Exkursionen und Auslandserfahrungen

Exkursionen und Auslandserfahrungen an der Hochschule Magdeburg-Stendal eröffnen Studierenden die Möglichkeit, ihr Fachwissen in realen Arbeits- und Lebenskontexten zu vertiefen. Sie fördern interkulturelle Kompetenzen, persönliche Entwicklung und berufliche Netzwerke, die weit über das Studium hinaus wirken.

Exkursionen und Studienprojekte mit internationalem und/ oder interkulturellem Bezug

Studiengang Journalismus – Exkursion Claudia Nothelle und Leigh Love

März 2020

Washington im Wahljahr. Im März 2020 haben Journalismus-Studierende aus Magdeburg gemeinsam mit  Studierenden unserer Partnerhochschule University of South Carolina Upstate die Hauptstadt der USA erkundet und gemeinsam Videos rund um die Präsidentschaftswahl gedreht.

Auf YouTube unter Politics Through Students’ Lenses

1. Reihe 4. von rechts ist Frau Prof. Dr. Emily Kofoed (USC Upstate) zu sehen.

1. Reihe 7. von rechts ist Leigh Love und 2. Reihe 9. von links ist Frau Prof. Dr. Claudia Nothelle zu sehen, beide Institut für Journalismus, FB SGM).

Nicht zu sehen ist Prof. Dr. David Wallace (USC Upstate).​

Gruppe junger Menschen posiert bei sonnigem Wetter vor dem Kapitol in Washington, D.C.

Studiengang Journalsimus

2018

Im Juli 2018 haben Studierenden unserer Partnerhochschule University of South Carolina Upstate zusammen mit Journalismus-Studierenden ein Video-Projekt zum Thema "Social Media and Politics" angefertigt. 

3. Reihe 5. von links ist Herr Prof. Dr. David Wallace (USC Upstate) zu sehen.

3. Reihe 4. von rechts ist Herr Prof. Dr. Warren Bareiss (USC Upstate) zu sehen. Leigh Love, damals zuständig für Internationalen Journalismus, FB SGM, steht vorne links.

Gruppenfoto junger Erwachsener vor einem Gebäude der Hochschule Magdeburg-Stendal; einige halten ein Banner der University of South Carolina Upstate.

Internationale Begegnungen des Fachbereichs SGM

Studentin zu Gast an der Københavns Professionshøjskole in Kopenhagen, Dänemark

(Wintersemester 2025/26)

Person mit großem Rucksack und weiterem Gepäck steht auf einem Bahnsteig vor einem offenen Einstieg eines DB-Fernzugs, zeigt ein Victory-Zeichen und wirkt abfahrbereit für eine Reise.

Hallo, ich bin Line Hartenstein und studiere Gebärdensprachdolmetschen.

Von August bis Januar habe ich über das Erasmus-Programm ein Semester an der Københavns Professionshøjskole in Kopenhagen verbracht. Dort habe ich die Dänische Gebärdensprache bis zum Niveau A2 gelernt. Das sind die formalen Fakten – aber dieses Semester war für mich viel mehr als nur Studium.

Foto: Line Hartenstein


Wenige Tage nach meiner Ankunft begann die Einführungswoche für alle internationalen. Studierenden des Lehramtsstudiengangs – und mich. Ich war die einzige im Studiengang Gebärdensprachdolmetschen, weil dafür gute Dänischkenntnisse vorausgesetzt werden. Umso dankbarer war ich, dass ich so herzlich aufgenommen und wie selbstverständlich integriert wurde.

Neben organisatorischen Infos ging es in der Woche auch um kulturelle Unterschiede. Besonders schön war, dass neben Informationsveranstaltungen auch viele Spiele und gemeinsame Aktivitäten stattfanden. So entstanden bereits in den ersten Tagen echte Freundschaften.

Nach der internationalen Einführungswoche folgte eine Einführungswoche mit dem neuen ersten Semester im Bereich Gebärdensprach- und Schriftdolmetschen. Die Gruppe bestand aus nur neun Personen, dadurch war die Atmosphäre sehr persönlich und familiär.

Der Studienalltag war etwas anders als in Deutschland. Die Vorlesungen fanden meist von 8.30 bis 12 Uhr statt. Meist hatten wir pro Tag nur ein Fach, dafür mehrere Stunden. Dadurch hatten wir die Möglichkeit uns intensiver mit den Themen zu beschäftigen.

Besonders spannend fand ich die Pausenräume für die einzelnen Studiengänge. Bei uns war es immer sehr gemütlich, weil der ganze Studiengang eine hohe Anzahl von Personen erfasst. Außerdem gab es bei semesterübergreifenden Treffen Snacks und Getränke, während Vorträge gehalten wurden. Ich habe gemerkt, welchen hohen Stellenwert das soziale Miteinander in Dänemark hat und dass Gemeinschaft aktiv gefördert wird.

Ein weiteres Highlight war der sogenannte „KreaClub“.

Mehrmals im Monat gab es die Möglichkeit, gemeinsam kreativ zu werden. Die Teilnahme war kostenlos, inklusive Snacks und Getränken. Diese Treffen waren für mich besonders schön, weil ich dort neue Kontakte knüpfen konnte und gleichzeitig z.B. Perlenarmbänder als Erinnerung mitnehmen durfte.

Fotos: Line Hartenstein

Vier selbstgemachte Perlenarmbänder liegen auf einem Holztisch: oben ein blau-türkises Blumenarmband, darunter zwei dunkelblaue Armbänder mit silbernen Perlen und rechts ein weißes Armband mit wenigen bunten Perlen.
Blech mit selbstgemachter Blechpizza auf Backpapier, in rechteckige Stücke geschnitten, links mit orangener Süßkartoffelcreme und Belag, rechts klassisch mit Tomatensoße, Käse, Schinken und Champignons.


Natürlich stand auch das Studium im Mittelpunkt. Besonders spannend fand ich, mehr über die Geschichte und Kultur der dänischen Gehörlosengemeinschaft zu lernen. Zu verstehen, wie sich die Gemeinschaft historisch entwickelt hat, welche bildungspolitischen Einflüsse sie geprägt haben und welche gesellschaftlichen
Herausforderungen sie erlebt haben.

Sehr interessant war auch der Vergleich zwischen der Deutschen und der Dänischen Gebärdensprache. Obwohl Deutschland und Dänemark Nachbarländer sind, gehören die Gebärdensprachen unterschiedlichen Sprachfamilien an. Deshalb gibt es viele Unterschiede.

Außerdem habe ich gelernt, dass der Beruf der Gebärdensprachdolmetscher:innen in Dänemark anders organisiert ist als in Deutschland. Auch die Finanzierung von Dolmetscheinsätzen ist unterschiedlich geregelt.

Ein anderer besonders wichtiger Teil meines Auslandssemesters waren die Freundschaften, die ich geschlossen habe – unter anderem mit Studierenden aus den Niederlanden, Japan und Korea. Wir haben regelmäßig internationale Kochabende veranstaltet und uns gegenseitig Gerichte aus unseren Heimatländern gezeigt. Dabei habe ich nicht nur neues Essen kennengelernt, sondern auch viel über andere Kulturen erfahren. Selbst bei etwas Einfachem wie Pizza gibt es große Unterschiede – in Japan wird sie zum Beispiel mit Mais und Mayonnaise belegt. Solche Details führten immer wieder zu spannenden Gesprächen über Esskultur, Traditionen und Gewohnheiten.

Durch diese Begegnungen habe ich gelernt, wie wichtig es ist, Kulturen offen und ohne Bewertung zu begegnen. Unterschiede sind nicht besser oder schlechter – sie sind einfach anders. Ein Auslandssemester bietet die wertvolle Gelegenheit, diese Perspektive zu hinterfragen und zu erweitern.

Die Freundschaften, wie auch meine anderen Erfahrungen, waren für mich fachlich und persönlich eine große Bereicherung.

Ich bin sehr froh, dass ich dieses Auslandsemester gemacht habe, und kann es nur weiterempfehlen.

Foto: Line Hartenstein

Studentin zu Gast an der Vancouver Island University in Nanaimo, Kanada

(Wintersemester 2025/26)

Mein Name ist Denise Krause, ich bin 24 Jahre alt und studiere derzeit im 5. Semester Gesundheitsförderung und -management in Magdeburg. Von September bis Dezember 2025 hatte ich die Möglichkeit, mein Auslandssemester in Nanaimo auf Vancouver Island in Kanada zu verbringen. Vor Ort belegte ich unter anderem Kurse in Kinesiologie (Bewegungswissenschaft), was mein Studium fachlich perfekt ergänzt hat.

Moderner Gebäudeeingang mit Glasfassade und Holzelementen auf einem offenen Platz in der Dämmerung; im Vordergrund eine gepflasterte Fläche, links mehrere geschnitzte Totempfähle und blaue Sitzgelegenheiten, darüber ein klarer Abendhimmel.

Schon bei meiner Ankunft hatte ich einen sehr positiven ersten Eindruck.

Die Universität ist wunderschön gelegen, gut erreichbar und die Dozenten waren von Anfang an sehr nett und hilfsbereit. Dank der hervorragend organisierten Einführungswoche fiel mir der Start besonders leicht und ich konnte schnell Kontakte knüpfen.

Foto: Denise Krause


Am meisten begeistert hat mich die Lage – Vancouver Island ist einfach traumhaft. Die Natur ist atemberaubend und die Menschen sind außergewöhnlich höflich. Schnell habe ich mich an das entspannte Lebensmotto „on island time“ gewöhnt. Positiv überrascht hat mich vor allem die Freundlichkeit der Menschen in Nanaimo sowie das persönliche Verhältnis zwischen Dozenten und Studierenden.

Gewohnt habe ich in einer WG in Downtown, nur etwa 10 Minuten mit dem Bus von der Uni entfernt. Der Hafen war in zwei Minuten zu Fuß erreichbar und in meiner Straße gab es zahlreiche Cafés, Bars und kleine Ausgehmöglichkeiten.

Ich würde die Universität auf jeden Fall weiterempfehlen.

Für mich war es eine unvergessliche Zeit, in der ich nicht nur akademisch viel gelernt habe, sondern auch persönlich enorm wachsen konnte.

Fotos: Denise Krause

Nachtaufnahme eines Parks mit großen, violett beleuchteten Buchstaben „NANAIMO“ im Vordergrund, umgeben von Laternen und Bäumen mit Lichterketten, im Hintergrund mehrstöckige Wohngebäude vor dunklem Himmel.
Felsige Küstenlandschaft mit moosbedecktem Boden im Vordergrund, zwei knorrigen Bäumen vor blauem Himmel und Blick auf ein ruhiges, dunkles Wasser mit bewaldetem Ufer im Hintergrund.
Abendstimmung am Hafen mit ruhigem Wasser im Vordergrund, in dem sich ein Hochhaus und Hafenlichter spiegeln, darüber ein gelblicher Mond am klaren Himmel und rechts ein beleuchtetes Gebäude mit Turm.
Felsige Küstenbucht mit klarem türkisblauem Wasser, steilen bewaldeten Klippen und mehreren bunten Kajaks, die am schmalen Kiesstrand unter überhängenden Felsen liegen.

Studierende zu Gast an der Queensland University of Technology in Brisbane

(Wintersemester 2025/26)

Im Januar haben wir uns dafür entschieden, unser Auslandssemester an der Queensland University of Technology in Brisbane zu absolvieren. Das Ganze war ziemlich spontan und doch konnten wir in der kurzen Zeit alles organisieren. Direkt im Anschluss an das deutsche Semester ging es für uns im Juli nach Australien. Zwei Tage nach Ankunft startete die Orientation Week, in der uns Infoveranstaltungen, Social Events und Kennlernveranstaltungen halfen hier zurechtzukommen.

Unser Auslandssemester an der Queensland University of Technology in Brisbane

G’day, wir sind Courtney und Luzie, zwei Studentinnen im Bereich Gesundheitsförderung und -Management an der Hochschule Magdeburg.

Foto: Luzie Kronshage

Zwei junge Frauen stehen lächelnd in einem modernen, lichtdurchfluteten Foyer unter einer großen, leuchtenden Erdkugel-Installation, umgeben von viel Grünpflanzen und Sitzgelegenheiten.


Die Woche darauf starteten dann schon die Vorlesungen. Die Kurse haben wir vorab online gewählt und konnten auch unsere drei Favoriten belegen. Die Vorlesungen und Tutorien fanden in Präsenz aber auch Online statt, was es für uns sehr angenehm gestaltete. Neben vielen neuen Informationen wurden auch vereinzelt Themen behandelt, die wir schon aus Magdeburg kannten. Mit der englischen Sprache kamen wir gut zurecht, aber natürlich haben wir nicht immer alles verstanden. Während des Semesters mussten wir pro Kurs bereits zwei Prüfungen (meist Assignments) abgelegen. Jetzt steht abschließend pro Kurs noch jeweils eine schriftliche Prüfung an.

Neben dem Studium konnten wir viel reisen. Distanzen werden hier in Australien ganz anders wahrgenommen als in Deutschland. An unserem Lecture-freien Tag sind wir oft 2.5h mit dem Zug an die Gold Cost gefahren und waren im Meer baden. In Brisbane selbst gibt es leider keinen Badestrand, dafür aber den Public City Pool, der in der Stadt gelegen für jeden frei zugänglich ist.

Panorama der Skyline von Brisbane mit modernen Hochhäusern, dramatischem Wolkenhimmel und bunten, großen „BRISBANE“-Buchstaben im Vordergrund auf einer Grünfläche.

Wir können euch ein Auslandssemester auf jeden Fall empfehlen!

Nach unserem Semester in Brisbane haben wir hier einiges gesehen und wollen noch weiter in Australien und Neuseeland reisen.

Foto: Luzie Kronshage


Neben dem City Pool gibt es auch überall Wasserspender und Public Bathrooms, davon kann sich eine Scheibe abschneiden. Die Menschen haben einen sehr gesunden und aktiven Lebensstil. Ob 5 Uhr morgens oder abends oder dazwischen, man sieht immer irgendwo jemanden joggen oder Sport treiben, ob allein oder in Gruppen, wie Social Clubs.

Insgesamt war die Organisation des Auslandssemesters schon herausfordernd aber machbar und absolut worth it. In einem fremden Land zu leben ist mit unfassbar vielen Erfahrungen verbunden, die einen neben dem in Studium vermittelten Wissen auch vor allem um Lebenserfahrung und englische Sprachkenntnisse erweitern.

Neben Spinnen und Kakerlaken teilen wir unsere Wohnung mit drei Australiern von denen wir typische Redewendungen wie „so keen“ (I’m down), „cheers“ (thank you) and „good onya“ (good job) gelernt haben. Spaß bei Seite, lasst euch von den giftigen Tieren nicht einschüchtern, die gibt es hier zwar, aber im Stadtinneren merkt man davon fast nichts (und wenn doch gewöhnt man sich tatsächlich daran).

Kontakt

Portrait der Mitarbeiter:in

Internationalisierungsbeauftragter

Prof. Dr. Ralf Lottmann

Tel.: (0391) 886 42 50
E-Mail: ralf.lottmann@h2.de

Ort: Campus Magdeburg, Haus 1, Raum 2.31
Sprechzeit: nach Vereinbarung per Mail oder Moodle

weitere Informationen

Portrait der Mitarbeiter:in

Stellvertretung

Prof. Dr. Kateryna Fuks

Tel.: (0391) 886 43 10
E-Mail: kateryna.fuks@h2.de

Ort: Campus Magdeburg, Haus 1, Raum 2.09
Sprechzeit: Termine und Buchung via Moodle

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