Die Hochschule Magdeburg-Stendal informiert über aktuelle Aktivitäten im Verbundprojekt „HiLSA – Hitzekompetenz gefährdeter Gruppen im Land Sachsen-Anhalt“.

Foto: Matthias Piekacz

Ein zentraler Bestandteil des Projektes ist eine wissenschaftliche Befragung, die ab Ende Juni 2026 gemeinsam mit der AOK Sachsen-Anhalt durchgeführt wird. Ziel ist es, Wissen, Verhalten und Erfahrungen im Umgang mit Hitzebelastungen zu erfassen. Auf dieser Grundlage sollen Förder- und Unterstützungsbedarfe identifiziert sowie praxisnahe Handlungsempfehlungen und Informationsangebote entwickelt werden.

Die Befragung richtet sich an ältere und chronisch kranke Versicherte in fünf Untersuchungsregionen: Dessau-Roßlau, Landkreis Anhalt-Bitterfeld, Landkreis Mansfeld-Südharz, Burgenlandkreis sowie Landkreis Jerichower Land. Die Stichprobe wird durch die AOK Sachsen-Anhalt nach durch die Hochschule Magdeburg-Stendal festgelegten Kriterien gezogen und umfasst pro Region jeweils 1.000 Personen. Der Versand der Fragebögen erfolgt postalisch durch die AOK Sachsen-Anhalt. Die Teilnahme ist freiwillig. Die Rückläufe werden durch die Hochschule Magdeburg-Stendal wissenschaftlich ausgewertet.

Des Weiteren untersucht das Projekt HiLSA im Rahmen einer Netzwerkanalyse die sozialen Unterstützungsstrukturen älterer und chronisch erkrankter Menschen. Ziel ist es, formelle und informelle Netzwerke sowie deren Bedeutung für den Umgang mit langanhaltender Hitze zu analysieren und mögliche Schutzpotenziale für die Gesundheit zu identifizieren.

Hierfür sind problemzentrierte Interviews in den Städten Magdeburg und Möser, sowie im Landkreis Wittenberg vorgesehen. Im Mittelpunkt stehen die individuellen sozialen Netzwerke der Befragten sowie die dort erlebten Austausch- und Unterstützungsleistungen im Kontext von Hitzebelastungen. Die gewonnenen Erkenntnisse sollen dazu beitragen, bestehende Strukturen besser zu verstehen und gezielte Maßnahmen zur Stärkung der Hitzekompetenz zu entwickeln.

Ein weiterer Baustein ist ein World-Café am 24. Juni 2026 in Magdeburg. Die Veranstaltung dient dem fachlichen Austausch mit Akteurinnen und Akteuren des Hitzeschutzes im Land Sachsen-Anhalt. Im Mittelpunkt stehen Erfahrungen aus der Praxis, bestehende Kooperationen, Herausforderungen bei der Umsetzung von Maßnahmen sowie Potenziale zur Stärkung der Hitzekompetenz.

Mitarbeiter:innen des Projektes HiLSA nehmen auch regelmäßig an verschiedenen, öffentlichkeitswirksamen Veranstaltungen teil, wie kürzlich am 8. Juni in Halle (Saale) sowie am 11. Juni in Magdeburg im Rahmen der jeweiligen Hitzeaktionstage. Dort wurde das Projekt vorgestellt und der fachliche Austausch mit relevanten Akteurinnen und Akteuren im Bereich Hitzeschutz gesucht.

 

Das Verbundprojekt HiLSA wird von der Hochschule Magdeburg-Stendal (Fachbereich Soziale Arbeit, Gesundheit und Medien) koordiniert und gemeinsam mit der Hochschule Harz (Fachbereich Automatisierung und Informatik) unter der Leitung von Frau Prof. Dr. Stefanie March, Prof. Dr. Dagmar Arndt, Prof. Dr. Kateryna Fuks (alle Hochschule Magdeburg-Stendal) und Prof. Dr. Hardy Pundt (Hochschule Harz) umgesetzt. Die Projektlaufzeit erstreckt sich vom 1. Januar 2024 bis zum 31. Dezember 2027. Gefördert wird das Projekt durch Mittel der Europäischen Union (EFRE) und des Landes Sachsen-Anhalt.

Kontakt für Medienanfragen:

Anja Deutschmann (Projektkoordination)

Tel.: 0391 886 46 97

E-Mail: anja.deutschmann@h2.de

Kontakt

Dekanatssekretariat

Karina Wohlgemuth
Tel.: (0391) 886 42 90
Fax: (0391) 886 42 93
E-Mail: dekanat.sgm@h2.de

Besucheradresse: Haus 1, Raum 1.22

Infobüro

Jasmin Teschner
Tel.: (0391) 886 47 91
Fax: (0391) 886 42 93
E-Mail:service@sgm.h2.de

Besucheradresse: Haus 1, Raum 1.26

Kontakt und Anfahrt

Hintergrund Bild