FAQs für Beschäftigte zum Coronavirus

Was muss ich beachten, wenn ich eine Anordnung zur Quarantäne erhalten habe?

Wenn Beschäftigte durch einen Arzt oder das Gesundheitsamt aufgefordert sind, sich in häusliche Quarantäne zu begeben, so haben sie dieser Aufforderung unmittelbar Folge zu leisten und die entsprechenden Auflagen einzuhalten.

Wird für einen Beschäftigten eine Quarantäne ausgesprochen, ist der bzw. die Fachvorgesetzte, der Arbeitsschutzbeauftragte André Thiede über das Online-Meldeverfahren und das Personaldezernat (ausschließlich unter personaldezernat@h2.de) zu informieren. Die Betroffenen haben einen Entgeltfortzahlungsanspruch bis zu sechs Wochen. 

In der Zeit der Quarantäne-Anordnung können Tatbestände gleichzeitig auftreten, die jedoch aus unterschiedlichen Rechtsgründen resultieren und zu unterscheiden sind.

  1. Beschäftigte sind als sogenannte K1-Personen in Quarantäne, sie haben selbst keine Symptome und sind nicht arbeitsunfähig und/oder nicht behandlungsbedürftig.
  2. Beschäftigte sind selbst positiv getestet, spüren jedoch keine oder nur leichte Symptome und fühlen sich nicht arbeitsunfähig/nicht behandlungsbedürftig.
  3. Beschäftigte sind in Quarantäne und haben ein Krankheitsbild, das einer -wie auch immer gearteten- Behandlung bedürfen.

Es kann selbstverständlich auch auftreten, dass der 3. Punkt erst innerhalb der Quarantänezeit eintritt.

Wenn keine Arbeitsunfähigkeit besteht, greift die geltende Homeoffice-Regelung in Absprache mit der/dem direkten Fachvorgesetzten.

In allen Fällen ist es für die Beschäftigten zunächst gleich, denn es besteht zu 100% ein Entgeltfortzahlungsanspruch. Zeigt sich ein Krankheitsbild, dann sollte ein Arzt hinzugezogen werden, der auch eine Arbeitsunfähigkeitsbescheinigung ausstellen kann. Diese ist in der üblichen Weise der Hochschule zu übermitteln.

Wann habe ich im Fall einer Quarantäne Anspruch auf Lohnfortzahlung?

Tarifbeschäftigte:

Die gesetzlichen Regelungen zur Entgeltzahlung für tarifliche Beschäftigte haben sich mit Beschluss der Gesundheitsminister vom 22.09.21 geändert. Sind Beschäftigte als Kontaktpersonen oder Reiserückkehrer:innen durch das Gesundheitsamt identifiziert, da sie privat eine Reise in ein ausgewiesenes Risiko- oder Hochrisiko- oder Virusvariantengebiet angetreten haben, so gelten für die Zeit der Quarantäne-Anordnung die nachfolgenden Regelungen:

Tariflich Beschäftigte erhalten nach dem 01.11.2021 im Quarantänefall weiterhin ihr Arbeitsentgelt, wenn die Arbeitsleistung auch im Homeoffice vollumfänglich erbracht werden kann oder wenn alternativ vollständiger Impfschutz nachgewiesen wird. Auch ein Genesenenstatus wird als ausreichend anerkannt, gleiches gilt für die medizinische Kontraindikation hinsichtlich einer COVID-19 Impfung, sofern dieses durch ein ärztliches Attest bestätigt wird. Zur Vermeidung von Entgeltabzug können ev. Resturlaubstage, ev. Gleitzeit in Abstimmung mit den Vorgesetzten genutzt werden.

Beamte:

Dieser Personenkreis, der in der Regel seine/Ihre Arbeitsleistung auch mobil (z.B. Homeoffice) mit den erforderlichen Arbeitsmitteln erbringen kann, ist während einer Schutzmaßnahme zur Erbringung der Dienstleistung verpflichtet. Kann die Dienstleistung nicht erbracht werden, kann ein Verlust der Besoldung drohen, wenn das Fernbleiben schuldhaft verursacht worden sein sollte (z.B. Reisen in ein Risikogebiet ohne triftigen Grund). Die Nicht-Impfung stellt dabei keine Pflichtverletzung dar, da es aktuell keine Impfpflicht gegen Corona gibt. Beamtinnen und Beamte, die sich privat dennoch in ein ausgewiesenes Risikogebiet begeben, müssen für den Zeitraum der Schutzmaßnahme Urlaub ohne Besoldung oder Gleittage beantragen oder den genehmigten Homeofficeantrag in Anspruch nehmen.

Die Kindertageseinrichtung bzw. Schule meines Kindes wurde geschlossen. Wie kann ich die Betreuung meiner Kinder sicherstellen?

Aufgrund der landesweiten Schließung von Kindertageseinrichtungen, Schulen und Gemeinschaftseinrichtungen, gewährt das Land Tarifbeschäftigten nunmehr nach § 29 Abs. 6 TV-L und Beamtinnen und Beamten nach § 70 Abs. 1 LBG LSA die Möglichkeit einer Freistellung, sofern

  • die zu betreuenden Kinder unter 12 Jahre alt sind,
  • die Schließung der Einrichtung außerhalb der regulären Schul- oder Betriebsferien bzw. der Schließzeiten erfolgt,
  • ein geeigneter Nachweis über die Schließung vorgelegt wird,
  • die Beschäftigten bzw. Beamtinnen und Beamten versichern, dass keine andere Betreuungsperson oder Betreuungseinrichtung zur Verfügung steht,
  • kein Homeoffice möglich ist und
  • positive Arbeitszeitsalden bereits abgebaut sind.

Da die Hochschule eine Bestätigung zur Notbetreuung bescheinigt, kann dieses Freistellung nur in Anspruch bzw. teilweise in Anspruch genommen werden, wenn keine bzw. nur teilweise Notbetreuung seitens der Betreuungseinrichtung ermöglicht werden kann.  

Bei einer anderen Verteilung der wöchentlichen Arbeitszeit als auf 5 Tage in der Woche erhöht oder vermindert sich die Anzahl entsprechend. Der Anspruch auf Freistellung beträgt bei einer 5 Tage-Woche 34 Tage, für Alleinerziehende 67 Tage. Der Anspruch beginnt ab dem 01.04.2021 neu und ist zunächst bis zum 30.06.2021 befristet. Er besteht bei einer Verlängerung des Gültigkeitszeitraumes grundsätzlich für einen Jahreszeitraum. Dies bedeutet auch, dass dieser Anspruch ab dem 01.04.2021 erneut in vollem Umfang zur Verfügung steht.

Gleiches gilt für Eltern mit Kindern, die behindert und auf Hilfe angewiesen sind ohne Altersgrenze sowie für Pflegeeltern, bei denen das Kind in Vollzeitpflege nach § 33 des Achten Buches Sozialgesetzbuch in den Haushalt aufgenommen wurde.

Die Freistellung kann auch halbtägig oder stundenweise erfolgen.

In allen Fällen ist vorab immer mit der/dem Fachvorgesetzten abzustimmen, ob ein Arbeiten im Homeoffice möglich ist und deren/dessen Zustimmung einzuholen.

Hierfür nutzen Sie bitte den vorgegebenen Antrag auf Freistellung  Formular
und senden es ausgefüllt an das Personaldezernat (ausschließlich über personaldezernat@h2.de).

Des Weiteren sind folgende Alternativen möglich:

  • Gewährung von Urlaub
  • Abbau von Mehrarbeitszeit oder Aufbau von Minusstunden
  • unbezahlte Freistellung
  • Inanspruchnahme der "Kinderkrankentage" nach § 45 Abs. 2a SGB V

Wie verhalte ich mich bei Erkältungssymptomen?

Die richtige Vorgehensweise ist im folgenden Dokument aufgezeigt.

Verhalten bei Erkältungssysmptomen

Weiterführende Informationen und Hilfestellungen finden Sie unter:

Die Unterschiede zwischen Covid19, Grippe, Erkältung und Heuschnupfen.

Symptome erkennen und richtig handeln.

Online Gesundheits-Check-up mithilfe des Covid-Guide.

Kontakt

Arbeits-, Brand- und Umweltschutzbeauftragter
André Thiede

Tel.: (0391) 886 46 78
Fax: (0391) 886 45 70
E-Mail: andre.thiede@h2.de

Besucheradresse: Haus 2, Raum 1.02

Kontakt und Anfahrt

PsychoSoziale StudierendenBeratung

Hier finden Studierende und Beschäftigte auch in der aktuellen Situation fachkundigen Rat und individuelle Unterstützung u. a. bei Motivationstiefs, Überforderungsgefühlen, Schwierigkeiten in der Beziehung oder Prüfungs- und Zukunftsängsten.

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