Frequently Asked Questions (FAQs)
Promovieren an den Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAW)
Was kennzeichnet eine Promotion?
Eine Promotion kennzeichnet sich durch
"die eigene, selbständige und originäre Forschungsleistung, die zum Erkenntnisfortschritt im jeweiligen Fach beiträgt. [...] Gegenstand der Promotionsphase ist das Vertiefen selbständigen wissenschaftlichen Arbeitens. Die gute Praxis wissenschaftlichen Arbeitens zu erlernen, ist hingegen Teil des Studiums [...]".
(Wissenschaftsrat 2011: Anforderungen an die Qualitätssicherung der Promotion - Positionspapier des Wissenschaftsrates, S. 8)
Die Promotion setzt sich zusammen aus einer schriftlichen Leistung und einer mündlichen Leistung: der Dissertation und der Disputation.
Dissertation: An den Promotionszentren promovieren Sie entweder monographisch oder kumulativ. Eine Monografie ist eine zusammenhängende, ‚große‘ wissenschaftliche Arbeit. Eine kumulative Dissertation besteht aus mehreren in engem Zusammenhang stehenden Veröffentlichungen in international anerkannten Fachzeitschriften und einem Manteltext, der die Veröffentlichungen miteinander verbindet.
Disputation: In der mündlichen Prüfung wird die Dissertation einem breiten Publikum vorgestellt und vor einer Promotionskommission verteidigt. An manchen Universitäten wird ein Rigorosum durchgeführt. Das ist eine Prüfung, die über die Doktorarbeit hinausgeht und auch Inhalte des Studiums prüft. An den Promotionszentren gibt es kein Rigorosum.
Direkt im Anschluss an die Disputation erhalten Geprüfte ihre Gesamtnote, die sich aus der Note für die Dissertation und der Note der Disputation zusammensetzt. Das Promotionsverfahren ist damit abgeschlossen. Um den Doktortitel jedoch tragen zu dürfen, muss die Dissertation erst veröffentlicht werden. An den Promotionszentren können Dissertationen im Internet frei zugänglich veröffentlicht werden.
Warum sollte ich an einer HAW in Sachsen-Anhalt promovieren?
Seit 2021 besitzen die vier Hochschulen Anhalt, Harz, Magdeburg-Stendal und Merseburg das eigenständige Promotionsrecht. Das Besondere: Die HAWs bieten eine praxisnahe Promotion bei starker Forschungsorientierung und individueller Betreuung. Die hochschulübergreifenden Promotionszentren bündeln die Expertise mehrerer Hochschulen und bieten interdisziplinäre Netzwerke. Dies schafft ein attraktives Umfeld für Promovierende, die sowohl wissenschaftlich fundiert als auch anwendungsorientiert forschen möchten, und fördert dabei die Qualitätssicherung sowie die Erstellung anspruchsvoller Dissertationen.
Kann ich mit einer Promotion Professor*in an einer HAW werden?
Mit einer Promotion ist der erste und zentrale Schritt zur Professur an einer HAW in Sachsen-Anhalt getan. Hinzu kommen aber praxisbezogene Berufserfahrung und pädagogische Kompetenz als gleichwertige Bausteine des Qualifikationsprofils. Die konkreten Anforderungen finden Sie in § 35 Hochschulgesetz des Landes Sachsen-Anhalt (Stand 2025).
Wie kann ich an der Hochschule Magdeburg-Stendal promovieren?
An der Hochschule Magdeburg-Stendal können Sie nur einen individuellen Promotionspfad einschlagen. Das bedeutet, dass Sie individuell mit Ihrer Betreuungsperson Ihre Promotion planen und durchführen. Es gibt derzeit keine strukturierten Promotionsprogramme, d.h. Promotionsstudiengänge, an der Hochschule.
Promovieren können Sie an der Hochschule Magdeburg-Stendal auf zwei Arten:
An einem Promotionszentrum: Seit Mai 2021 können die Hochschulen für angewandte Wissenschaften in Sachsen-Anhalt Nachwuchswissenschaftler*innen selbstständig zum Doktorgrad führen. Dafür wurden fünf Promotionszentren (PZ) gegründet. In diesen PZ sind diejenigen Professor*innen der Hochschule Mitglied, die Promotionen eigenständig betreuen dürfen. An der Hochschule Magdeburg-Stendal gibt es das PZ Umwelt & Technik und das hochschulübergreifende PZ Sozial-, Gesundheits- und Wirtschaftswissenschaften im Verbund mit den Hochschulen Anhalt, Harz und Merseburg. Professor*innen, die nicht in einem PZ Mitglied sind, können Promovierende nur über eine kooperative Promotion mit einer Universität betreuen.
Kooperativ mit einer Universität: Das bedeutet, dass die erstbetreuende Person, d. h. ein*e Professor*in, an einer Universität oder an einer anderen Hochschule mit Promotionsrecht sitzt. An der Hochschule Magdeburg-Stendal arbeitet die zweitbetreuende Person. Diese Promovierenden sind an die Promotionsordnung der Universität gebunden und unterstehen den Entscheidungen des dortigen Promotionsausschusses. Sie können sich an unserer Hochschule aber trotzdem immatrikulieren und kostenfrei an Angeboten für Promovierende teilnehmen.
Wie lange dauert eine Promotion?
Die Promotionszeit unterscheidet sich je nach Fachrichtung und persönlicher Situation.
Grob gesagt dauert eine Promotion durchschnittlich 4,5 bis 5 Jahre. Wenn man ein Stipendium hat und Vollzeit an der Doktorarbeit arbeiten kann, können es auch mal 3 Jahre sein. Bei Promotionen, die mit einem anderen Beruf unter einen Hut gebracht werden müssen, verlängert sich die Promotionszeit. Berufsbegleitendes Promovieren ist eine Herausforderung, die nicht unterschätzt werden sollte – auch Promovieren ist ein Job, der bei einem parallelen Vollzeit-Job nur schwer erfüllt werden kann.
Welche Doktortitel gibt es und was bedeuten sie?
Je nach Fachrichtung, in der man promoviert, unterscheiden sich die Doktortitel in ihrem Namen. Dadurch ist die Fachrichtung direkt erkennbar. An den Promotionszentren in Sachsen-Anhalt gibt es folgende Doktortitel:
Doktortitel | Fachrichtung | Promotionszentren |
Dr.-Ing. | Ingenieurwissenschaften | Architektur- und Designforschung, Ingenieurwissenschaften und Informationstechnologien, Life Sciences, Umwelt & Technik |
Dr. phil. | Philosophie (allgemein Geistes- und Sozialwissenschaften) | Architektur- und Designforschung, Sozial-, Gesundheits- und Wirtschaftswissenschaften |
Dr. rer. nat. | Naturwissenschaften | Ingenieurwissenschaften und Informationstechnologien, Life Sciences, Umwelt & Technik |
Dr. rer. pol. | Wirtschafts- und Sozialwissenschaften | Sozial-, Gesundheits- und Wirtschaftswissenschaften |
Welche Formen der Dissertation gibt es?
An den HAWs in Sachsen-Anhalt können Sie zwischen zwei Dissertationsformen wählen:
- Monografie: Eine zusammenhängende wissenschaftliche Arbeit zu einem spezifischen Thema.
- Kumulative Dissertation: Eine Sammlung mehrerer (meistens drei) thematisch verbundener wissenschaftlicher Artikel, ergänzt durch einen einleitenden und abschließenden Manteltext.
Die Wahl der Dissertationsform erfolgt in Absprache mit Ihrer betreuenden Person. Bitte beachten Sie die Promotionsordnungen der jeweiligen Promotionszentren.
Qualifizierungsprogramm: Das Programm bietet HAW-Promovierenden in Sachsen-Anhalt die Möglichkeit, zentrale Schlüsselqualifikationen für die wissenschaftliche Karriere zu erwerben – fächerübergreifend, praxisnah und vernetzend. Die Teilnahme ist kostenfrei. Für die Veranstaltungen können Sie Bildungsfreistellung beantragen, wenn Ihr Arbeitgeber seinen Sitz in Sachsen-Anhalt hat.
Auch Promovierende der Otto-von-Guericke-Universität Magdeburg (OvGU) und der Martin-Luther-Universität Halle-Wittenberg (MLU) können an den Veranstaltungen teilnehmen – ebenso wie HAW-Promovierende die Angebote der OvGU und der MLU kostenfrei nutzen können.
Zum aktuellen Qualifizierungsprogramm
Kolloquien: Kolloquien bieten Promovierenden der Promotionszentren die Möglichkeit, die eigene Forschung vorzustellen und kritisch zu reflektieren. Es ist eine gute Vernetzungs- und Austauschmöglichkeit mit anderen Promovierenden und Professor*innen.
Finanzierung
Wie kann ich meine Promotion finanzieren?
Welche Kosten kommen während der Promotionszeit auf mich zu?
In Deutschland ist die Promotion an staatlichen Universitäten, Hochschulen für angewandte Wissenschaften (HAWs) und Forschungseinrichtungen grundsätzlich gebührenfrei. Es gibt aber eine Reihe von Kosten, die neben den Lebenshaltungskosten anfallen können, darunter
1. Semesterbeiträge (optional)
Die Immatrikulation ist für Promovierende freiwillig. Sie bietet eine Reihe von Vorteilen, z. B. den Zugriff auf die Hochschulbibliothek, ein Semesterticket oder Vergünstigungen in der Mensa. Sie ist im Rahmen einer Promotion an den HAW in Sachsen-Anhalt freiwillig.
Siehe dazu „Wie kann ich mich immatrikulieren?“
2. Fachliteratur und Datenzugang (optional)
Der Erwerb von Fachbüchern, Zeitschriften oder Datenbanken kann nötig sein, falls kein vollständiger Zugriff über die Hochschulbibliothek besteht. Die Anmeldung bei anderen Bibliotheken, z.B. kostenfrei bei der Staatsbibliothek Berlin, ist auch eine Option.
3. Druck und Veröffentlichung der Dissertation
Je nach Promotionsordnung muss die gedruckte Dissertation eingereicht und nach bestandener Disputation veröffentlicht werden. Hierbei können Druckkosten (abhängig von Umfang und Stückzahl der Arbeit), Kosten für die Verlagspublikation oder Open-Access-Gebühren bei Zeitschriftenartikeln anfallen.
4. Prüfungsgebühren (in Ausnahmefällen bei kooperativ Promovierenden)
An den Promotionszentren gibt es keine Prüfungsgebühren, aber manche Universitäten erheben eine Prüfungsgebühr. Kooperativ Promovierende beachten hierzu die Promotionsordnung der jeweiligen Universität.
Bin ich während meiner Promotionszeit automatisch an der Hochschule angestellt?
Voraussetzungen zum Promovieren
Wie finde ich heraus, ob eine Promotion das Richtige für mich ist?
Wichtige Voraussetzungen für eine Promotion sind u.a.
- eine hohe Eigenmotivation,
- das Beherrschen wissenschaftlichen Arbeitens,
- Spaß an der Wissenschaft,
- ein ausgeprägtes Interesse am Bearbeiten von Forschungsfragen,
- ein sehr gutes Ausdrucksvermögen,
- gute englische Sprachkenntnisse,
- Durchhaltevermögen,
- psychische Belastbarkeit,
- ein gutes Zeit- und Selbstmanagement.
Wenn Sie sich unsicher sind, ob Promovieren das Richtige für Sie ist, können Sie diesen Selbsttest machen. Der Selbsttest wurde von Academics in Zusammenarbeit mit der Universität Heidelberg entwickelt und ist nach kostenfreier Anmeldung bei Academics nutzbar.
Ich möchte gerne promovieren. Was sind die ersten Schritte?
Wenn Sie feststellen, dass Sie motiviert zur Promotion sind, brauchen Sie ein Thema und eine dafür geeignete Betreuungsperson (siehe Abschnitt „Betreuung der Promotion“). Selten gibt Ihnen die Betreuungsperson ein Thema vor, da es sich um ein Thema handeln sollte, für das Sie brennen und das Sie jahrelang bearbeiten möchten. Meist ergibt sich das Thema aus Ihrem beruflichen oder wissenschaftlichen Alltag heraus. Wenn Sie ein Thema haben, sich zum aktuellen Forschungsstand belesen haben und eine kurze Forschungsskizze angefertigt haben, können Sie potenzielle Betreuer*innen anfragen.
Vielleicht haben Sie aber auch bereits gute Kontakte zu einer geeigneten Professorin / zu einem geeigneten Professor, die oder der Sie betreuen möchte und mit der bzw. dem Sie unkompliziert gemeinsam ein Thema erarbeiten können.
Welche Voraussetzungen muss ich mitbringen, um promovieren zu können?
Wenn Sie einen Masterabschluss oder einen äquivalenten Abschluss haben, können Sie einen Doktortitel anstreben. Das Promotionszentrum, in dem Sie promovieren wollen, muss zu Ihrem Abschluss passen
In besonderen Ausnahmefällen können nach einem Eignungsfeststellungsverfahren auch Bachelor-Absolvent*innen zur Promotion zugelassen werden. Ein FH-Diplom wird bundesweit einheitlich als äquivalent zum Bachelorabschluss anerkannt.
Vereinbaren Sie gerne einen Beratungstermin, wenn Sie sich unsicher sind, ob Ihr Abschluss passend ist.
Welche Möglichkeiten bietet die Hochschule mit Blick auf die Vereinbarkeit von Familie und Beruf bzw. Promotion?
Kann ich berufsbegleitend/extern promovieren?
Ja. Eine Promotion in Verbindung mit einer Berufstätigkeit setzt ein hohes Maß an Selbstorganisation und langfristiger Disziplin voraus. Besonders geeignet erscheint dieses Modell, wenn eine inhaltliche Schnittmenge zwischen beruflicher Praxis und wissenschaftlicher Fragestellung besteht, etwa im Bereich der anwendungsbezogenen Forschung oder bei praxisnahen Dissertationsthemen.
Muss ich in Sachsen-Anhalt leben, wenn ich an einer HAW in Sachsen-Anhalt promovieren will?
Nein. Es finden Kolloquien für Promovierende in den Promotionszentren in Präsenz statt, die frühzeitig angekündigt werden. Wir empfehlen Promovierenden dringend, die Kolloquien zu besuchen und sich dort einzubringen.
Die überfachlichen Qualifizierungsangebote, z. B. Workshops zum Publizieren in Fachzeitschriften, finden oft online statt.
Falls Sie unter Auflagen im Promotionszentrum aufgenommen wurden und Sie Kurse an der Hochschule nachholen müssen (oder freiwillig Kurse machen wollen), wäre eine räumliche Nähe zur Hochschule praktisch.
Kann ich direkt nach meinem Abschluss des Studiums mit der Promotion beginnen oder muss ich vorher Berufserfahrungen sammeln?
Sie können direkt nach Abschluss des Studiums mit der Promotion beginnen. Generelle Arbeitserfahrung ist nicht nötig. Arbeitserfahrung in der Wissenschaft kann aber von Vorteil sein, z. B. weil Sie dann schon besser wissen, wie Forschung und Hochschulen funktionieren, und weil Sie vielleicht schon Kontakt zu Ihrer potenziellen Betreuungsperson haben.
Welche Studienabschlüsse sind die Voraussetzung, um promovieren zu können?
Grundsätzlich können Sie mit jedem Master-Abschluss promovieren bzw. mit einem Abschluss, der äquivalent zu einem Master ist. Das gilt auch für ausländische Abschlüsse, die auf ihre Äquivalenz zum deutschen Masterabschluss geprüft werden. Der Abschluss muss fachlich einschlägig sein, also zum Promotionszentrum und zu Ihrem gewählten Thema passen.
In besonderen Ausnahmefällen können nach einem Eignungsfeststellungsverfahren auch Absolvent*innen mit Bachelor-Abschluss zur Promotion zugelassen werden. Ein FH-Diplom wird bundesweit einheitlich als äquivalent zum Bachelorabschluss anerkannt.
Wenn Sie sich unsicher sind, ob Ihr Abschluss geeignet ist, schicken Sie eine E-Mail mit Ihren Zeugnissen, Urkunden und ggf. Transkripten Ihre Referentin/ Ihren Referenten des Promotionszentrums für eine erste Einschätzung. Die endgültige Entscheidung, ob Ihr Abschluss geeignet ist, trifft aber der Promotionsausschuss, nachdem Sie einen Annahmeantrag gestellt haben.
Was muss ich beachten, wenn ich meine Hochschulabschlüsse im Ausland erworben habe?
Falls Ihre Urkunden sowie Zeugnisse nicht in deutscher Sprache ausgestellt wurden, fügen Sie dem Gesuch um Annahme als Doktorand*in bitte amtlich beglaubigte deutsche Übersetzungen bei.
Falls Sie Ihre Abschlüsse nicht an einer deutschen Hochschule absolviert haben, fügen Sie dem Gesuch um Annahme als Doktorand*in eine Kopie des Notensystems der jeweiligen Hochschule bei.
Bei der Frage der Gleichwertigkeit ausländischer Zeugnisse werden die Bewertungsaussagen der Zentralstelle für ausländisches Bildungswesen bei der Ständigen Konferenz der Kultusminister der Länder herangezogen.
Bei ausländischen Bewerber*innen muss der Nachweis hinreichender Sprachkenntnisse für die Sprache der Dissertation erbracht werden. Der Nachweis erfolgt insbesondere durch
- die an einer deutschen Hochschule abgelegte deutsche Sprachprüfung für den Hochschulzugang mit der Stufe 3 oder
- eine Sprachprüfung für die englische Sprache nach TOEFL iBT mit mindestens 80 von 120 Punkten oder
- eine Sprachprüfung für die englische Sprache nach TOEIC (Listening/Reading mindestens 785 Punkte, Speaking mindestens 160 Punkte, Writing mindestens 150 Punkte).
Was unterscheidet die Promotion an einer HAW von der an einer Universität?
Es gibt keinen Unterschied zwischen dem Doktortitel, den Sie an einer Uni und an einer HAW erhalten.
Die vier sachsen-anhaltischen HAW zeichnen sich aus durch:
- eine Trennung der Betreuung und Begutachtung,
- eine individuelle Betreuung sowie
- Qualifizierungsangebote und Kolloquien für die Promovierenden.
Wer kann mich unverbindlich zum Promovieren beraten?
Gerne beraten Sie die Referent*innen für wissenschaftliche Nachwuchsförderung vor Ort an den Hochschulen (Kontaktdaten siehe Randspalte bzw. bei Mobiltelefonen unten).
Vereinbaren Sie einen Beratungstermin.
Ich habe ein Promotionsverfahren nicht bestanden. Kann ich trotzdem an einem Promotionszentrum promovieren?
Ein nicht bestandenes Promotionsverfahren schließt eine erneute Promotion nicht grundsätzlich aus. Allerdings ist eine individuelle Prüfung durch die Promotionszentren erforderlich, ob eine erneute Zulassung möglich ist. Es wird empfohlen, frühzeitig Kontakt mit dem entsprechenden Promotionszentrum aufzunehmen, um die Möglichkeiten zu klären.
Promovieren an einem Promotionszentrum in Sachsen-Anhalt
Wer sind die Ansprechpersonen in den Promotionszentren?
Zentrale Ansprechpersonen sind die Referent*innen der Promotionszentren. Sie finden die passende Ansprechperson auf den Webseiten der Promotionszentren. Beachten Sie, dass es bei den zwei hochschulübergreifenden Promotionszentren an jeder Hochschule eine andere koordinierende Person gibt.
Falls Sie promovieren (wollen), richten Sie Ihre Anfrage am besten direkt an die oder den Referent*in der Hochschule, an der Ihre (potenzielle) Betreuungsperson sitzt.
Welches Promotionszentrum ist das Richtige für mich?
Ein guter erster Schritt ist ein Blick auf die Webseiten der einzelnen Promotionszentren. Dort finden Sie Informationen zu den Professor*innen, die im jeweiligen Zentrum Mitglied sind – einschließlich ihrer Forschungsgebiete. So können Sie sich einen ersten Eindruck verschaffen, welche thematischen Schwerpunkte gesetzt werden und ob diese zu Ihrem Promotionsvorhaben passen könnten.
Das Promotionszentrum sollte fachlich zu Ihrem Abschluss und Ihrem Promotionsthema passen.(Übrigens sollte auch Ihr Promotionsthema zu Ihrem Abschluss passen.)
Was ist, wenn mein Abschluss in kein Promotionszentrum passt?
Sie könnten sich an anderen Hochschulen nach Promotionsmöglichkeiten umsehen. Als Juristin könnten Sie bspw. nicht ins Promotionszentrum Sozial-, Gesundheits- und Wirtschaftswissenschaften aufgenommen werden. Personen mit Psychologie-Abschluss hingegen können ins Promotionszentrum aufgenommen werden, da es im Promotionszentrum Professor*innen gibt, die in Psychologie lehren.
Bei einer Nähe des Abschlusses zum Promotionszentrums können Sie unter Umständen nach individueller Prüfung als Doktorand*in aufgenommen werden. Aufnahmen bei bewiesenen wissenschaftlichen Vorleistungen sind möglich, führen aber ggf. zu Auflagen (d. h. meist dem Nachholen von Kursen) und bedürfen eines langwierigen Eignungsfeststellungsverfahrens, an dessen Ende feststeht, ob man aufgenommen wird und welche Auflagen man während der Promotionszeit erfüllen muss.
Welche Unterlagen muss ich wann und wo einreichen?
Promotionszentrum Sozial-, Gesundheits- und Wirtschaftswissenschaften: Die einzureichenden Unterlagen finden Sie in der Checkliste unter „Dokumente“ auf der Webseite des Promotionszentrums. Dort können auch alle Annahmeantrags-Formulare heruntergeladen werden. Manchmal werden noch andere Unterlagen benötigt. Wenn Sie Ihren Annahmeantrag vorbereiten, vereinbaren Sie am besten einen Beratungstermin, um den Antrag vorher abzusprechen. Der Promotionsausschuss, der über Ihren Annahmeantrag entscheidet, tagt während der Vorlesungszeit in der Regel monatlich.
Am zeitintensivsten sind das Schreiben des Exposés für Ihr Promotionsvorhaben und das Besorgen der beglaubigten Kopien von Bachelor- und Masterzeugnissen und -urkunden (bzw. beglaubigte Übersetzungen bei nicht-deutschsprachigen Zeugnissen).
Sie können die Unterlagen jederzeit bei der Referentin bzw. dem Referenten des Promotionszentrums einreichen, zuerst per Mail, nach einer Vorabüberprüfung der digitalen Unterlagen dann postalisch. Insofern der Antrag vollständig ist, wird er auf der nächstmöglichen Sitzung des Promotionsausschusses besprochen. Dafür sollte er spätestens vier Wochen vor der Sitzung per Mail eingehen.
Promotionszentrum Umwelt & Technik: Die einzureichenden Unterlagen und Formulare erhalten Sie von der Zentrumskoordination nach einem Beratungsgespräch.
Nachdem Sie das Exposé für Ihr Promotionsvorhaben fertiggestellt, die Formulare ausgefüllt und alle beglaubigten Kopien von Bachelor- und Masterzeugnissen und -urkunden (bzw. beglaubigte Übersetzungen bei nicht-deutschsprachigen Zeugnissen) vorliegen haben, können Sie die Unterlagen jederzeit bei der Koordination des Promotionszentrums einreichen, per Mail und postalisch. Insofern der Antrag vollständig ist, wird er auf der nächstmöglichen Sitzung des Promotionsausschusses besprochen. Dafür sollte er spätestens zwei Wochen vor der Sitzung bei der Referentin bzw. dem Referenten des Promotionszentrums eingehen.
Der Promotionsausschuss, der über Ihren Annahmeantrag entscheidet, tagt während der Vorlesungszeit in der Regel monatlich.
Wie schreibe ich ein Exposé?
Das Exposé legt das zu bearbeitende Promotionsvorhaben schriftlich dar. Es soll sich zusammensetzen aus dem Themenvorschlag, dem Stand der Forschung, den Zielen und dem Beitrag der Arbeit zusammen mit der Beschreibung der Vorgehensweise und der vorgesehenen Methoden sowie der durch die Betreuer*innen zugestimmten Ressourcen- und Zeitplanung zusammen mit der Erklärung, in welcher Sprache die Dissertation verfasst werden soll.
Wie das Exposé im Detail aussehen soll, ist in jedem Promotionszentrum individuell geregelt. Auf den Websites der Promotionszentren finden Sie unter „Dokumente“ Hinweise zum Anfertigen des Exposés.
Während der Promotion
Muss ich mich immatrikulieren?
Wie kann ich mich immatrikulieren?
Promovierende der Promotionszentren, deren Erstbetreuer*in an der Hochschule Magdeburg-Stendal arbeitet, und kooperativ Promovierende, deren Zweitbetreuer*in an der Hochschule Magdeburg-Stendal arbeitet, können sich an der Hochschule Magdeburg-Stendal immatrikulieren.
Dazu können Sie den Immatrikulationsantrag ausfüllen und digital unterschrieben per Mail mit den erforderlichen Unterlagen an Mandy Mattke (Immatrikulationsamt) schicken.
In welchem Zeitraum muss ich meine Promotion abschließen?
Fünf Jahre nach Ihrer Annahme kann der Promotionsausschuss die Betreuungszusage widerrufen und Sie sind dann nicht länger Doktorand*in am Promotionszentrum. Sie sollten vor Ablauf der Fünf-Jahres-Frist Kontakt zum oder zur Referent*in des Promotionszentrums aufnehmen.
Bei Elternzeiten, Mutterschutz, Erkrankungen und ähnlichen Umständen darf Ihnen der Promotionsausschuss die Verlängerung der Promotionszeit nicht verwehren.
Wie bin ich während der Promotion krankenversichert?
Die Annahme in einem Promotionszentrum sowie die Immatrikulation an der Hochschule haben keine Auswirkungen auf Ihren Krankenversicherungsstatus. Welche Form der Krankenversicherung für Sie geeignet ist, hängt von Ihren Lebensumständen (z. B. Alter, Erwerbstätigkeit) ab und sollte individuell mit Ihrer Krankenkasse geklärt werden.
Muss ich während der Promotionsphase meine Arbeit auf wissenschaftlichen Konferenzen präsentieren?
Die Promotionsordnungen verpflichten Promovierende nicht, auf Konferenzen zu gehen. Um sich mit dem Fachpublikum auszutauschen und um sich auf Ihre Disputation vorzubereiten, bietet es sich aber an, Ihre Forschung auf Konferenzen zu präsentieren. Wenn Ihre Betreuungsperson dies von Ihnen erwartet, sollten Sie die Finanzierung mit ihr klären und die Konferenzbesuche verbindlich in der Betreuungsvereinbarung festhalten.

Kontakt

Promotionszentrum Sozial-, Gesundheits- und Wirtschafts-wissenschaften und für kooperativ Promovierende
Josephin Winkler
Tel.: (03931) 2187 38 12
E-Mail: josephin.winkler@h2.de
Ort: Campus Stendal, Haus 3, Raum 1.18
Vereinbaren Sie einen Beratungstermin.
Telefonische Sprechzeiten:
Montags 12–13 Uhr
Mittwochs 11–12 Uhr

Promotionszentrum Umwelt und Technik und für kooperativ Promovierende
Kerstin Tänzer
Tel.: (0391) 886 49 92
E-Mail: kerstin.taenzer@h2.de
Ort: Campus Magdeburg, Forschungs- und Entwicklungszentrum FEZ, Raum 3.02

