Masterstudierende erleben Hauptstadtjournalismus hautnah
Viel Technik im Studiohimmel ist nötig, um alles ins rechte Licht zu setzen. Foto: Paula Völker
Welche Herausforderungen prägen den Journalismus in Zeiten gesellschaftlicher Polarisierung und wachsender Medienkritik? Dieser Frage wollten die Studierenden des Masterstudiengangs Journalismus der Hochschule Magdeburg-Stendal bei einer Exkursion nach Berlin am 17. Juni 2026 beantworten.
Erster Programmpunkt war der Besuch der Bundespressekonferenz. Die Studierenden durften an einer laufenden Sitzung teilnehmen und aus nächster Nähe verfolgen, wie Journalisten Regierungsvertreter zu aktuellen politischen Themen befragen. Der Besuch vermittelte einen authentischen Einblick in die Arbeitsweise der Bundespressekonferenz als unabhängiger Vereinigung von Hauptstadtkorrespondenten und verdeutlichte die besondere Rolle im politischen Journalismus.
Im Anschluss hatten die Studierenden die Möglichkeit, mit Katharina Hamberger, Vorstandsmitglied der Bundespressekonferenz, ins Gespräch zu kommen. Hamberger arbeitet beim Deutschlandfunk als Korrespondentin des Hauptstadtstudios. Die Studierenden konnten Fragen zur Arbeit der Bundespressekonferenz, zu den Anforderungen des Hauptstadtjournalismus sowie zu den besonderen Rahmenbedingungen der politischen Berichterstattung stellen. Besprochen wurde zudem, wie sich die zunehmende Präsenz politisch rechts verorteter Medien auf die Arbeit der Bundespressekonferenz auswirkt und welche Herausforderungen sich daraus für den professionellen Austausch ergeben.
Am Nachmittag ging die Exkursion weiter in das ARD-Hauptstadtstudio. Dort erhielten die Studierenden im Rahmen einer Führung Einblicke in die Redaktions- und Produktionsabläufe. Begleitet wurde die Führung von Iris Sayram, die im ARD-Hauptstadtstudio als Korrespondentin unter anderem über Justiz, Arbeit und Soziales, die SPD, Die Linke sowie Innen-, Außen- und Finanzpolitik berichtet. Im anschließenden Austausch beantwortete sie ausführlich Fragen zum journalistischen Berufsalltag und den Herausforderungen der politischen Berichterstattung.
Ein Schwerpunkt der Diskussion war die medienpolitischen Entwicklungen in Sachsen-Anhalt wurden aufgegriffen. Vor dem Hintergrund der bevorstehenden Landtagswahl im September 2026 diskutierten die Studierenden mit Iris Sayram unter anderem über die Debatten um den Medienstaatsvertrag. Sowie mögliche Auswirkungen politischer Entscheidungen auf die Zukunft des öffentlich-rechtlichen Rundfunks.
Die Exkursion bot den angehenden Journalisten die Möglichkeit, politische Berichterstattung dort zu erleben, wo sie täglich entsteht. Die Kombination aus dem Besuch der Bundespressekonferenz, sowie den Einblicken in die Arbeit des ARD-Hauptstadtstudios machte den Exkursionstag zu einer wertvollen Ergänzung des Studiums und eröffnete den Studierenden praxisnahe Perspektiven auf den politischen Journalismus.
Text: Paula Völker

