Mehrtägige Brandschutz-Exkursion nach Berlin und Czarnków

Gruppenfoto vor dem Beginn der Führung über das Gelände der STEICO SE in Czarnków (Polen). Während des Rundgangs erläuterte ein Mitarbeiter die Prozessschritte zur Verarbeitung der Hackschnitzel im Hintergrund zu Holzfaser-Dämmstoffen.

Ende Mai beteiligten sich zahlreiche Studierende des Fachbereichs Wasser, Umwelt, Bau und Sicherheit an einer Brandschutz-Exkursion nach Berlin und Czarnków (Polen). Auf dem Programm standen die Baustelle des künftig höchsten Hochhauses in Berlin, ein Tunnelportal der Bundesautobahn (BAB) 100, das weltweit größte Werk zur Herstellung von Holzfaser-Dämmstoffen und eine Wache der Berufsfeuerwehr.

Den Auftakt der gemeinsam mit Bauingenieurstudierenden der TU Braunschweig durchgeführten mehrtägigen Exkursion bildete die gemeinsame Anreise mit dem Reisebus. Die Magdeburger Studierenden stiegen auf einem Parkplatz nahe der Bundesautobahn 2 zu, nachdem der Bus am frühen Morgen bereits in Braunschweig gestartet war. Während der Fahrt nach Berlin konnten erste Kontakte zu Fachkommilitonen der TU Braunschweig geknüpft werden.
Ohne größere Verzögerungen erreichte der Bus die Baustelle des Estrel Towers in Berlin-Neukölln. Vor Ort wurde die Gruppe bereits erwartet und nach einer allgemeinen Einführung zu dem Bauvorhaben in Kleingruppen über die Baustelle geführt. Den angehenden Bau- bzw. Sicherheitsingenieuren boten sich dabei zahlreiche spannende Einblicke. Darunter künftige Veranstaltungsflächen im Bauzustand, ein Muster-Zimmer sowie ein einmaliger Ausblick über die Bundeshauptstadt von der Dachterrasse.
Anschließend folgte die Besichtigung eines Tunnelbauwerks der Berliner Stadtautobahn BAB 100, die unweit des Estrel Towers verläuft. Mitarbeiter der ausführenden HOCHTIEF Infrastructure GmbH stellten das inzwischen abgeschlossene Projekt vor und führten die Gruppe an verschiedene Punkte, die jeweils interessante Einblicke auf das Projekt Schnellstraße boten.
Nach etwas Freizeit und einer Übernachtung in Berlin-Mitte startete der zweite Tag mit einem gemeinsamen Frühstück um 7 Uhr. Danach fuhr der Bus in Richtung Polen und stoppte gegen Mittag auf dem Betriebsgelände der STEICO SE in Czarnków. Der Hersteller für Holzfaser-Dämmstoffe empfing die Reisegruppe mit einem Mittagessen, bevor nach der Ausgabe der obligatorischen Schutzausrüstung der Rundgang über das ca. 100 ha große Betriebsgelände startete.
In der Reihenfolge der Verarbeitungsschritte konnte die Produktion von Holzfaser-Dämmstoffen von der Anlieferung des Rundholzes bis zum Verpacken der fertigen Produkte erlebt werden. Einblicke boten sich dabei nicht nur in das Nass- und Trockenverfahren, sondern zudem in die Produktion von Stegträgern und Holzfertigelementen. Das Werk in Czarnków ist das weltweit größte Werk zur Herstellung von Holzfaser-Dämmstoffen.
Die zweite Unterkunft befand sich in Zentrum der Stadt Posen, sodass nach Abschluss der Werksbesichtigung eine weitere Busfahrt nötig war. Am Abend erfolgte zunächst ein gemeinsames Abendessen, bevor das Stadtzentrum selbstständig in Kleingruppen erkundet werden konnte.
Für den Rückweg nach Magdeburg bzw. Braunschweig war ein weiterer Stopp in Berlin geplant. Auf der Feuerwache Treptow bot die Berliner Feuerwehr den Studierenden neben Fachvorträgen zu Brandanalysen, dem Sicherheitstreppenraum Berlin und der Dekontamination auch einen Rundgang durch die Feuerwache.
Die Studierenden zeigten sich sehr zufrieden mit den vielfältigen Eindrücken aus der Praxis und den neuen Bekanntschaften durch diese hochschulübergreifende Exkursion. Unser Dank gilt den genannten Firmen und Institutionen, die uns mit großem Engagement spannende Einblicke gewährt haben!

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