Internationalisierungsstrategie der Hochschule Magdeburg-Stendal 2026–2030

Internationalisierung als Mehrwert

Präambel

Für die Hochschule Magdeburg-Stendal ist Internationalisierung eine hochschulpolitische Verpflichtung. Gleichzeitig ist es ihr ein Anliegen, dass die Internationalisierung als eine Querschnittsaufgabe von allen Hochschulmitgliedern und Hochschulangehörigen getragen wird.

Mit der Internationalisierungsstrategie 2026–2030 wird Internationalisierung als Mehrwert in die Hochschule getragen: Internationalisierung soll verständlich und zugänglich gemacht werden, damit alle Mitglieder und Angehörige der Hochschule gleichermaßen davon profitieren. Internationalisierung eröffnet neue Ressourcen und Perspektiven, die die Qualität von Lehre, Forschung und Verwaltung steigern. Sie verbessert die akademische und persönliche Entwicklung und macht die Hochschulewettbewerbsfähiger.

Essenziell ist die Teilnahme an internationalen Forschungs- und Mobilitätsprogrammen, insbesondere Erasmus+, zu der sich die Hochschule ausdrücklich bekennt und das sich in allen fünf Zielen der Internationalisierungsstrategie wiederfindet. Auch der Aufbau und die Pflege strategischer Partnerschaften - wie die langjährige Zusammenarbeit mit der German Jordanian University - verdeutlichen dabei exemplarisch, welchen Mehrwert tiefgreifende internationale Kooperationen für Lehre, Forschung und den akademischen Austausch schaffen können.

Ziel 1: Aufbau und Pflege eines Netzwerks ausgewählter strategischer internationaler Partnerschaften zur Stärkung einer beständigen Positionierung der Hochschule im globalen, akademischen Umfeld.

Strategische Partnerschaften schaffen Stabilität und Kontinuität in der internationalen Zusammenarbeit, selbst in Zeiten politischer Umbrüche und globaler Unsicherheiten. Sie ermöglichen eine effiziente Ressourcennutzung durch Konzentration auf besonders wertvolle Kooperationen. Zudem fördern tiefe, langfristige Partnerschaften Vertrauen und ermöglichen vielschichtige, innovative Kooperationsprojekte.
Strategisch ausgerichtete internationale Beziehungen helfen bei der Profilschärfung der Hochschule durch die Ausrichtung auf komplementäre Partner. Sie stärken die Mobilität von Studierenden und Lehrenden durch verlässliche, etablierte Austauschprogramme und unterstützen die Entwicklung gemeinsamer Forschungsprojekte und Studiengänge, die internationale Perspektiven integrieren. Darüber hinaus tragen sie zur Bewältigung globaler Herausforderungen durch gebündelte Expertise und Ressourcen bei und erhöhen die internationale Sichtbarkeit und Attraktivität der Hochschule.

Internationalisierung entwickelt sich dezentral: durch institutionelle Strukturen einerseits und durch individuelle Forschungs- und Lehrkooperationen andererseits. Die Vielzahl unterschiedlichster internationaler Kontakte und auf der Fachebene aufgebauter Kooperationen wird dabei von der Hochschulleitung mittels der Internationalisierungsstrategie zentral koordiniert, unterstützt und für die ganze Hochschule zugänglich gemacht. 

Strategische Partnerschaften definieren sich wie folgt:

Langfristigkeit:

Eine strategische Partnerschaft verfolgt das Ziel der Nachhaltigkeit, das über eine Projektdauer hinausgeht.

Gemeinsame Ziele: 

Die Partner verfolgen gemeinsame Ziele in den Bereichen Lehre, Forschung, gemeinsame Ressourcen, Mobilität und Innovation. Hierfür sollen regelmäßige Aktivitäten umgesetzt werden. Dieses Portfolio bietet einen Überblick über mögliche Aktivitäten, idealerweise mit der Zielsetzung, mindestens zwei der folgenden (exemplarischen) Aktivitäten umzusetzen.
- Regelmäßiger beidseitiger Austausch von Studierenden
- Regelmäßiger beidseitiger Austausch von Lehrenden
- Regelmäßige Mobilitäten des wissenschafts-unterstützenden Personals, Job Shadowing, Weiterbildungen etc.
- Gemeinsame Betreuung von BA/MA-Arbeiten, Promotionen
- Gemeinsame, virtuelle und hybride Lehrveranstaltungen sowie Blended Intensive Programs 
- Gemeinsame Forschungsprojekte, gemeinsame Drittmittelanträge
- Gemeinsame Exkursionen
- Gemeinsame Sommerschulen
- Gemeinsame Publikationen
- Gemeinsame Nutzung und/oder Entwicklung von Lehrmitteln
- Gemeinsame Konferenzen

Unterstützung durch die Hochschulleitung:

Die Hochschulleitung bekennt sich zur Förderung strategischer Partnerschaften als zentrales Element der Internationalisierung. Rahmenbedingungen und Maßnahmen, die eine langfristige Pflege dieser Partnerschaften sichern, werden schrittweise entwickelt. Die Hochschulleitung fungiert somit als Katalysator für erfolgreiche internationale Beziehungen und schafft Rahmenbedingungen, damit strategische Partnerschaften nicht nur geschlossen, sondern auch langfristig gelebt und weiterentwickelt werden.

Ziel 2: Umfassende Internationalisierung des Student-Life-Cycle: Vom Studierendenmarketing bis zur Integration in den Arbeitsmarkt

Die Internationalisierung beschränkt sich nicht auf einzelne Aspekte des Studiums: Wir verstehen Internationalisierung als durchgängigen Prozess, der bereits bei der Anwerbung von Studierenden beginnt und erst mit der Integration in den Arbeitsmarkt endet. 

Mit diesem ganzheitlichen Ansatz stärken wir nicht nur die Attraktivität unserer Hochschule für Talente weltweit, sondern leisten auch einen wichtigen Beitrag zur interkulturellen Kompetenzentwicklung aller Mitglieder und Angehörigen der Hochschule und zur Internationalisierung des regionalen Arbeitsmarktes. Die Hochschule bildet Studierende zu „Global Citizens“ aus, fördert Weltoffenheit und erhöht damit die Wettbewerbsfähigkeit ihrer Studierenden auf dem Arbeitsmarkt.

Ziel 3: Inklusive Gestaltung der Internationalisierung

Unser Ziel ist es, Internationalisierung als inklusiven Prozess zu gestalten. Durch vielfältige und bedarfsgerechte Angebote ermöglichen wir internationale Erfahrungen für alle Studierenden, Forschenden, Lehrenden, das wissenschaftsunterstützende Personal sowie alle weiteren Hochschulangehörigen.


Besonders wichtig ist uns die Einbeziehung unterrepräsentierter Gruppen. Durch flexible Austauschformate wie digitale Angebote und zielgruppenspezifische Unterstützung tragen wir dazu bei, finanzielle, sprachliche, strukturelle, gesundheitliche und soziokulturelle Barrieren abzubauen. Diese inklusive Ausrichtung stärkt sowohl die internationale Dimension unserer Hochschule als auch die Diversity-Sensibilität und die interkulturelle Kompetenz aller Hochschulangehörigen und fördert eine weltoffene Hochschulkultur.

Ziel 4: Erhöhung der internationalen Sichtbarkeit und Vernetzung der Hochschule

Unser Ziel ist die Steigerung der internationalen Sichtbarkeit und Wahrnehmung der Hochschule Magdeburg-Stendal als einen attraktiven Ort zum Studieren, Forschen, Lehren und Arbeiten. Durch globale Vernetzung und Partnerschaften soll dies verstärkt, nach außen getragen und sichtbar gemacht werden. Dieser Ausbau der globalen Vernetzung hilft uns, Talente weltweit zu fördern, grenzüberschreitende Kooperationen zu stärken und unsere Hochschule und Region weltweit zu präsentieren.

Ziel 5: Willkommenskultur auf dem Campus: Forschung und Lehre, Verwaltung und Service

Die Hochschule Magdeburg-Stendal verfügt über zwei moderne Campusstandorte, deren Infrastrukturen und Serviceangebote konsequent auch auf die Bedürfnisse internationaler Hochschulmitglieder und Hochschulangehöriger ausgerichtet sind. Unser Ziel ist es, eine lebendige und authentische Willkommenskultur an beiden Standorten der Hochschule Magdeburg-Stendal zu verankern, die sich in allen Bereichen - von Lehre und Forschung über die Weiterbildung bis hin zu Verwaltung und Service - widerspiegelt. Durch diese gelebte Willkommenskultur erleichtern wir das Ankommen und die Integration, fördern den interkulturellen Austausch auf dem Campus und stärken die internationale Attraktivität unserer Hochschule als Ort des gemeinsamen Lernens, Forschens und Arbeitens. 

Maßnahmen zur Umsetzung der Internationalisierungsstrategie der Hochschule Magdeburg-Stendal 2026–2030

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Kontakt

International Office 

Tel.: (0391) 886 44 40
E-Mail: international@h2.de

weitere Ansprechpersonen

Internationalisierungsstrategie 2026–2030

Kommission für Internationale Angelegenheiten (KIA)

Die Kommission für Internationale Angelegenheiten (KIA) tagt einmal im Monat zu Internationalisierungsthemen der Hochschule und spricht Empfehlungen an die Hochschulleitung, die Fachbereiche und den Senat aus.

aktuelle Informationen aus der KIA

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