kann persönlich vor Ort oder online (z.B. über Zoom) stattfinden. Den Termin vereinbaren wir so, dass er für Sie gut passt.
Ihre Erfahrungen und Einschätzungen sind wichtig und wir freuen uns darauf, mit Ihnen zu sprechen! Für das Gespräch und Ihren Beitrag zu unserer Forschung erhalten Sie ein kleines Dankeschön.
 
Wenn Sie Interesse haben, freuen wir uns über Ihre Nachricht:

christian.stein@h2.de
steven.biere@h2.de

Team

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

Steven Biere

Tel.: (0391) 886 49 63
E-Mail: steven.biere@h2.de

Besucheradresse: Haus 1, Raum 0.39.3

Wissenschaftliche Mitarbeiterin

Sarah Poppe

Tel.: (0391) 886 47 09
E-Mail: sarah.poppe@h2.de

Besucheradresse: Haus 1, Raum 0.39.3

Wissenschaftlicher Mitarbeiter

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Tel.: (0391) 886 49 32 
E-Mail: christian.stein@h2.de

Besucheradresse: Haus 1, Raum 0.39.3

Projektleitung und Kontakt

Grundlagen und Handlungstheorien Sozialer Arbeit

Prof. Dr. Josefine Heusinger

Tel.: (0391) 886 41 17
Fax: (0391) 886 42 93
E-Mail: josefine.heusinger@h2.de

Besucheradresse: Haus 1, Raum 2.37
Sprechzeit in der Vorlesungszeit: Mo 16.00-17.00 Uhr und nach Vereinbarung

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